Die Ausstellung Inceptive Spaces konzentriert sich auf Ateliers als generative Räume, in denen Kunst entsteht. Hier agieren Künstler wie Seismographen und verarbeiten die Vibrationen der Gesellschaft. Im Gegensatz zu „außergewöhnlichen Räumen“ – Museen und Galerien als Präsentationsorte – bleiben diese formativen Prozesse meist verborgen, wie eine Black Box. Die Ausstellung versucht, diese Box zu öffnen: Produktionsspuren erscheinen neben fertigen Werken und zeigen, dass Kunst nicht plötzlich entsteht, sondern Zeit, Raum und Pflege benötigt. Aufbauend auf Nelson Goodmans Frage „Wann ist Kunst?“ wird klar, dass der entscheidende Moment am Anfang, im Atelier, liegt. Ohne inceptive spaces werden exceptional spaces letztendlich verkümmern. Sie sind das Fundament kultureller Schöpfung – wie Wälder, die einer Stadt Schatten spenden und ihr nachhaltiges Wachstum sichern.
Abschlussveranstaltung Finissage am 15. November, 18 - 22 Uhr.
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