Die Christian-Albrechts-Universität will mehr qualifizierte Frauen für Professuren gewinnen.
Am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist im Rahmen des Exzellenzclusters ROOTS – „Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt undKultur in vergangenen Welten“ – zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W 1-Professur (mit Tenure Track nach W 2) für Ur- und Frühgeschichte mit dem Schwerpunkt Archäoklimatologie (Archaeoclimatology) für zunächst vier Jahre (erste Phase) zu besetzen.
Der/Die zukünftige Stelleninhaber/in soll das Fachgebiet Ur- und Frühgeschichte mit dem Schwerpunkt Archäoklimatologie in Forschung und Lehre vertreten.
Archäoklimatologie ist ein in die archäologische Forschung integrierter Schwerpunkt, in dem die Rekonstruktion lokaler bis globaler Klimaveränderungen mit den sozio-kulturellen Rekonstruktionen prähistorischer und historischer Gesellschaften abgeglichen werden. Dabei stehen Konnektivitäten zwischen klimatischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten vergangenen Umwelten und Gesellschaften im Mittelpunkt.
Von der/der zukünftigen Juniorprofessor/in wird erwartet, dass sie*er eine eigenständige, international sichtbare Forschung auf dem Gebiet der Paläoklimatologie mit Verbindungen zur Archäologie entwickelt und weiterführt. Dabei ist eine integrative Forschungsagenda grundlegend, um archäoklimatische Konnektivitäten zu rekonstruieren.
Die Juniorprofessur soll die archäoklimatische Forschung am Institut für Ur- und Frühgeschichte thematisch und methodisch weiter ausbauen, dargelegt in einem aussagekräftigen Forschungskonzept. Die bestehende Zusammenarbeit der Paläoklimatologie innerhalb des Instituts für Ur- und Frühgeschichte mit den dortigen Arbeitsgruppen soll fortgeführt werden.
Darüber hinaus ist die Professur in den Exzellenzcluster ROOTS sowie den Forschungsschwerpunkt Societal, Environmental and Cultural Change (SECC) der CAU eingebunden. Mit der Professur verbunden ist eine Lehrtätigkeit (gemäß der gültigen LVVO) in den Kieler Bachelor- und Masterstudiengängen im Bereich der Prähistorischen und Historischen Archäologie, für die ein passfähiges Lehrkonzept mit der Bewerbung einzureichen ist. Nicht deutschsprachige Bewerber*innen werden darauf hingewiesen, dass bis zur Zwischenevaluation Lehrveranstaltungen auch in deutscher Sprache abzuhalten sind.
Einstellungsvoraussetzungen
Einstellungsvoraussetzungen sind Kenntnisse und Forschungserfahrung in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:
- Klimarekonstruktion unter Einbeziehung archäologischer Fragestellungen, bevorzugt des Holozänspaläoklimatologische Methoden inklusive Kenntnissen der Biomarker-Analytik
- Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Klimadynamiken, Umweltveränderungen und sozio-ökonomischen Entwicklungen Integrative Auswertung paläoklimatischer und archäologischer Proxies zur Rekonstruktion vergangener Umwelten und Gesellschaften
Darüber hinaus sind als Einstellungsvoraussetzung Erfahrung mit der erfolgreichen Einwerbung von eigenen Drittmitteln und mit eigenständiger Gelände- und Feldarbeit sehr erwünscht.
Weiterhin von Vorteil sind Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit und der Zusammenarbeit in größeren interdisziplinären Verbundprojekten, in der Betreuung von Studierenden und/oder Nachwuchswissenschaftler*innen und in der Lehre.
Die Bewerber muss ein abgeschlossenes Studium und eine Promotion in Geowissenschaften, allgemeinen Klimawissenschaften, in den archäologischen Wissenschaften oder eng verwandten Bereichen, sowie Publikationen mit Bezug zu archäologischen und klimatischen Fragestellungen vorzeigen.
Auf die Einstellungsvoraussetzungen des § 64 in Verbindung mit § 62a des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein wird hingewiesen.
Bei positiver Zwischenevaluation der ersten Phase der Juniorprofessur ist beabsichtigt, das Beamtenverhältnis auf Zeit um weitere zwei Jahre zu verlängern (zweite Phase).
Nach erfolgreicher Evaluation und bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen des § 62a des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein ist es im Weiteren das Ziel, die Professur auf eine W2-Professur ohne Befristung anzuheben. Hierzu wird an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel neben der Zwischenevaluierung der Juniorprofessur ein gesondertes Evaluierungsverfahren, in der Regel während der zweiten Phase der Juniorprofessur, nach geltender Satzung durchgeführt.
Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage www.berufungen.uni-kiel.de.
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel versteht sich als moderne und weltoffene Arbeitgeberin.
Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig Ihres Alters, Ihres Geschlechts, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität.
Wir fördern die Gleichberechtigung der Geschlechter.
Mehr zu unseren Werten können Sie unserem Verhaltenskodex entnehmen: https://www.uni-kiel.de/gf-praesidium/de/recht/interne-richtlinien/verhaltenskodex.
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein: Bewerbungen von Schwerbehinderten und ihnen Gleichgestellten werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
Die Hochschule ist bestrebt, den Anteil der Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, dass wir auf die Vorlage von Bewerbungsfotos ausdrücklich verzichten und daher darum bitten, hiervon abzusehen.
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W 1-Professur (mit Tenure Track nach W 2) für Ur- und Frühgeschichte mit Schwerpunkt Archäoklimatolo in Kiel Arbeitgeber: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bietet eine inspirierende Arbeitsumgebung, die sich durch ein hohes Maß an Diversität und Innovation auszeichnet. Als Arbeitgeberin fördert sie die persönliche und berufliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter*innen durch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und eine flexible Work-Life-Balance. Zudem profitieren die Angestellten von attraktiven Konditionen wie tariflicher Vergütung, betrieblicher Altersvorsorge und einem sicheren Arbeitsplatz in einem internationalen Umfeld.
Kontaktdaten:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) Recruiting-Team