Auf einen Blick
- Aufgaben: Teile deine Erfahrungen und Fragen zu Assistenz, persönlichem Budget und Therapiehoffnungen.
- Unternehmen: Engagierte Community, die sich für Menschen mit Sehverlust einsetzt.
- Vorteile: Lerne von Experten, knüpfe Kontakte und teile wertvolle Informationen.
- Weitere Informationen: Offene und freundliche Atmosphäre, in der jeder willkommen ist.
- Warum dieser Job: Sei Teil eines wichtigen Austauschs und unterstütze andere in ähnlichen Situationen.
- Qualifikationen: Interesse an Themen rund um Assistenz und persönliche Unterstützung.
Zwei Männer und zwei Frauen sitzen an einem Tisch. Jeder hat eine gelbe Tasse mit der Aufschrift PRO RETINA Usher Cafe vor sich. Ein Buch mit dem Titel EUTB liegt auf dem Tisch. Am 18. März 2026 fand das 20. Usher-Café statt. Die geplante EUTB-Referentin hatte krankheitsbedingt abgesagt – Dirk Moos leitete den Abend trotzdem, und das klappte gut. Die Teilnehmenden hatten genug Erfahrungen und offene Fragen mitgebracht, um den ganzen Abend zu füllen.
Optogenetik: Was erhoffen wir uns von neuen Therapien?
Zu Beginn sprachen wir über eine aktuelle Interviewstudie der Universität Marburg, die untersucht, welche Erwartungen Menschen mit fortgeschrittenem Sehverlust an die Optogenetik-Therapie haben. Im Hintergrund steht die Firma Nanoscope Therapeutics, die mit ihrem Ansatz in der klinischen Entwicklung am weitesten fortgeschritten ist. Bei der Optogenetik werden lichtempfindliche Proteine in noch funktionsfähige Netzhautzellen eingeschleust. Diese Zellen sollen dann wieder auf Licht reagieren und Signale an den Sehnerv weiterleiten. Vollständiges Sehen wird damit nicht wiederhergestellt – aber schon kleine Verbesserungen können im Alltag viel bedeuten.
Was wünschen wir uns konkret? Die Antworten waren sehr persönlich: Dass der Sehverlust nicht weiter fortschreitet. Dass man Hell und Dunkel unterscheiden kann – denn zu erkennen, wo ein Fenster oder eine Lampe ist, hilft schon bei der Orientierung. Dass man einen Bildschirm ablesen oder Gesichtsausdrücke erkennen könnte. Dass Kontraste wieder deutlicher werden, statt in weißem Nebel zu verschwimmen. Nanoscope Therapeutics rechnet damit, 2027 auf den Markt zu kommen – ob das realistisch ist, bleibt abzuwarten. Die Sicherheitsstudien haben sie jedenfalls abgeschlossen. Wer sich für die Marburger Studie interessiert, findet Infos im aktuellen Pro Retina-Newsletter.
Persönliche Assistenz: Wie finden wir den richtigen Weg?
Den meisten Raum nahm der Austausch über persönliche Assistenz ein. Ohne die EUTB-Referentin brachten die Teilnehmenden selbst ihre Erfahrungen mit – von der Recherchephase bis zum Gerichtsverfahren. Eine Teilnehmerin berichtete, dass Taubblindenassistentinnen für medizinische Begleitung direkt mit der Krankenkasse abrechnen können – auch Wartezeiten in Arztpraxen werden vergütet. Für viele war das neu. Über den Taubblindenassistenz-Verband (TBA) kann man Kontakt zu qualifizierten Assistenzkräften aufnehmen. Wichtig ist die Unterscheidung: Brauche ich Taubblindenassistenz oder reicht eine Hör-Sehbehinderten-Assistenz? Wer lautsprachorientiert ist und nicht gebärdet, braucht nicht zwingend eine vollqualifizierte TBA – denn die Kostenunterschiede sind erheblich. Der TBA-Verband gibt einen Stundensatz von rund 68 Euro an, während Hör-Sehbehinderten-Assistenz deutlich günstiger sein kann.
Persönliches Budget: Chancen und Stolpersteine
Wer persönliche Assistenz über die Eingliederungshilfe finanzieren möchte, kommt am Thema Persönliches Budget kaum vorbei. Die Grundidee: Statt Sachleistungen erhält man einen monatlichen Geldbetrag und organisiert die Assistenz selbst. Was einfach klingt, hat in der Praxis etliche Tücken. Ein Teilnehmer, der dreieinhalb Jahre um sein Budget kämpfen musste, erzählte davon freimütig. Die Behörden versuchen häufig, Kosten abzuwälzen – wer einen Pflegegrad hat, bekommt schnell zu hören, dass bestimmte Leistungen darüber abgedeckt seien. Auch Einkommen und Vermögen spielen eine Rolle; die Freigrenze liegt bei rund 66.000 Euro Jahreseinkommen. Besonders hilfreich war der Hinweis: Beim Antrag immer den eigenen Bedarf in den Vordergrund stellen. Nicht „Ich brauche Assistenz, damit mein Partner entlastet wird“, sondern „Ich möchte selbstständig einkaufen gehen” oder „Ich möchte für mein Kind sorgen können”. Die Formulierung kann über Bewilligung oder Ablehnung entscheiden. Gute Nachricht: Nicht verbrauchtes Budget muss nicht sofort zurückgezahlt werden. Es bleibt auf dem Konto und wird bei der nächsten Planung berücksichtigt. Änderungen des Bedarfs werden im Gesamtplanverfahren besprochen. Dirk Moos wies auf eine Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Persönlichen Budget hin, die als PDF heruntergeladen werden kann.
Dienstleistermodell oder Arbeitgebermodell?
Ein weiteres Thema war die Wahl zwischen Dienstleistermodell und Arbeitgebermodell. Beim Dienstleistermodell beauftragt man einen Anbieter, der die Assistenzkräfte stellt. Das klingt bequem, hat aber Nachteile: Man hat wenig Einfluss darauf, wer kommt, und ist an den Dienstleister gebunden. Ein Teilnehmer berichtete von schlechten Erfahrungen: Der Rechtsbeistand, den ein Dienstleister vermittelte, arbeitete im Interesse des Dienstleisters, nicht des Klienten. Auch der Wechsel weg vom Dienstleister war schwieriger als erwartet. Im Arbeitgebermodell stellt man seine Assistenz selbst ein – das gibt mehr Freiheit, erfordert aber mehr Eigeninitiative. Wer das nicht allein stemmen kann, kann einen Dienstleister mit der Verwaltung beauftragen.
Assistenz finden: Wo und wie?
Die praktische Frage „Wo finde ich überhaupt eine Assistenz?
20. Usher-Café: Austausch über Assistenz, Persönliches Budget und Therapiehoffnungen Arbeitgeber: PRO Retina
Nanoscope Therapeutics ist ein herausragender Arbeitgeber, der sich durch eine engagierte und unterstützende Arbeitskultur auszeichnet. Mitarbeiter profitieren von vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten in einem innovativen Umfeld, das sich auf die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust konzentriert. Die Lage in Marburg bietet zudem eine inspirierende Umgebung, die den Austausch und die Zusammenarbeit fördert.
StudySmarter Expertenrat🤫
Wir sind der Meinung, dass Sie so 20. Usher-Café: Austausch über Assistenz, Persönliches Budget und Therapiehoffnungen erhalten könnten
✨Mach dich sichtbar in der Community!
Such dir lokale Veranstaltungen und Workshops in der Sozialarbeit und bring dich dort ein. Es ist eine großartige Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen, dein Netzwerk zu erweitern und vielleicht schon mal den ersten Fuß in die Tür zu setzen!
✨Nutze soziale Medien für den guten Zweck!
Plattformen wie Facebook und Instagram haben viele Gruppen für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Sozialarbeit. Tritt diesen Gruppen bei, teile deine Geschichten und Projekte, um dein Engagement sichtbar zu machen und andere zu inspirieren.
✨Direkte Ansprache statt Bewerbung!
Scheue dich nicht, direkt bei Organisationen wie PRO Retina nach Möglichkeiten zu fragen. Oft sind ehrenamtliche Positionen nicht öffentlich ausgeschrieben und du könntest so die Chance bekommen, deine Leidenschaft für die Sozialarbeit direkt zu zeigen!
✨Engagiere dich an deiner Uni oder in deinem Wohnort!
Wenn du studierst, informiere dich über studentische Gruppen oder Initiativen, die mit Sozialarbeit zu tun haben. Diese sind nicht nur ein guter Einstieg, sondern bieten oft auch spezielle Programme für ehrenamtliches Engagement!
Wir glauben, dass du diese Fähigkeiten brauchst, um 20. Usher-Café: Austausch über Assistenz, Persönliches Budget und Therapiehoffnungen mit Bravour zu bestehen
Einige Tipps für deine Bewerbung 🫡
Persönliche Motivation – Sei ehrlich und authentisch!:In Deiner Bewerbung für das ehrenamtliche Engagement in der Sozialarbeit solltest Du unbedingt Deine persönliche Motivation hervorheben. Warum interessiert Dich diese Arbeit? Wir möchten das Gefühl bekommen, dass Dein Herz für die Sache schlägt – erzähl uns, was Dich antreibt und welche Erfahrungen Du bereits gesammelt hast, sei es im privaten oder beruflichen Umfeld.
Erfahrungen und Qualifikationen – Das zählt!:Vergiss nicht, alle relevanten Erfahrungen in Deiner Bewerbung erwähnen! In der Sozialarbeit sind Empathie, Teamarbeit und interkulturelle Kompetenz wichtig. Wenn Du bereits in Gruppen oder Projekten gearbeitet hast, die im sozialen Bereich angesiedelt sind, bring das unbedingt zur Sprache und belege es mit konkreten Beispielen.
Struktur und Klarheit im Anschreiben:Da wir bei PRO Retina Deine Bewerbung aufmerksam lesen wollen, achte darauf, dass Dein Anschreiben klar und strukturiert ist. Beginne mit einem kurzen Einleitungssatz, gefolgt von Deinen Erfahrungen und Deiner Motivation. Das macht es für uns einfacher, Dich und Deine Absichten schnell zu verstehen, und zeigt uns zugleich, dass Du Deinen Gedanken einen klare Form gegeben hast.
Zeige, was Du kannst – Zertifikate und Referenzen:Wenn Du über spezielle Qualifikationen oder Zertifikate verfügt, die in der Sozialarbeit nützlich sein könnten, solltest Du diese unbedingt anführen. Ob Erste-Hilfe-Kurs, SOS-Ausbildung oder Ehrenamtsbescheinigungen – alles, was Deine Fähigkeiten und Dein Engagement belegt, hilft uns, ein besseres Bild von Dir zu bekommen. Falls Du auch Referenzen hast, die über Deine sozialen Kompetenzen Auskunft geben können, mache sie in Deiner Bewerbung bekannt!
Wie man sich auf ein Vorstellungsgespräch bei PRO Retina vorbereitet
✨Echte Geschichten erzählen
Überlege dir vor dem Interview, welche persönlichen Erfahrungen du in der Sozialarbeit gemacht hast. Konkrete Geschichten über Herausforderungen und Erfolge helfen dir, deine Motivation und deine Fähigkeiten zu zeigen. Die Interviewenden sind oft daran interessiert, wie du mit Menschen umgehst und welche Werte dir wichtig sind.
✨Kenntnis über das Gemeinwohl
Informiere dich über aktuelle Themen und Herausforderungen in der Sozialarbeit, insbesondere in der Region, in der PRO Retina tätig ist. Zeige, dass du die Anliegen der Gemeinschaft kennst und bereit bist, dich für deren Bedürfnisse einzusetzen. Das zeigt dein Engagement und dein Interesse am Ehrenamt.
✨Deine Motivation klar vermitteln
Da es sich um eine ehrenamtliche Stelle handelt, ist es entscheidend, dass du deine Motivation gut kommunizieren kannst. Sei ehrlich darüber, warum dir die Sozialarbeit am Herzen liegt und was du dir von dieser Erfahrung erhoffst. Zeige dein Engagement und deine Leidenschaft für die Sache.
✨Fragen zur Teamarbeit vorbereiten
In der Sozialarbeit ist Teamarbeit häufig entscheidend. Bereite Beispiele vor, wie du in der Vergangenheit erfolgreich im Team gearbeitet hast. Das können sowohl ehrenamtliche Tätigkeiten als auch Erfahrungen aus anderen Lebensbereichen sein. Stelle auch Fragen dazu, wie PRO Retina die Zusammenarbeit im Team fördert.