Kunstuniversität Linz / University of Arts Linz Hauptplatz 6, 4020 Linz / Austria kunstuni-linz.at
Kunstuniversität Linz – Institut für Kunst und Bildung Ausschreibung einer Universitätsprofessur für „Künstlerische Praxis und Gesellschaft (Lehramt)“ nach § 98 UG 2002 An der Kunstuniversität Linz gelangt am Institut für Kunst und Bildungdie Stelle einer* / eines Universitätsprofessor*in für „KünstlerischePraxis und Gesellschaft (Lehramt)“ gem. § 98 Abs. 1 UG 2002 mit01.10.2027 in vollem Beschäftigungsausmaß zur Besetzung. Die Bezahlung folgt nach § 49 Abs. 1 KV und beträgt EUR 6.713,30 brutto pro Monat (KV-Mindestgehalt; Stand: 01.01.2026), wobei eine eventuelle Überzahlung Gegenstand der Berufungsverhandlungen sein kann. Die Vertragsdauer beträgt vorerst 5 Jahre. Eine Entfristung ist möglich.
Die Professur für „Künstlerische Praxis und Gesellschaft (Lehramt)“ widmet sich zentral der Entwicklung künstlerischer Praxis in Lehre und Forschung in den drei an der Kunstuniversität Linz angebotenen Lehramtsfächern (Kunst und Gestaltung, Technik und Design, Mediengestaltung und Digitale Grundbildung) sowie ihrer Verortung im gesellschaftlichen Diskurs. Für die Leitung der entsprechenden Abteilungsucht die Kunstuniversität Linz eine Person mit hervorragender künstlerischer und didaktischer Eignung, die in einem engagierten Team von Künstler*innen und Kunstpädagog*innen das Institut für Kunst und Bildung mitgestaltet. Die Professur steht für eine künstlerische Position, die sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen, materiellen Kulturen und gegenwärtigen Transformationsprozessen theoretisch fundiert auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist ein erweitertes Verständnis von Kunst als gesellschaftliche Praxis, die in unterschiedlichen sozialen Räumen gemeinsam mit ihren Akteur*innen Formen des Denkens, Wahrnehmens und Handelns eröffnet und dabei Hierarchien von Techniken und Medien befägt. In der Lehre werden künstlerische Zugänge vermittelt, die intermediale und prozesshafte Arbeitsweisen sowie Kollaborationen auch jenseits des Kunstfeldes miteinander verbinden. Aus der reflektierten Auseinandersetzung mit Materialien und Kontexten heraus werden ästhetische, gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen in künstlerischen Arbeitsprozessen zusammengeführt und in Formaten für unterschiedliche Öffentlichkeiten konzeptionell weitergedacht.
Voraussetzungen:
abgeschlossenes künstlerisches Studium an einer Universität, Akademie oder Hochschule;
hervorragende künstlerische bzw. künstlerisch-wissenschaftliche Qualifikation;
Erfahrung und Kenntnisse im Kontext der Lehramtsstudien Kunst und Gestaltung, Technik und Design, oder Mediengestaltung und Digitale Grundbildung;
Erfahrung in der Organisation und Durchführung von Ausstellungen und Projekten;
umfassende künstlerische Tätigkeit sowie technische und praktische Kompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen Medien;
kontinuierliche und aktive Teilnahme am internationalen Fachdiskurs und Vernetzung im Kunst- und Kulturbetrieb;
didaktische Eignung;
Lehrerfahrung im tertiären Bildungsbereich;
diskriminierungskritisches Wissen und Kompetenzen;
Deutschkenntnisse, die die Abhaltung der Lehre, Kommunikation und Betreuung von Abschlussarbeiten ermöglichen;
Gender- und Diversitätskompetenz.
Erwartet wird:
Erfahrung in kollaborativen Formaten mit Akteur*innen unterschiedlicher sozialer Räume und Schnittstellen zum Bildungsbereich
Interesse an der künstlerischen Auseinandersetzung mit aktuell gesellschaftspolitischen Fragen;
experimenteller/forschender Zugang in der eigenen künstlerischen Praxis;
Förderung des akademischen Nachwuchses;
Präsenz und Mitarbeit bei internen und öffentlichen Aktivitäten bzw. interdisziplinären Projekten und Kooperationen, z. B. Zusammenarbeit mit regionalen Kunst- und Kulturstätten sowie Schulen und Bildungseinrichtungen;
Bereitschaft zur Mitarbeit in Gremien und Übernahme von Aufgaben im Bereich der universitären Selbstverwaltung sowie in Fachpolitik und Öffentlichkeit in lokalen und internationalen Netzwerken sowie Fachgruppen;
Bereitschaft zur regelmäßigen Anwesenheit;
Teamfähigkeit und soziale Kompetenz;
Planung der Lehre in Abstimmung mit dem Kollegium;
Organisations- und Leitungskompetenz.
Die Kunstuniversität Linz betreibt eine antidiskriminatorische Anstellungspolitik und legt Wert auf Chancengleichheit und Diversität. Sie strebt eine Erhöhung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen, künstlerischen und allgemeinen Universitätspersonal insbesondere in Leitungsfunktionen an und ersucht daher qualifizierte Frauen ausdrücklich um Bewerbung. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt aufgenommen. Bewerbungen von Menschen mit Migrationserfahrung und/oder -hintergrund und Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind ausdrücklich erwünscht.
Die Bewerber*innen haben keinen Anspruch auf Abgeltung von Kosten, die aus Anlass des Bewerbungsverfahrens entstehen.
Mit Einreichung Ihrer Bewerbung stimmen Sie ausdrücklich zu, dass Ihre an uns übermittelten Daten im Rahmen des universitätsinternen Bewerbungsprozesses verarbeitet und verwendet werden.
Digitale Bewerbungen sind mit den Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Darstellung repräsentativer Projekte und Engagements, Lehrkonzept von 1–3 Seiten), die das Wirken in den drei Lehramtsfächern (Kunst und Gestaltung, Technik und Design, Mediengestaltung und digitale Grundbildung) abbilden und die oben formulierten Qualifikationen nachweisen, als PDF bis 09.11.2026 an ute.kreft@kunstuni-linz.at zu senden.
Mag.a Brigitte Hütter, MSc Rektorin
#J-18808-Ljbffr
Universitätsprofessur für Künstlerische Praxis und Gesellschaft (Lehramt) in Linz Arbeitgeber: Kunstuniversität Linz
Die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz ist ein hervorragender Arbeitgeber, der Vielfalt und Offenheit fördert und großen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf legt. Mit flachen Hierarchien, einer kollegialen Arbeitsatmosphäre und flexiblen Arbeitszeiten bietet die Universität nicht nur ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung und persönliche Entwicklung. Zudem profitieren Mitarbeiter:innen von einem Betreuungsangebot für Kinder sowie einer zentralen Lage mit guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.