Auf einen Blick
- Aufgaben: Führe ethnographische Forschung zum Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften durch und analysiere Daten.
- Unternehmen: Leuphana Universität Lüneburg, eine innovative und nachhaltige Bildungseinrichtung.
- Vorteile: Flexibles Arbeiten, umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und ein inspirierendes Arbeitsumfeld.
- Weitere Informationen: Werde Teil eines dynamischen Teams an einem der schönsten Universitätsstandorte Deutschlands.
- Warum dieser Job: Gestalte die Forschung zu Gewaltprävention und erhalte Einblicke in interdisziplinäre Projekte.
- Qualifikationen: Masterabschluss in Soziologie oder verwandten Disziplinen und erste Forschungserfahrungen.
Das prognostizierte Gehalt liegt zwischen 51750 - 63250 € pro Jahr.
Die Leuphana Universität Lüneburg steht als humanistische, nachhaltige und handlungsorientierte Universität für Innovation in Bildung und Wissenschaft. Methodische Vielfalt, interdisziplinäre Zusammenarbeit, transdisziplinäre Kooperationen mit der Praxis und eine insgesamt dynamische Entwicklung prägen ihr Forschungsprofil in den Kernthemen Bildung, Kultur, Management/Technologie, Nachhaltigkeit und Staat.
Für das Institut für Soziologie und Kulturorganisation (ISKO) der Fakultät Kulturwissenschaften an der Professur für Politische Soziologie (Prof. Dr. Stephan Scheel) sucht die Universität zum 01.05.2027 eine verantwortungsvolle, motivierte und engagierte Persönlichkeit als wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (Kennwort: Violence lost in translation) (Entgeltgruppe 13 TV-L, 75 %, befristet für die Dauer von 36 Monaten). Die Stelle wird im Rahmen des DFG-Projektes „Violence lost in translation? Eine Untersuchung der Realisierung von Gewalt und Schutz durch Datenpraktiken in Geflüchtetenunterkünften“ besetzt.
Das Projekt rekurriert auf Ansätze, Methoden und Konzepte aus der Grenz- und Migrationsforschung, der Wissenschafts- und Technikforschung (STS), der kritischen Datenforschung sowie Forschung zur Produktion von Nicht-wissen (ignorance studies), um zu untersuchen, wie Gewalt und Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften durch die Produktion von Daten als Objekte des Regierens konstituiert werden und wie diese Datenproduktion die Formulierung und Implementierung politischer Maßnahmen zum Gewaltschutz beeinflusst.
Im Zentrum der Studie steht dabei die Nutzung des sogenannten „Gewaltschutzmonitor“ (GSM) – einer App für mobile Endgeräte, auf der Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen von Geflüchtetenunterkünften Vorfälle von Gewalt und Gewalterfahrungen melden können – und die Auswertung und Verwendung von damit genutzten Daten in verschiedenen Bundesländern in Deutschland.
Auf der Grundlage ethnografischer Forschung in Unterkünften und Institutionen in drei Bundesländern, die für Schutz und Unterbringung von Geflüchteten zuständig sind, erforscht das Projekt, wie bestimmte Formen von Gewalt durch die Produktion von Daten als Objekte für Interventionen des Regierens konstituiert werden und wie andere Formen von Gewalt durch den GSM und damit verbundene Datenpraktiken unterfasst bleiben oder falsch übersetzt werden.
Mit dieser empirischen Studie trägt das Projekt zum einen zur Erforschung von Gewalt und Gewaltprävention in Geflüchtetenunterkünften bei, indem es anhand einer konkreten Fallstudie untersucht, wie die Produktion von Daten aber auch von bestimmten Formen des Nichtwissens die Formulierung und Umsetzung von Maßnahmen zum Gewaltschutz beeinflussen. Zum anderen trägt es zu Debatten über evidenzbasierte Politikgestaltung bei, indem es aufzeigt, wie die Erstellung von Evidenz durch die Produktion von Daten mit der Erzeugung verschiedener Formen von Nichtwissen verflochten ist.
Ihre Aufgaben:
- Eigenständige Organisation, Planung und Durchführung ethnographischer Forschung zum Thema Gewaltschutzmonitoring in Geflüchtetenunterkünften;
- Auswertung und Analyse von Forschungsdaten aus Perspektive des konzeptionellen Rahmens des Forschungsprojekts;
- Schreiben wissenschaftlicher Artikel in englischer Sprache zum Projektthema in alleiniger und Ko-Autorenschaft, insbesondere in internationalen, begutachteten Fachzeitschriften;
- Verfassen einer Dissertation zur Thematik des Forschungsprojekts;
- Projektadministrative Tätigkeiten wie z.B. dem Verfassen von Berichten zum Forschungsprojekt, Aufbau und Pflege von projektrelevanten Datenbanken usw.;
- Mitwirkung an der Planung, Organisation und Durchführung von Workshops, Tagungen und anderen Events im Rahmen des Projektes und der Arbeitsgruppe für Politische Soziologie;
- Inhaltliche Vorbereitung und aktive vor-Ort Teilnahme von Arbeitstreffen des Projektteams sowie des CDC als auch von Forschungscolloquien der Arbeitsgruppe für Politische Soziologie.
Ihr Profil:
Fachliche Qualifikation:
- Ein bei Stellenantritt überdurchschnittlich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder äquivalent) im Fach Soziologie oder einer verwandten Disziplin (z.B. Anthropologie, Politikwissenschaft);
Berufliche Erfahrung:
- Erste Erfahrungen in Forschung und/oder Lehre;
- Erfahrung in wissenschaftlichem Arbeiten, Projektarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten an Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder im fachrelevanten beruflichen Umfeld von Vorteil.
Fachkenntnisse:
- Kenntnis von zentralen Ansätzen, Konzepten und Debatten in mindestens zwei der folgenden für das Projekt zentralen Forschungsfelder: critical data studies, ignorance studies; critical border and migration studies; science and technology studies (STS);
- Weiterhin wünschenswert sind Kenntnisse von sozial- und kulturwissenschaftlichen Konzepten und Debatten zu Gewalt und Gewaltprävention sowie zum Paradigma der evidenzbasierten Politikgestaltung (evidence-based policy making);
- Nachweisbare Erfahrung in der eigenständigen Durchführung ethnographischer Feldforschung (v.a. leitfadengestützte Interviews und (nicht-)teilnehmende Beobachtung);
- Kenntnisse im wissenschaftlichen Publizieren und in der Drittmittelarbeit von Vorteil.
Überfachliche Kompetenzen:
- Interdisziplinäre Auffassungsgabe sowie Freude an der Zusammenarbeit in interdisziplinären und internationalen Forschungszusammenhängen;
- Bereitschaft zu längeren Forschungsaufenthalten in Deutschland, um dort vor Ort die geplante Feldforschung für das Projekt durchzuführen;
- Eigenständige und zugleich teamorientierte Arbeitsweise mit gutem Zeitmanagement;
- Erste Erfahrungen im Publizieren sind wünschenswert, aber nicht essenziell;
- Erfahrungen in der Zusammenarbeit und Forschung mit Geflüchteten oder anderen vulnerablen Personen sind wünschenswert.
Sprachkenntnisse:
- Deutsch: mindestens C1; gute Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift für die Durchführung der geplanten Feldforschung im deutschsprachigen Raum.
- Englisch: mindestens B2, idealerweise sichere wissenschaftliche Englischkenntnisse sowie die Bereitschaft an projektbezogenen Publikationen in englischer Sprache mitzuwirken.
Unser Angebot:
- Ein inspirierendes Arbeitsumfeld als Teil der universitären Gemeinschaft aus Forschenden, Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden in Technik und Verwaltung;
- Einen Arbeitsplatz an einem der schönsten Universitätsstandorte Deutschlands in einer echten Campus Universität;
- Eine hohe Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes als Teil des öffentlichen Dienstes;
- Eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL);
- Flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten innerhalb eines Gleitzeitrahmens von 6 bis 21 Uhr;
- Flexible und familienfreundliche Wechselmöglichkeiten zwischen Präsenzarbeit und mobiler Arbeit;
- Ein umfangreiches internes und externes Weiterbildungsangebot;
- Ein von der Universität gefördertes vielfältiges Sportangebot;
- Ein von der Universität gefördertes gastronomisches Mittagsangebot in der Mensa;
- Ein von der Universität gefördertes Deutschlandticket als Job-Ticket.
Ihre Bewerbung:
Für inhaltliche Fragen zur Stelle kontaktieren Sie gerne Prof. Dr. Stephan Scheel (stephan.scheel@leuphana.de). Die Leuphana Universität Lüneburg fördert die berufliche Gleichstellung der Geschlechter und die Heterogenität unter ihren Mitgliedern. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Übermitteln Sie bitte bis zum 28.09.2026 alle erforderlichen Unterlagen (bitte ohne Foto) über unser Bewerbungsportal. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im DFG-Projekt \"Violence lost in translation\" in Lüneburg Arbeitgeber: Leuphana Universität Lüneburg Stiftungsuniversität
Die Leuphana Universität Lüneburg ist ein hervorragender Arbeitgeber, der ein inspirierendes Arbeitsumfeld in einer dynamischen und interdisziplinären Gemeinschaft bietet. Mit flexiblen Arbeitszeiten, umfangreichen Weiterbildungsmöglichkeiten und einem starken Fokus auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ermöglicht die Universität ihren Mitarbeitenden, sich sowohl beruflich als auch persönlich weiterzuentwickeln. Zudem profitieren Sie von einem Arbeitsplatz in einer der schönsten Universitätslandschaften Deutschlands, umgeben von Natur und innovativer Architektur.
Kontaktdaten:
Leuphana Universität Lüneburg Stiftungsuniversität Recruiting-Team
StudySmarter Expertenrat🤫
Wir sind der Meinung, dass du so Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im DFG-Projekt \"Violence lost in translation\" in Lüneburg erhalten könntest
✨Einblicke in die Community
Schau dir lokale Veranstaltungen oder Workshops im Bereich Sozialarbeit an. Hier kannst du nicht nur Fachwissen sammeln, sondern auch potenzielle Arbeitgeber oder Mentoren kennenlernen, die dir bei deiner Karriere helfen können.
✨Kontakte zu relevanten Institutionen knüpfen
Nutze Netzwerke von sozialen Einrichtungen oder Verbänden, um Kontakt zu Personen aufzunehmen, die dir von offenen Stellen oder befristeten Projekten erzählen können. Oft werden Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben!
✨Stell dich aktiv vor!
Wenn du für eine befristete Stelle im Bereich Sozialarbeit infrage kommst, zögere nicht, dich direkt in den Einrichtungen vorzustellen oder sogar vor Ort zu hospitieren. Ein persönliches Gespräch kann da viel mehr bewirken als nur eine Bewerbungsunterlage.
✨Bewirb dich über unsere Website
Hier bei StudySmarter unterstützen wir dich nicht nur bei der Jobsuche, sondern haben auch coole Stellenangebote im Bereich Sozialarbeit. Schau auf unserer Website vorbei und bewirb dich direkt bei Leuphana Universität Lüneburg Stiftungsuniversität, um Chancen auf spannende befristete Projekte zu nutzen!
Wir glauben, dass du diese Fähigkeiten brauchst, um Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im DFG-Projekt \"Violence lost in translation\" in Lüneburg mit Bravour zu bestehen
Einige Tipps für deine Bewerbung 🫡
Zeige deine Leidenschaft für die Sozialarbeit:In deinem Anschreiben solltest du unbedingt betonen, warum dir die Sozialarbeit am Herzen liegt. Erkläre, welche Erfahrungen dich dazu motiviert haben, in diesem Bereich zu arbeiten – das kann Praktika, Ehrenamt oder einfach persönliche Erlebnisse umfassen. Lass uns spüren, dass du wirklich für die Sache brennst!
Betone relevante Qualifikationen und Weiterbildungen:Du solltest alle relevanten Abschlüsse und Zertifikate, die du im Bereich Sozialarbeit hast, gut sichtbar in deinem Lebenslauf platzieren. Egal, ob es sich um ein Studium der Sozialpädagogik oder spezifische Fortbildungen handelt – wir interessieren uns für deine fachliche Qualifikation und wie sie zu den Anforderungen bei Leuphana Universität Lüneburg Stiftungsuniversität passt.
Flexibilität und Teamgeist hervorheben:Da es sich um eine befristete Stelle handelt, ist es besonders wichtig, in deinem Lebenslauf und Anschreiben zu zeigen, dass du flexibel und teamorientiert bist. Nenne Beispiele aus vergangenen Erfahrungen, wo du in einem Team gearbeitet hast und dich schnell auf neue Herausforderungen eingestellt hast – das gibt uns Vertrauen in deine Einsatzmöglichkeiten.
Sei authentisch und zeige, was dich ausmacht:In der Sozialarbeit geht es auch um persönliche Geschichten und Charaktere. Erzähl uns etwas über dich – was motiviert dich, was sind deine Stärken und was möchtest du in dieser befristeten Position erreichen? Ein bisschen Persönlichkeit hilft uns, dich besser kennenzulernen und macht deine Bewerbung einzigartig!
Wie man sich auf ein Vorstellungsgespräch bei Leuphana Universität Lüneburg Stiftungsuniversität vorbereitet
✨Verstehe die Bedürfnisse deiner Klienten
In der Sozialarbeit geht es darum, den Menschen zu helfen. Mach dich mit den spezifischen Herausforderungen vertraut, denen die Klienten in Leuphana Universität Lüneburg Stiftungsuniversität gegenüberstehen. Sei bereit, konkrete Beispiele dafür zu nennen, wie du in der Vergangenheit auf ähnliche Situationen reagiert hast.
✨Bereite dich auf Fallstudien vor
Im Vorstellungsgespräch könntest du mit realen Fallstudien konfrontiert werden. Übe, wie du Probleme bewerten und Lösungen entwickeln kannst. Das zeigt, dass du die Fähigkeit hast, unter Druck zu denken und kreativ zu arbeiten – eine wichtige Fähigkeit in der Sozialarbeit.
✨Zeige deine Lernbereitschaft
Da es sich um eine befristete Stelle handelt, ist es wichtig zu zeigen, dass du schnell lernen und dich anpassen kannst. Sprich darüber, wie du in der Vergangenheit neue Fähigkeiten erworben hast, oder stelle Fragen zu möglichen Schulungen bei Leuphana Universität Lüneburg Stiftungsuniversität.
✨Lebendige Kommunikation ist der Schlüssel
Sozialarbeit erfordert exzellente Kommunikationsfähigkeiten. Bereite dich darauf vor, deine Vorgehensweise bei der Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern zu erläutern. Überlege, wie du Themen wie Konfliktlösung oder Teamarbeit in deinen Antworten klar und überzeugend vermitteln kannst.