Was macht ein Assistenzarzt?
Ein Assistenzarzt ist ein approbierter Arzt in der strukturierten Weiterbildungsphase, der unter fachärztlicher Supervision die klinische Patientenversorgung übernimmt und sich auf einen Facharzttitel vorbereitet. In Deutschland verdient man im Median 67.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 53.500 €.
Im Klinikalltag bist du die erste medizinische Anlaufstelle: Du führst Aufnahmegespräche, ordnest Diagnostik an und interpretierst Befunde. Mit wachsender Erfahrung übernimmst du eigenständig Eingriffe und Visiten. Der Einstieg liegt bei rund 56.500 Euro brutto jährlich, erfahrene Assistenzärzte erreichen den Median von 67.000 Euro.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Assistenzarzt?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Medizinstudium
Regelweg über ein 6-jähriges Humanmedizinstudium (Staatsexamen), anschließend Approbation und Einstieg als Assistenzarzt in einer Klinik oder MVZ.
Zweiter Bildungsweg
Über ein abgeschlossenes Erststudium (z. B. Biologie, Pharmazie) und anschließendes Medizinstudium an einer Universität oder einem internationalen Programm, ergänzt durch Anerkennungsverfahren.
Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Ärzt:innen mit im Ausland erworbener Approbation durchlaufen ein Anerkennungsverfahren bei der Landesärztekammer und ggf. eine Kenntnisprüfung, bevor sie als Assistenzarzt tätig werden können.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Approbation sichern. Reiche dein Staatsexamen und alle Unterlagen bei der zuständigen Landesbehörde ein, um die Approbation als Arzt zu erhalten.
- Weiterbildungsstelle wählen. Bewirb dich gezielt auf Stellen in anerkannten Weiterbildungsstätten und prüfe, ob das Haus ein vollständiges Logbuch anbietet.
- Weiterbildungsvertrag abschließen. Kläre Rotationen, Mentoring und Dienstmodell vertraglich, damit deine Weiterbildungszeit lückenlos anerkannt wird.
- Facharztprüfung ablegen. Nach Erfüllung der Weiterbildungszeit und des Logbuchs beantragst du die Zulassung zur Facharztprüfung bei deiner Landesärztekammer.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Assistenzarzt?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Gesellschaftlich sinnvolle Arbeit mit direktem Einfluss auf Patientenleben
- Klarer Karrierepfad mit definierten Weiterbildungsschritten zum Facharzt
- Hohe Jobsicherheit: bundesweit über 7.500 offene Stellen
- Attraktive Vergütung mit Entwicklungspotenzial bis weit über den Median
Das solltest du wissen
- Hohe physische und psychische Belastung durch Schicht- und Nachtdienste
- Langer Ausbildungsweg: bis zum Facharzt vergehen oft mehr als zehn Jahre
- Bürokratischer Aufwand durch umfangreiche Dokumentationspflichten
- Hierarchische Strukturen in manchen Kliniken schränken die Eigenständigkeit ein
Ähnliche Berufe
Aktuelle Assistenzarzt-Stellen
9 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.
9 Stellen in der Vorschau
Assistenzarzt (m/w/d) Allgemein- und Viszeralchirurgie55.000 €brutto/JahrKSAssistenzarzt (m/w/d) in Weiterbildung Onkologie oder Facharzt (m/w/d)48.000 €brutto/JahrKBAssistenzarzt für die Klinik für Onkologie und Hämatologie (m/w/d)50.000 €brutto/JahrIAAssistenzarzt für die Kinder- und Jugendmedizin(m|w|d)50.000 €brutto/Jahr- Tagesaktuelle Stellen
- Direkt beim Arbeitgeber
- Kostenlos, ohne Anmeldung
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Gehalt als Assistenzarzt wirklich?
Der Einstieg liegt bei rund 56.500 Euro brutto im Jahr. Mit zunehmender Erfahrung und Diensten steigt das Gehalt auf den Median von 67.000 Euro. Tarifverträge wie TV-Ärzte/VKA oder TV-Ärzte/TdL geben verlässliche Orientierung.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Facharzt?
Je nach Fach dauert die Weiterbildung zwischen 4 und 6 Jahre nach der Approbation. Innere Medizin oder Chirurgie erfordern in der Regel 5 bis 6 Jahre, kleinere Fächer wie Pathologie können kürzer sein.
Kann ich als Assistenzarzt auch in Teilzeit arbeiten?
Ja, Teilzeit ist möglich und wird in vielen Kliniken angeboten. Die Weiterbildungszeit verlängert sich entsprechend anteilig. Du solltest das frühzeitig mit deiner Weiterbildungsstätte und der Ärztekammer klären.
Wie finde ich eine gute Weiterbildungsstelle?
Nutze die Weiterbildungsatlanten der Landesärztekammern, Stellenportale wie Medi-Jobs oder die Stellenbörse der Bundesärztekammer. Achte auf die anerkannte Weiterbildungsermächtigung und frage nach Logbuchstruktur und Mentoring.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (1516 ausgewertete Live-Stellen von 7.578 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.