Das Institut für Ostseefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, sucht am Standort Rostock, vorbehaltlich der Bewilligung seitens des Mittelgebers, zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 30.06.2029 eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in / Doktorand*in im Bereich Fischerei-/Meeresbiologie oder einer vergleichbaren Fachrichtung (w/m/d) in Teilzeit mit 65 v. H. der regelmäßigen Arbeitszeit (zzt. 25,35 Stunden/Woche) zur Mitarbeit im Projekt „Untersuchung der Rücksetzsterblichkeit und Habitatnutzung von Meerforellen in der Ostsee als Basis für ein nachhaltiges Fischereimanagement (MefoTrack-MV)“. Vorbehaltlich der Bewilligung seitens des Mittelgebers wird eine Weiterbeschäftigung angestrebt, um eine Beschäftigungsdauer von mindestens 36 Monaten zu ermöglichen.
Das Projekt „Untersuchung der Rücksetzsterblichkeit und Habitatnutzung von Meerforellen in der Ostsee als Basis für ein nachhaltiges Fischereimanagement (MefoTrack-MV)“ ist vom Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert.
Die Meerforelle besitzt sowohl für die Freizeitfischerei als auch für die kleinskalige Küstenfischerei in der Ostsee eine hohe Bedeutung. Dabei entfallen etwa 80 % der Gesamtanlandungen auf die Freizeitfischerei.
Ziel von MefoTrack-MV ist es, die Überlebensraten von Meerforellen nach dem Fang und Zurücksetzen sowie ihre marine Habitatnutzung in der südwestlichen Ostsee zu untersuchen. Hierzu werden zwei Markierungsexperimente mit Pop-up Satellite Archival Tags (PSATs) und Data Storage Tags (DSTs) durchgeführt. Die gewonnenen Daten sollen Aufschluss über Rücksetzsterblichkeit, Wanderverhalten, Aufenthaltsgebiete sowie genutzte Tiefen- und Temperaturbereiche geben.
Auf Grundlage der Ergebnisse sollen praxisnahe Empfehlungen zur Reduzierung negativer Rückwurfeffekte und zur Verbesserung des Fischwohls entwickelt werden. Gleichzeitig sollen die Erkenntnisse zur räumlichen und saisonalen Habitatnutzung dazu beitragen, besonders relevante Aufenthaltsgebiete und Zeiträume zu identifizieren und eine wissenschaftliche Grundlage für ein nachhaltiges Fischereimanagement der Meerforelle in der Ostsee zu schaffen.
Am Thünen-Institut für Ostseefischerei werden Sie Teil eines interdisziplinären Teams aus Fischereibiolog*innen, Survey-Statistiker*innen, GIS-Expert*innen und Sozialwissenschaftler*innen.
Die Stelle dient der eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung und bietet die Möglichkeit der Erarbeitung einer Promotion. Das Thünen-Institut kooperiert hierzu mit diversen Universitäten. Die Befristung des Arbeitsverhältnisses erfolgt innerhalb der Höchstbefristungsdauer nach § 2 Abs. 1 Satz 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem TVöD Bund und wird bei Erfüllung der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 TVöD Bund vergütet – das entspricht einem Jahresgehalt von 62.489,15 € bis 89.579,84 € bei Vollbeschäftigung.