Auf einen Blick
- Aufgaben: Datenmanagement und -analyse für spannende archäologische Projekte mit modernster Technologie.
- Unternehmen: LEIZA, ein innovatives Forschungsinstitut mit Fokus auf Archäologie und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
- Vorteile: Flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten und attraktive Sozialleistungen im öffentlichen Dienst.
- Weitere Informationen: Vielfältiges und inklusives Arbeitsumfeld mit hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten.
- Warum dieser Job: Gestalte die Zukunft der Archäologie mit KI und modernen Analysemethoden.
- Qualifikationen: Abschluss in Archäologie oder Informatik, Erfahrung in KI-Algorithmen und Datenanalyse.
Das prognostizierte Gehalt liegt zwischen 49500 - 60500 € pro Jahr.
Das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, ist ein weltweit tätiges archäologisches Forschungsinstitut und Museum mit Hauptsitz in Mainz und weiteren Standorten in Neuwied, Mayen und Schleswig. Seit seiner Gründung im Jahr 1852 widmet sich das Museum den materiellen Hinterlassenschaften aus drei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte mit dem Ziel, menschliches Verhalten und Handeln sowie die Entwicklung und den Wandel von Gesellschaften zu verstehen.
Für den Standort Monrepos in Neuwied suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine:n Computational Archaeologist (m/w/d), EG TV-L 13 in Teilzeit (50%), befristet bis zum .
TNT hat sich zum Ziel gesetzt, die (bio-)chemischen und physikalischen Veränderungen von Knochen während der Diagenese zu untersuchen, um sowohl die Auflösung als auch die Validität der durch traditionelle zooarchäologische Analysen ermittelten taphonomischen Prozessabläufe zu verbessern. Dieser Ansatz integriert mehrere analytische Methoden – FTIR, BSEM, CT, ToolScan und CLSM –, die auf archäologisches Material aus Neumark-Nord (Eemwarmzeit, 125.000 Jahre vor heute) und Rothenklempenow (Holozän, Mesolithikum) sowie auf Knochen aus kontrollierten Mikrokosmos- und ethnoarchäologischen Experimenten angewendet werden.
Die zooarchäologisch sehr gut aufgearbeiteten Fundassoziationen von Neumark-Nord und die Erkenntnisse zu ihrer Taphonomie bilden den Taktgeber, um biostratinomische Prozesse und Analysen zur Knochendiagense miteinander zu verbinden. Der Fundkomplex aus Rothenklempenow wird als ergänzender Testfall dienen, um unseren methodischen Rahmen in einem anderen zeitlichen Kontext zu validieren.
Ihre Aufgaben
- Ihr Aufgabenfeld umfasst das Datenmanagement und die Datenanalyse im Projekt.
- Das Management benötigt die Integration, Zusammenstellung und Publikation unterschiedlichen Daten und Datensätze aus taphonomischen Knochenanalysen und diversen Laboruntersuchungen, insgesamt ein Volumen mit mehreren hunderttausend Einzeldaten. Diese Daten müssen zugeordnet, extrahiert und gemeinsam untersucht werden können.
- Die Datenanalyse beinhaltet die Interpretation der erhobenen Daten und Datensätze durch Modellierungen und Simulationen in hochskalierten zeitlichen Dimensionen. Dazu entwickeln und wenden Sie computergestützte Modelle (Agent-based Modelling, Maschinelles Lernen) für die archäologischen Fragestellungen des Projekts an.
Ihr Anforderungsprofil
- Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Archäologie und Computer Science. Sie verfügen daher über entsprechende Abschlüsse in Archäologie und Angewandter Mathematik/Informatik mit Promotion in einer der beiden Disziplinen.
- Sie haben bereits erfolgreich KI-Algorithmen und Simulationssysteme für die archäologische Forschung entwickelt, angewendet und publiziert.
- Sie haben einen guten „Track record“ an hochrangigen Publikationen, die Ihre Expertise widerspiegeln.
- Sie haben hervorragende Kenntnisse zu den verschiedenen Fundassoziationen von Neumark-Nord und ihrer taphonomischen Besonderheiten.
- Sie haben Erfahrung in der Integration und Auswertung heterogener Messdaten aus unterschiedlichen Laborverfahren – etwa spektroskopischer Daten (FTIR), bildgebender Verfahren (BSEM, CT, CLSM) sowie 2,5D-/3D-Datensätze – und in ihrer Überführung in gemeinsam auswertbare Datenstrukturen.
- Sie verfügen über Erfahrung in der nachhaltigen Publikation von Forschungsdaten und Simulationsmodellen in einschlägigen Repositorien (z. B. CoMSES, Zenodo) nach den FAIR-Prinzipien.
- Sie haben nachweisliche Erfahrung in der Modellierung und Simulation von Prozessen über lange Zeitskalen (10³–10⁵ Jahre) sowie in der Validierung solcher Modelle anhand archäologischer Befunde.
- Sie sind in der Lage, Methodenkompetenz in Modellierung und Simulation an Projektbeteiligte zu vermitteln (Workshops, Schulungen, Lehre) und komplexe Analyseergebnisse für interdisziplinäre Partner nachvollziehbar aufzubereiten.
- Sie sind teamfähig und synergiegetrieben und möchten Ihre Expertise und Fähigkeiten in eine diverse Arbeitsgruppe einbringen.
Projekt- und Publikationssprache ist Englisch; Deutschkenntnisse sind erwünscht, aber keine Voraussetzung.
Eine Vergütung bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L bei Vorliegen der persönlichen und tariflichen Voraussetzungen. Sozialleistungen entsprechend den Regelungen des öffentlichen Dienstes einschließlich einer zusätzlichen betrieblichen Altersversorgung (VBL) sowie einer Jahressonderzahlung nach den Vorgaben des TV-L, Bezuschussung zum Deutschlandticket iHv 50 %.
Flexible Arbeitszeiten mit bis zu fünf ganzen oder zehn halben Gleittagen im Monat und großzügigen Regelungen zum mobilen Arbeiten. Ein Arbeitsumfeld, in dem die Chancengleichheit und Gleichstellung aller Beschäftigten aktiv gefördert wird. Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind uns ein wichtiges Anliegen. Wir sind zertifiziert nach audit berufundfamilie.
Der Beschäftigungsumfang beträgt 50 % der regelmäßigen Arbeitszeit; die Stelle ist über die Laufzeit des Projektes befristet bis zum . Neben beruflicher Sicherheit und Familienfreundlichkeit bieten wir Ihnen ein attraktives, vielfältiges Arbeitsumfeld, zuverlässige Strukturen sowie eine abwechslungsreiche Tätigkeit.
Wir fördern die Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sind zertifiziert nach audit berufundfamilie. Das LEIZA möchte die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln und begrüßt Bewerbungen von allen qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern unabhängig von Alter, Behinderung, Geschlecht, Nationalität, Religion oder sexueller Orientierung. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber (bitte Nachweise beifügen!) sowie Frauen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Computational Archaeologist (m/w/d) Arbeitgeber: NFDI for Data Science
Das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) bietet als Arbeitgeber ein inspirierendes und unterstützendes Arbeitsumfeld, das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aktiv fördert. Mit flexiblen Arbeitszeiten, der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten und einem starken Fokus auf Chancengleichheit ist LEIZA ideal für Fachkräfte, die in einem dynamischen Team an innovativen archäologischen Projekten arbeiten möchten. Zudem profitieren Mitarbeiter von einer attraktiven Vergütung und umfangreichen Sozialleistungen im Rahmen des öffentlichen Dienstes.