Auf einen Blick
- Aufgaben: Verwalte Akten und unterstütze Richter und Staatsanwälte in einem dynamischen Team.
- Unternehmen: Öffentlicher Dienst in Baden-Württemberg mit vielfältigen Karrieremöglichkeiten.
- Vorteile: Gutes Einstiegsgehalt, flexible Arbeitszeiten und eine sichere Zukunft.
- Weitere Informationen: Ausbildung beginnt am 1. September an mehreren Standorten.
- Warum dieser Job: Gestalte die Justiz aktiv mit und arbeite mit Menschen aus verschiedenen Lebenslagen.
- Qualifikationen: Mittlerer Bildungsabschluss und Organisationstalent sind gefragt.
Das prognostizierte Gehalt liegt zwischen 3000 - 3500 € pro Monat.
Ein Beruf mit Verantwortung. Justizfachangestellte arbeiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften. Sie unterstützen im Team mit Justizfachwirten Richter, Staatsanwälte und Rechtspfleger. Dabei sind sie selbständig für einen zügigen Ablauf des Geschäftsbetriebs verantwortlich. Eine besonders wichtige Voraussetzung ist daher ein ausgeprägtes Organisationstalent.
Zu den Aufgaben von Justizfachangestellten gehören das Anlegen und vor allem das selbständige Verwalten von Akten, bislang noch in Papierform. In den kommenden Jahren werden jedoch elektronische Akten die bisherigen Papierakten ablösen. Darüber hinaus übernehmen Justizfachangestellte verantwortungsvolle Tätigkeiten wie Berechnung und Überwachung von Fristen sowie die Berechnung und Einforderung von Gerichtskosten. Gleichzeitig stehen Justizfachangestellte als Ansprechpartner für ratsuchende Bürger zur Verfügung und haben bei der Aufnahme von Anträgen und Erklärungen immer wieder Kontakt mit Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen.
Ein Beruf mit Vielseitigkeit. Justizfachangestellte sind in das gesamte gerichtliche Verfahren involviert: vom Eingang des ersten Schriftstücks eines Verfahrens bis zum Ende und der sich daran anschließenden Aussonderung der Akten. Während des Verfahrens bearbeiten Justizfachangestellte den Posteingang und den Postausgang. Zudem erstellen sie Schriftstücke aller Art wie zum Beispiel Ladungen an Parteien und Zeugen zu gerichtlichen Terminen. Justizfachangestellte arbeiten in allen Abteilungen der Gerichte und sind unter anderem Spezialisten für:
- Strafverfahren
- Zivilverfahren
- Zwangsvollstreckungs- und Zwangsversteigerungsverfahren
- Insolvenzverfahren
- Familien- und Betreuungsverfahren
- Nachlassangelegenheiten
- Grundbuchangelegenheiten
- Handels- und Vereinsregisterangelegenheiten
Insbesondere in Strafverfahren unterstützen Justizfachangestellte die Richter durch Führen eines Protokolls während der Strafverhandlung. Nachdem Richter und Rechtspfleger ihre Entscheidungen getroffen haben, veranlassen Justizfachangestellte die Zustellung oder Veröffentlichung der Urteile und Beschlüsse. Bei den Staatsanwaltschaften sind sie in der Ermittlungs- oder der Strafvollstreckungsabteilung tätig. Darüber hinaus nehmen Justizfachangestellte verantwortungsvolle Aufgaben in der Verwaltung eines Gerichts oder einer Staatsanwaltschaft wahr.
Ein Beruf mit Perspektive. Justizfachangestellte können im gesamten Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart (Landesteil Württemberg) arbeiten. Insgesamt gehören 8 Landgerichte, 8 Staatsanwaltschaften und 56 Amtsgerichte zum Bezirk. Durch die Größe der Organisation und der dezentralen Struktur können Justizfachangestellte auch in ländlicheren Gegenden arbeiten. Auch ein Wechsel des Aufgabengebiets innerhalb einer Behörde oder ein Wechsel zwischen den einzelnen Behörden ist möglich. Im Vergleich zu anderen Berufen im öffentlichen Dienst beginnen Justizfachangestellte in der Regel mit einem höheren Einstiegsgehalt. Die Eingruppierung erfolgt zu Beginn in der Regel in der Entgeltgruppe 9a (in anderen Verwaltungen i.d.R. in Entgeltgruppe 5). Im Vergleich zur freien Wirtschaft bietet der öffentliche Dienst eine besonders gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere durch die diversen Teilzeitmodelle.
Justizfachangestellte sind im öffentlichen Dienst des Landes Baden-Württemberg beschäftigt und werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bezahlt. Bei einer Beschäftigung in den Serviceeinheiten der Gerichte und Staatsanwaltschaften erfolgt in der Regel eine Bezahlung nach Entgeltgruppe 9a (TV-L). Justizfachangestellte, die ihre Ausbildung mit einem guten Prüfungsergebnis abschließen und die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, haben bereits nach einer mindestens einjährigen Berufspraxis die Möglichkeit, eine sechsmonatige Zusatzausbildung für die Beamtenlaufbahn des mittleren Justizdienstes (Justizfachwirt/in) zu absolvieren. Diese sechsmonatige Zusatzausbildung gliedert sich in einen fachtheoretischen Lehrgang von vier Monaten zur Vermittlung von vertieften Rechtskenntnissen sowie eine Praxisphase von zwei Monaten. Justizfachwirte nehmen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften unter anderem herausgehobene Mitarbeiteraufgaben wahr, z.B. in der Geldstrafenvollstreckung, im Mahnverfahren und im Hinterlegungsverfahren.
Die Ausbildung im Überblick. Die staatlich anerkannte Ausbildung zur/zum Justizfachangestellten beginnt jeweils am 1. September bei einem der 11 Ausbildungszentren in Böblingen, Ellwangen, Hechingen, Heilbronn, Ludwigsburg, Ravensburg, Rottweil, Stuttgart, Tübingen, Ulm oder Waiblingen. Neben theoretischem Unterricht in der Berufsschule (Standorte Ellwangen, Heilbronn, Stuttgart und Ravensburg) und im Ausbildungszentrum ist die praktische Ausbildung bei einem der 56 Land- und Amtsgerichte und den Staatsanwaltschaften in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen ein wichtiger Bestandteil. Hier durchlaufen die Auszubildenden die einzelnen Abteilungen und gewinnen so einen umfassenden Eindruck von ihrem künftigen Beruf. Neben der Bearbeitung von Akten erlernen die Auszubildenden den Umgang mit ratsuchenden Bürgern. Im 2. Ausbildungsjahr wird eine theoretische Zwischenprüfung in den Ausbildungszentren abgelegt. Mit der schriftlichen Abschlussprüfung in der Berufsschule und einer praktischen Prüfung beim Prüfungsausschuss beim Oberlandesgericht endet die Ausbildung bereits nach 2,5 Jahren. Während der gesamten Ausbildung werden die Auszubildenden durch besonders qualifizierte Ausbildungsleiter betreut.
Bewerbungsverfahren. Wenn Ihnen selbstständige Arbeit in einem Team Freude bereitet und Sie sich auch bei großem Arbeitsvolumen, Zeitdruck und im Umgang mit unterschiedlichen Menschen nicht aus der Ruhe bringen lassen, ist die Ausbildung zum/zur Justizfachangestellten genau das Richtige für Sie. Voraussetzung für die Einstellung ist ein mittlerer Bildungsabschluss (z.B. mittlere Reife). Auf Basis der Bewerbungsunterlagen findet eine Vorauswahl statt, nach der Bewerberinnen und Bewerber zu einem Test und ggfls. späteren Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Die Bewerbung erfolgt im Rahmen des Online-Bewerbungsverfahrens. Bitte beziehen Sie sich in einer Bewerbung auf AZUBIYO und geben Sie die unten genannte Referenznummer an. Folgende Unterlagen müssen der Bewerbung beigefügt werden:
- das Bewerbungsschreiben
- ein Lichtbild aus neuster Zeit
- einen individuell gestalteten Lebenslauf
- die Schulzeugnisse der letzten 3 Schulhalbjahre - bei Wirtschaftsschülern auch das Zeugnis über den Hauptschulabschluss
- ggf. Zeugnisse über bestandene Prüfungen
- ggf. Zeugnisse über Ausbildungs- und Beschäftigungszeiten seit Beendigung der Schulzeit
- bei Minderjährigen eine Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertreter (in der Regel Vater und Mutter)
Ausbildung Justizfachangestellte/r (w/m/d) 2027 Arbeitgeber: Oberlandesgericht Stuttgart
Die Ausbildung zum/zur Justizfachangestellten bietet eine verantwortungsvolle und vielseitige Tätigkeit im öffentlichen Dienst des Landes Baden-Württemberg. Mit einem hohen Einstiegsgehalt, flexiblen Teilzeitmodellen und der Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung, wie der Zusatzausbildung zum Justizfachwirt, ist die Position besonders attraktiv. Zudem profitieren die Auszubildenden von einer umfassenden Betreuung durch qualifizierte Ausbildungsleiter und einem strukturierten Ausbildungsprogramm an verschiedenen Standorten, was eine hervorragende Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht.
Kontaktdaten:
Oberlandesgericht Stuttgart Recruiting-Team
StudySmarter Expertenrat🤫
Wir sind der Meinung, dass Sie so Ausbildung Justizfachangestellte/r (w/m/d) 2027 erhalten könnten
✨Das richtige Netzwerk aufbauen
Such dir lokale Anwaltsschulen und Rechtsanwaltskammern, die häufig Veranstaltungen oder Seminare anbieten. Das ist die perfekte Gelegenheit, um mit anderen Azubis und erfahrenen Juristen in Kontakt zu treten. Wir wissen, dass Networking gerade im Rechtsbereich unerlässlich ist!
✨Praktika und Werkstudentenstellen
Schau dir die Praktika oder Werkstudentenstellen an, die von großen Kanzleien und Unternehmen in der Rechtsbranche angeboten werden. Diese Positionen sind nicht nur super, um Praxiserfahrung zu sammeln, sondern auch um persönliche Kontakte zu knüpfen und vielleicht direkt für eine Ausbildung bei Oberlandesgericht Stuttgart empfohlen zu werden.
✨Schul- und Karriere-Messen nutzen
Besuche lokale Schul- und Karriere-Messen, die sich auf den Rechtsbereich konzentrieren. Diese Events sindGold wert, denn du kannst deinen Wunscharbeitgeber direkt ansprechen und einen positiven ersten Eindruck hinterlassen. Außerdem sind viele Unternehmen auf solchen Messen aktiv auf der Suche nach neuen Auszubildenden!
✨Bewerbungsphase nutzen
Nutze die Bewerbungsphase, um deine Unterlagen zu optimieren und direkt über unsere Website bei Oberlandesgericht Stuttgart zu bewerben. Bei uns bist du genau richtig, um deine Leidenschaft für das Recht zu zeigen und deine angehenden Kollegen zu begeistern!
Wir glauben, dass du diese Fähigkeiten brauchst, um Ausbildung Justizfachangestellte/r (w/m/d) 2027 mit Bravour zu bestehen
Einige Tipps für deine Bewerbung 🫡
Verliebe dich in die juristische Sprache:Bei einer Bewerbung im juristischen Bereich ist es wichtig, die formale Sprache zu beherrschen. Achte darauf, deine Argumente klar und präzise zu formulieren. Das zeigt, dass du die juristischen Grundsätze verstehst und auch schreiben kannst wie ein Profi – das ist für uns eine große Pluspunkt!
Dokumente, die überzeugen:Mach dir Gedanken über deine Unterlagen! Ein strukturiertes Anschreiben und ein tabellarischer Lebenslauf sind das A und O. Betone in deinem Lebenslauf Praktika oder Nebenjobs, die rechtliche Erfahrungen beinhalten oder rechtlich relevante Fähigkeiten zeigen, auch wenn das noch nicht viel ist.
Zeig deine Motivation für die Ausbildung:Im Anschreiben solltest du unbedingt zeigen, warum du eine Ausbildung bei Oberlandesgericht Stuttgart machen möchtest. Berichte von deinen bisherigen Erfahrungen im rechtlichen Bereich oder spezifischen Fällen, die dein Interesse geweckt haben. Unternehmen wie Oberlandesgericht Stuttgart suchen nach Bewerbern, die mit Begeisterung und einem klaren Ziel ins Berufsleben starten wollen!
Netzwerk nutzen!:Falls du schon Kontakte in der juristischen Welt hast – egal ob durch Praktika, Studienkollegen oder Professoren – scheue dich nicht, diese zu nutzen! Einfühlsame Empfehlungen oder Insider-Infos zu Oberlandesgericht Stuttgart könnten dir einen Vorteil verschaffen. Lass uns wissen, was du darüber gehört hast, wenn du uns deine Bewerbung schickst!
Wie man sich auf ein Vorstellungsgespräch bei Oberlandesgericht Stuttgart vorbereitet
✨Juristische Grundlagen auffrischen
Bevor du zum Interview bei Oberlandesgericht Stuttgart gehst, solltest du dich mit den Grundlagen des Rechts vertraut machen. Das kann von bisherigen Fällen bis hin zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen reichen. Wenn du in der Lage bist, über relevante Themen zu sprechen, zeigt das dein Interesse und Engagement!
✨Deine Kommunikation üben
In der Rechtsbranche ist es wichtig, klar und präzise zu kommunizieren. Übe, deine Gedanken strukturiert darzustellen. Versuche, deine Argumentation in simulierten Interviews zu präsentieren – das wird dir helfen, im echten Interview sicherer aufzutreten.
✨Vertrautmachen mit praktischen Beispielen
Für eine Ausbildung im Recht kann es wichtig sein, praktische Beispiele oder Fälle zu kennen. Überlege dir einige bedeutende Fälle oder rechtliche Prinzipien, die du im Interview anführen kannst. So kannst du zeigen, wie du dein theoretisches Wissen in der Praxis umsetzen würdest!
✨Kenntnis von relevanten Tools und Ressourcen
Mach dich mit den Tools und Datenbanken vertraut, die häufig in der Rechtsbranche genutzt werden, wie zum Beispiel Juris oder Beck-Online. Diese Kenntnisse können dir im Interview helfen, indem du zeigst, dass du nicht nur die Theorie beherrschst, sondern auch bereit bist, die praktischen Hilfsmittel zu verwenden.