Auf einen Blick
- Aufgaben: Leite eine Forschungsgruppe zur Analyse von starken asymmetrischen Abhängigkeiten in historischen Daten.
- Unternehmen: Universität Bonn, eine internationale Forschungsuniversität mit exzellenter Reputation.
- Vorteile: Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Mentoring durch erfahrene Professoren und Zugang zu Sportmöglichkeiten.
- Weitere Informationen: Engagierte und respektvolle akademische Kultur, die Vielfalt und Chancengleichheit fördert.
- Warum dieser Job: Gestalte innovative Forschungsprojekte und nutze modernste Technologien in einem interdisziplinären Umfeld.
- Qualifikationen: Postdoktorand mit Erfahrung in Computational Humanities und Programmierkenntnissen in Python oder R.
Das prognostizierte Gehalt liegt zwischen 51750 - 63250 € pro Jahr.
Die Universität Bonn ist eine internationale Forschungsuniversität mit einer breiten Fächerpalette. Mit einer 200-jährigen Geschichte, etwa 31.500 Studierenden, mehr als 6.000 Mitarbeitenden und einem hervorragenden Ruf in Deutschland und im Ausland gehört die Universität Bonn zu den führenden Universitäten in Deutschland und wurde mit dem Status einer Exzellenzuniversität ausgezeichnet.
Das Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) sucht in Zusammenarbeit mit dem Bonn Center for Digital Humanities (BCDH) zum 1. Januar 2027 eine/n Forschungsgruppenleiter/in für die Forschungsgruppe „Computational Dependencies and Cultural Data Studies“ auf einem befristeten Vertrag bis zum 31. Dezember 2032.
Ihre Aufgaben:
- Entwicklung des Forschungs- und Technolog Profils der Forschungsgruppe mit Fokus auf die computergestützte Analyse starker asymmetrischer Abhängigkeiten (SADs) in vergangenen Gesellschaften,
- Rekrutierung und Betreuung eines Doktoranden und eines Softwareentwicklers,
- Durchführung eines unabhängigen Forschungsprojekts, das in einer hochwirksamen Monographie oder substantiellen digitalen/computationalen Ergebnissen mündet,
- Entwicklung und Implementierung maßgeschneiderter Softwarepipelines zur Verarbeitung historischer Quellenmaterialien unter Verwendung von Methoden wie HTR/OCR, Wissensgraphen, LLMs, Geospatial Analysis oder Netzwerk-Analyse, je nach Forschungsfokus,
- Proaktive Auseinandersetzung mit technischen Herausforderungen wie algorithmischen Verzerrungen, Modellzuverlässigkeit und der Identifizierung marginalisierter oder „unsichtbarer“ Akteure in historischen Quellen,
- Leitung der Forschungsgruppe zur Verfolgung empirischer und computergestützter Forschungsziele,
- Organisation praktischer technischer Workshops, Hackathons und Seminare zur Förderung digitaler Kompetenzen innerhalb des BCDSS und der Bonner Wissenschaftsgemeinschaft,
- Lehre von mindestens zwei Seminaren pro Jahr, Beitrag zum Curriculum in Computational Humanities und Data Studies.
Ihr Profil:
- Postdoktorand/in mit einer starken akademischen Erfolgsbilanz in Computational Humanities, Informatik, Datenwissenschaft, Digitaler Archäologie, Digitaler Geschichte oder einem eng verwandten Bereich,
- Nachgewiesene praktische Programmierkenntnisse (insbesondere Python oder R) und Vertrautheit mit professionellen Softwareentwicklungsabläufen (z.B. Git, Containerisierung und Datenpipeline-Optimierung),
- Erfahrung in der Anwendung computergestützter Methoden wie HTR/OCR, NLP, Wissensgraphen oder Netzwerk-Analyse auf historische oder kulturelle Datensätze,
- Eine „datenkritische“ Denkweise: Sie besitzen die Fähigkeit, Verzerrungen in KI-Modellen zu dekonstruieren und zu quantifizieren und sind bestrebt, „unsichtbare“ historische Akteure durch innovative algorithmische Ansätze sichtbar zu machen,
- Starkes Interesse an der Nutzung und Weiterentwicklung der Forschungsinfrastruktur des Bonn Center for Digital Humanities (BCDH),
- Die administrative und persönliche Eignung, ein kleines, agiles Team zu leiten und als technische Brücke zwischen Geisteswissenschaften und Informatik zu fungieren.
Wir bieten:
- Teilnahme am internationalen Forschungszentrum „Bonn Center of Dependency and Slavery Studies“ und Integration in das Bonn Center for Digital Humanities (BCDH),
- Die Möglichkeit, unabhängige Forschung mit robuster technischer Unterstützung durchzuführen,
- Ein interdisziplinäres Umfeld, in dem Softwareentwicklung als wesentlicher wissenschaftlicher Beitrag geschätzt wird,
- Personelle Ressourcen zum Aufbau Ihres Teams (1 Doktorandenstelle, 1 Softwareentwicklerstelle),
- Mentoring durch zwei erfahrene Professoren des Clusters of Excellence,
- Betriebliche Altersvorsorge (VBL),
- Viele Möglichkeiten für Hochschulsport,
- Exzellente Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr dank der zentralen Lage Bonns sowie die Möglichkeit, kostengünstige Parkplätze zu nutzen,
- Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten,
- Vergütung gemäß TV-L Entgeltgruppe 14.
Ihre Bewerbung sollte Folgendes enthalten:
- Anschreiben, in dem Sie Ihre Motivation für die Arbeit am BCDSS darlegen (max. 1800 Zeichen einschließlich Leerzeichen),
- Lebenslauf,
- Eine Kopie Ihres Promotionszeugnisses,
- Eine Skizze der vorgeschlagenen Forschungsgruppe (max. 10.000 Zeichen einschließlich Leerzeichen). Bitte geben Sie Informationen zu folgenden Punkten an:
- Wichtige Forschungsfragen und Hypothesen;
- Originalität des vorgeschlagenen Projekts im Vergleich zur bestehenden Forschung und wichtigen Publikationen auf dem Gebiet (mit Bibliografie);
- Ausrichtung des Projekts an den Forschungszielen des BCDSS im Allgemeinen;
- Relevanz des Projekts für das BCDH und den Forschungsbereich E im Besonderen und, falls zutreffend, Querverbindungen zu anderen Forschungsbereichen;
- Kurzgefasste Ideen für ein Doktorandenprojekt und eine Projektbeschreibung für einen Softwareentwickler;
- Die Namen und Kontaktdaten von zwei Referenzen (Position, berufliche Adresse und E-Mail).
Die Universität Bonn fördert eine offene, respektvolle und nicht diskriminierende akademische Kultur und setzt sich aktiv für Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit ein. Wir streben danach, strukturelle Nachteile abzubauen und die Vielfalt in Forschung, Lehre und Verwaltung zu stärken. Daher begrüßen wir alle Bewerbungen, unabhängig von ethnischem oder sozialem Hintergrund, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Glauben, Behinderung oder Alter.
Bewerbungen von Frauen und Personen mit einer dokumentierten Schwerbehinderung (oder gleichwertigem Status) werden gemäß dem Landesgleichstellungsgesetz (LGG) NRW und dem Sozialgesetzbuch (SGB) IX bevorzugt berücksichtigt.
Wenn Sie an dieser Position interessiert sind, senden Sie bitte Ihre vollständige Bewerbung bis zum 15. September 2026 an application@dependency.uni-bonn.de unter Angabe der Referenz 2026/388. Aus technischen Gründen dürfen Bewerbungen nur per E-Mail als einzelne PDF-Datei eingereicht werden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Matthias Lang.
Research Group Leader for the Research Group “Computational Dependencies and Cultural Data Studies” Arbeitgeber: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn bietet eine inspirierende Arbeitsumgebung, die von einer offenen und kollaborativen Kultur geprägt ist. Als Teil eines renommierten Exzellenzclusters profitieren Sie von vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten und einem starken Fokus auf persönliche Entwicklung. Die Lage in Bonn, einer Stadt mit reicher Geschichte und lebendiger Atmosphäre, macht die Universität zu einem attraktiven Arbeitgeber für alle, die eine sinnstiftende Tätigkeit im Bildungsbereich suchen.
Kontaktdaten:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Recruiting-Team