Wer Hochwasser rechnen kann, gestaltet hier das Werkzeug
FloodWaive entwickelt KI-gestützte Lösungen, die Hochwasserrisiken früher sichtbar, besser bewertbar und verständlicher kommunizierbar machen. Wir verbinden Deep Learning, hydrologische Modelle und Datenanalyse, damit Versicherungen, öffentliche Institutionen, Industrie und Katastrophenschutz fundierte Entscheidungen treffen können. Wir arbeiten nicht an der Vermeidung des Klimawandels, sondern an seinen Folgen. Unser Ziel ist es, Menschen, Unternehmen und Kommunen widerstandsfähiger gegenüber Hochwasser zu machen.
FloodWaive ist ein Spin-off der RWTH Aachen, gegründet 2023, heute rund 30 Personen. Unsere meistgenutzte Anwendung ist der Risk Analyzer. Mit ihm rechnen, bewerten und kommunizieren Fachanwender Hochwasserrisiken, intern wie bei Kunden. Wir suchen eine erfahrene Persönlichkeit, die Hochwasseranalysen selbst rechnet, begutachtet oder beauftragt: im Ingenieurbüro, im Wasserverband, in einer Behörde, bei einem Versicherer oder in einer Produktrolle, in der das Fach dazugekommen ist.
Hydraulisches und hydrologisches Verständnis ist Bedingung, nicht Beiwerk. Wenn du dein Urteil künftig nicht in ein einzelnes Ergebnis legen willst, sondern in das Werkzeug selbst, bist du hier richtig.
Deine Rolle
Du kommst als Product Owner für den Risk Analyzer an Bord und berichtest direkt an die Geschäftsführung. Du verantwortest die fachliche Produktrichtung des Risk Analyzers: von der Analyse vergangener Ereignisse über die Bewertungslogik, die aus Wassertiefen Betroffenheit und Schaden macht, bis zur Maßnahmenplanung und zur geteilten Ergebnisansicht für Externe. Du entwickelst die Roadmap, priorisierst und begründest, innerhalb der gemeinsam vereinbarten Produktziele und mit den vereinbarten Reviews und Freigaben.
Deine Woche
Du siehst dir an, was Anwender gerechnet haben, sprichst mit ihnen, öffnest strittige Ergebnisse selbst im Produkt und erarbeitest, was als Nächstes entsteht.
Kernauftrag in den ersten zwölf Monaten
- Ein eigener Draht zu den wichtigsten Anwendergruppen des Risk Analyzers und ein regelmäßiger Feedback-Rhythmus
- Eine mit Geschäftsführung und Fachteam abgestimmte Roadmap, die gelebt wird
- Releases, die nach dem vereinbarten Prozess zugeschnitten sind und bei Anwendern in Nutzung gehen
- Eine versioniert dokumentierte Bewertungslogik mit Quellen und Unsicherheitsbändern
So arbeiten wir heute
Der Risk Analyzer ist bei Kunden und intern täglich in Nutzung. Wie der Rechenkern numerisch löst, verantwortet die Softwareentwicklung. Die Datenstrecken verantwortet die Geoinformatik. Modellannahmen und Validierung verantwortet die hydrologische Fachrolle.
Unsere Hochwasser-Vorhersage (Forecast) ist ein eigenes Feld und intern besetzt; du hältst die Schnittstellen des Risk Analyzers dorthin konsistent, verantwortest die Vorhersage aber nicht. Dein Beitrag ist die fachliche Deutung und die Priorisierung, im Zusammenspiel mit diesen Rollen.
Produktrichtung und Releases
- Du entwickelst die Roadmap des Risk Analyzers, priorisierst fachliche Fragen und stimmst sie mit Geschäftsführung und Fachteam ab.
- Du bereitest die Kernabwägung des Felds auf: mehr Abdeckung oder mehr Aussagekraft je Objekt. Deine Empfehlung vertrittst du im Review.
- Du schneidest Releases zu. Fertig ist etwas, wenn Anwender damit arbeiten können; die Freigabe läuft über den vereinbarten Release-Prozess.
Nutzwert und Nachvollziehbarkeit
- Du ordnest den Weg vom Gebietszuschnitt über Modellwahl, Daten und Niederschlag bis zum gedeuteten Ergebnis, damit Fachanwender ihn ohne Umweg durchlaufen.
- Du machst Ergebnisse messbar und Unsicherheit bedienbar: Ganglinien, Volumina, Perzentile, Szenarienvergleich in der Differenzansicht.
- Du gestaltest die Bewertungslogik gemeinsam mit dem Fachteam: Gefahrenbänder, Expositionsklassen und Schadenskurven tragen Quelle und Unsicherheitsband, jede Analyse friert eine veröffentlichte Fassung ein.
- Du formulierst Aussagegrenzen und Reproduzierbarkeit als Produktanforderungen, damit niemand ein Ergebnis über seinen Zweck hinaus verwendet.
Anwender und Prioritäten
- Du sprichst selbst mit Anwendern in Kommunen, Wasserverbänden, Behörden, im Katastrophenschutz, in der Versicherungswirtschaft und in der Industrie und leitest Prioritäten aus der tatsächlichen Nutzung ab, ohne die Roadmap vom Einzelfall bestimmen zu lassen.
- Du wägst zwischen Kundenanforderung, Machbarkeit und Aufwand ab und hältst die Begründung nachvollziehbar fest.
- Du zeigst das Produkt in Kundenterminen selbst und stehst für die Reihenfolge ein, die du vorgeschlagen hast.
Das brauchst du
- Studium im Bauingenieurwesen (Vertiefung Wasser), Umweltingenieurwesen, Hydrologie, Geowissenschaften oder einem verwandten Fach, alternativ eine im Fach erworbene, vergleichbare Praxisqualifikation.
- Mehrjährige Praxis mit Hochwasser- und Starkregenanalysen, 2D-Modellierung, Gefahrenkarten oder Bemessung, ob selbst gerechnet, geprüft oder beauftragt.
- Produktdenken: Du übersetzt Anwenderprobleme in priorisierte, umsetzbare Lösungen und prüfst eigene Überzeugungen an Anwendern, statt sie vorauszusetzen.
- Erfahrung darin, Vorhaben zu verantworten und zu priorisieren: Umfang zuschneiden, unter Termindruck entscheiden, konkurrierende Interessen abwägen.
- Die Fähigkeit, fachliche Zusammenhänge so zu beschreiben, dass Entwicklung, Kunden und Behörden dieselbe Entscheidung daraus ableiten.
- Verhandlungssicheres Deutsch für Kunden und Behörden sowie sehr gutes Englisch für Team und Forschung.
Hilfreich, aber kein Muss
- Vertrautheit mit den Größen, in denen Behörden und Versicherer rechnen: Wiederkehrintervalle wie das HQ100, Niederschlags-Abfluss-Zusammenhänge, Schadenpotenzial und Elementarrisiko.
- Erfahrung mit Geodaten, Koordinatensystemen, GIS-Werkzeugen und amtlichen Datengrundlagen.
- Erfahrung mit Vorhersage- oder Frühwarnsystemen, Ensembles oder Schwellenwertlogik.
- Ein Product-Owner-Zertifikat erwarten wir nicht. Produktmethodik lernst du bei uns, Fachtiefe bringst du mit.
Was wir bieten
- Eine Produktrolle mit echtem Gestaltungsspielraum innerhalb vereinbarter Ziele: Deine Priorisierungen erreichen die Anwender laufend, nicht im Quartalstakt.
- Direkte Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und Kontakt zu Anwendern in Versicherungswirtschaft, öffentlichen Institutionen, Industrie, Katastrophenschutz und Forschung.
- Ein interdisziplinäres Team aus Wasserbau und Hydrologie, Geoinformatik, Softwareentwicklung und KI mit wissenschaftlichem Beirat, in dem du für jede Entscheidung ein Gegenüber findest.
- Weiterbildung und Fachkonferenzen im Wasser- und Produktumfeld.
- Strukturierte Einarbeitung und viel Eigenverantwortung.
Rahmendaten
- Standort: Aachen, mit flexiblen Arbeitszeiten.
- Remote-Arbeit ist möglich und vorgesehen, mindestens ein Präsenztag pro Woche.
- Umfang: Vollzeit, unbefristet.
- Start: ab sofort.
Dein Impact
Diese Rolle verwaltet kein Backlog. Sie prägt den fachlichen Kern des Produkts, mit dem unsere Anwender reale Risikoentscheidungen treffen. Die Flut im Juli 2021 verursachte über 40 Milliarden Euro volkswirtschaftlichen Schaden, versichert waren davon rund 8,5 Milliarden. Solange diese Lücke besteht, brauchen Versicherer, Kommunen und Industrie jedes Jahr genauere Grundlagen.
Im Projektgeschäft gilt deine Arbeit für ein Gebiet und endet mit der Abgabe, im großen Softwarehaus steht am Ende einer Abstimmungskette jemand anderes. Hier fließt dein fachliches Urteil direkt in das Werkzeug, und mit den Ergebnissen arbeiten Anwender heute. Weil die Aufgabe dauerhaft ist, ist auch diese Stelle unbefristet.
Informationen zur Verarbeitung deiner Bewerbungsdaten findest du in unserer Datenschutzerklärung: https://www.floodwaive.de/privacy.
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Product Owner Risk Analyzer (m/f/d) in Aachen Arbeitgeber: Notz Metall AG
NOTZgroup ist ein hervorragender Arbeitgeber, der seinen Mitarbeitern in Brügg (Bienne) ein dynamisches und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld bietet. Mit einem starken Fokus auf internationale Kunden und einer Vielzahl von sozialen Leistungen fördert das Unternehmen die persönliche und berufliche Entwicklung seiner Mitarbeiter und ermöglicht es ihnen, ihre unternehmerischen Fähigkeiten in einem innovativen Umfeld zu entfalten.