Job Details
Ausschreibungs-ID: fb19-0005-wmz-2026
Eintrittstermin: nächstmöglich
Bewerbungsfrist: 16.07.2026
Entgeltgruppe: E 13 TV-H
Befristung: 4 Jahre
Umfang: Vollzeit
Die 1527 gegründete Philipps-Universität bietet vielfach ausgezeichnete Lehre für rund 22.000 Studierende und stellt sich mit exzellenter Forschung in der Breite der Wissenschaft den wichtigen Themen unserer Zeit.
Am Fachbereich Geographie, Arbeitsgruppe Funktionelle Pflanzengeographie, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet auf 4 Jahre eine drittmittelfinanzierte Vollzeitstelle als wissenschaftlicher Projektkoordinator (Postdoc) in der DFG-finanzierten interdisziplinären Forschungsgruppe GArua: “Fog‑dependent water relations and plant invasion in the Galápagos Archipelago under climate change” zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages des Landes Hessen. Dienstort ist Marburg. Die Stelle umfasst zudem jährlich mehrmonatige Feldarbeiten auf Galápagos und weitere Dienstreisen.
Weitere Informationen: https://www.uni-marburg.de/en/fb19/research/working-groups/ecological-plant-geography/news/garua-vacancies-2026
In GArua arbeiten Forscher*innen sieben deutscher Universitäten sowie die in Galapagos angesiedelte Charles Darwin Foundation zusammen, um die interaktiven Effekte der Pflanzeninvasion und des Klimawandels auf die Biodiversität und den Wasserhaushalt der humiden Höhenstufen der Galápagosinseln zu verstehen. Die Teilprojekte arbeiten auf gemeinsamen Forschungsflächen und führen mehrere Feldexperimente durch, um die Interaktionen zwischen Klimamuster, Nebelwasserauskämmung, Hydrologie, Baumphysiologie, Bodenprozesse sowie der Ökophysiologie und Biodiversität der hier häufig vorkommenden Epiphyten zu erforschen. Die Integration der Ergebnisse der Teilprojekte mittels konzeptioneller und formeller Modellentwicklung soll zu der Entdeckung von Wechselwirkungen und Rückkupplungen zwischen den verschiedenen Systemelementen führen. Räumliche Extrapolation mittels Modellierung und Fernerkundung soll Vorhersagen über die Entwicklung dieser Ökosysteme auf den verschiedenen Galápagosinseln erlauben.
Der/die gesuchte Koordinator*in wird GArua unterstützen durch die Koordination und wissenschaftliche Integration der Methoden und Ergebnisse der verschiedenen Teilprojekte, durch eine führende Rolle in der täglichen Verwaltung des Projektes und durch die Koordination der Syntheseaktivitäten.
Aufgaben
- wissenschaftliche Koordination und Steuerung der GArua Forschungsgruppe sowie ihrer Teilprojekte im Hinblick auf die gemeinsamen wissenschaftlichen Ziele als Mitglied des Steering Committees
- Koordination der praktischen Durchführung (z. B. Aufbau und Zeitplan der Feldarbeiten, Informationsflüsse)
- Koordination der Syntheseaktivitäten, inklusive der Erstellung von Synthesepublikationen
- Präsentation des Projektes auf wissenschaftlichen Tagungen und Koordination der Wissenschaftskommunikation, inkl. Veranstaltungen, Webseite und sozialen Medien
- Organisation der Projekttreffen in Deutschland und Galapagos, inklusive einer internationalen Tagung
- Unterstützung der finanziellen und logistischen Aspekte des Projektes (inkl. Beantragung von Forschungs- und Ausführgenehmigungen, Versand von Proben, Koordination der Labornutzung und Unterbringung in Galapagos, Bestellung von Materialien, Kommunikation mit der Universitätsverwaltung in Marburg und mit der DFG etc.)
- Organisation und Betreuung von studentischen Hilfskräften, die für die Unterstützung bei z. B. Social‑Media‑Verwaltung und Tagungsorganisation angestellt werden
- Mitbetreuung von Doktor-, Master- und Bachelorarbeiten
Es handelt sich um eine Projektstelle, die nicht nach 2,1 WissZeitVG befristet wird.
Profil
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium sowie eine Promotion (PhD) im Bereich Geographie, Biologie, Umweltwissenschaften oder einem verwandten Fachgebiet
- Erfahrung in der Projektkoordination, vorzugsweise in internationalen und interdisziplinären Großprojekten sowie Kenntnisse des deutschen Wissenschaftssystems und Erfahrungen in der Durchführung von Feldarbeiten in den Tropen und/oder Lateinamerika
- Forschungserfahrung in mindestens einer, vorzugsweise mehreren der in GArua involvierten Forschungsfelder: Ökosystemhydrologie, Klimatologie, Ökologie, Epiphytenbiologie, Pflanzenökophysiologie, Bodenkunde, insbesondere in tropischen Ökosystemen ist gewünscht; die Bereitschaft, Basiskonzepte all dieser Disziplinen zu lernen und integrieren wird vorausgesetzt
- eine selbstmotivierte, unabhängige, proaktive, strukturierte, kooperative, positive Arbeitshaltung ist gewünscht
- Bereitschaft, mehrere Monate jährlich in Galapagos zu verbringen und unter manchmal anspruchsvollen Bedingungen (bürokratische Hürden, nasses, kaltes oder auch heißes Wetter, unruhige Bootsfahrten zwischen Inseln, Mücken etc) zu arbeiten sowie die Bereitschaft, Reisen innerhalb von Deutschland und Ecuador für Koordinationszwecke zu unternehmen
- sehr gute Kommunikationsfähigkeiten in Englisch (mindestens C1 Niveau) und in Deutsch und Spanisch (beide mindestens B1 Niveau) - mindestens eine dieser drei Sprachen soll auf C2 Niveau beherrscht werden
Wir bieten
- die Möglichkeit, ein spannendes interdisziplinäres Forschungsprojekt mitzugestalten
- die Möglichkeit, Ihre Koordinations- und wissenschaftlichen Synthesefähigkeiten auszubauen in einem fördernden akademischen Umfeld und an Meetings, Workshops und anderen Weiterbildungsmöglichkeiten in der GArua Forschungsgruppe und an der Universität Marburg teilzunehmen
- die Möglichkeit, ein bis zweimal im Jahr nach Galapgos zu reisen und das Projekt auf internationalen Tagungen vorzustellen und ein großes internationales Netzwerk aufzubauen
Kontakt
Prof. Dr. Maaike Bader
Telefon: +49 6421-2828952
E‑Mail: maaike.bader@uni-marburg.de
Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Als familienfreundliche Hochschule unterstützen wir unsere Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine Besetzung des Arbeitsplatzes in Teilzeit sowie eine Reduzierung der Arbeitszeit ist grundsätzlich möglich.
Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden nicht erstattet. Bitte reichen Sie Ihre Unterlagen als PDF-Datei ein.
Wissenschaftliche*r Projektkoordinator*in (Postdoc) Arbeitgeber: Marburg University
Die Philipps-Universität Marburg ist ein hervorragender Arbeitgeber, der ein kooperatives und förderliches wissenschaftliches Umfeld bietet. Mit modernster Ausstattung und umfangreichen Vernetzungsmöglichkeiten, insbesondere im Exzellenzcluster M4C, unterstützt die Universität die persönliche und wissenschaftliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter*innen durch transparente Tenure Track-Kriterien und individuelle Mentorierung. Zudem legt die Hochschule großen Wert auf Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, was sie zu einem attraktiven Arbeitsplatz für Wissenschaftler*innen in der frühen Karrierephase macht.