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Dachdecker (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Wer Dächer baut, schützt Menschen vor Wind und Wetter – und sichert sich einen der gefragtesten Handwerksberufe Deutschlands. Mit einem Medianlohn von 36.000 Euro im Jahr und über 1.300 offenen Stellen bietet das Dachdeckerhandwerk echte Perspektiven.
Median 36.000 € · Einstieg ~29.000 € · hohe Nachfrage

36.000 €
Median brutto / Jahr
29.000 €
Einstieg (Junior)
1.302
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 306 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Dachdecker?

Ein Dachdecker plant, verlegt und wartet Dach-, Wand- und Abdichtungskonstruktionen an Gebäuden aller Art und sorgt damit für dauerhaften Schutz vor Witterungseinflüssen. In Deutschland verdient man im Median 36.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 29.000 €.

Ob Ziegel, Schiefer, Bitumenbahn oder Photovoltaikanlage: Der Arbeitsalltag auf dem Dach ist technisch vielfältig und körperlich fordernd. Dachdeckerinnen und Dachdecker arbeiten im Freien, auf wechselnden Baustellen und oft in großen Höhen. Wer handwerkliches Geschick, Schwindelfreiheit und ein Gespür für Baumaterialien mitbringt, findet hier einen Beruf mit unmittelbarem Ergebnis und stetig wachsender Nachfrage.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Dachflächen nach Plan eindecken und abdichten
Dämmsysteme und Unterkonstruktionen fachgerecht einbauen
Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf Dächern montieren
Schadensbegutachtung und Reparaturen an Bestands­dächern durchführen
Sicherheitsvorkehrungen und Arbeitschutzmaßnahmen umsetzen
Materialmengen berechnen und Aufmaße für die Abrechnung erstellen
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Dacheindeckung und Abdichtung 35%Dämm- und Klempnerarbeiten 20%Reparatur und Wartung 20%Materialvorbereitung und Transport 15%Dokumentation und Kundenkommunikation 10%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

07:00
Anfahrt zur Baustelle, Sicherheitscheck und Werkzeugbereitstellung
08:00
Dachlatten befestigen und Dachziegel eindecken
10:30
Pause, kurze Besprechung mit Vorarbeiter zum Tagesplan
11:00
Firstbereich abdichten und Dachanschlüsse an Kamin verblenden
14:00
Materialreste sichern, Aufmaß für Auftraggeber notieren und Abreise

Wie wirst du Dachdecker?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Duale Ausbildung zum Dachdecker ~70%Meister oder Techniker ~20%Umschulung für Berufswechsler ~10%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Duale Ausbildung zum Dachdecker

Die dreijährige Berufsausbildung im Betrieb und in der Berufsschule ist der Standardweg. Sie vermittelt alle handwerklichen Grundlagen, von Dachgeometrie bis Arbeitssicherheit, und endet mit der Gesellenprüfung.

3 J.~70%
Weiterbildung

Meister oder Techniker

Nach mehreren Jahren Berufserfahrung kann die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk abgelegt werden. Der Meistertitel berechtigt zur Betriebsführung und Ausbildung eigener Lehrlinge und erhöht das Gehalt deutlich.

1–2 J. berufsbegleitend~20%
Quereinstieg

Umschulung für Berufswechsler

Wer aus einem anderen Handwerksberuf kommt, kann über eine verkürzte Umschulung oder Anpassungsqualifizierung einsteigen. Betriebe bilden auch Erwachsene aus, besonders wenn handwerkliche Vorkenntnisse vorhanden sind.

1,5–2 J.~10%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

Duale Ausbildung Dachdecker/in (IHK/HWK)
Dreijährige Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule mit Gesellenprüfung; Grundlage für alle weiteren Karriereschritte im Handwerk.
3 Jahre
Meisterkurs Dachdeckerhandwerk
Vollzeit- oder berufsbegleitende Vorbereitung auf die Meisterprüfung bei Handwerkskammern; deckt Betriebsführung, Recht und Pädagogik ab.
12–24 Monate
Fachkraft für Gebäude­abdichtung (Zertifikatslehrgang)
Spezialisierung auf Flachdach- und Kellersohlenabdichtung; angeboten von Bildungszentren des Baugewerbes bundesweit.
2–4 Wochen
Photovoltaik-Monteur auf Dächern (ZVDH-Zertifikat)
Branchenspezifische Weiterbildung des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks zur fachgerechten PV-Montage auf geneigten und Flachdächern.
3–5 Tage

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Ausbildungsplatz sichern. Bewirb dich bei regionalen Dachdeckerbetrieben oder über die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer – am besten 12 Monate vor dem gewünschten Ausbildungsstart.
  2. Ausbildung erfolgreich abschließen. Lerne in Berufsschule und Betrieb die Grundlagen der Dachdeckertechnik und leg die Gesellenprüfung ab, um offiziell ins Berufsleben einzusteigen.
  3. Berufserfahrung sammeln. Arbeite als Geselle in verschiedenen Betrieben, um unterschiedliche Dachsysteme, Materialien und Bauarten kennenzulernen und dein Einstiegsgehalt von rund 30.000 Euro zu steigern.
  4. Spezialisieren oder Meister anstreben. Belege Zertifikatskurse zu Abdichtung oder PV-Montage oder melde dich zur Meisterprüfung an, um Führungsverantwortung zu übernehmen und Richtung 36.000 Euro Median oder mehr zu verdienen.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Dachtechnik und Eindeckungssysteme
85%
Arbeitssicherheit und Höhentauglichkeit
78%
Abdichtungs- und Dämmtechnik
72%
Aufmaß und Materialberechnung
60%
Klempner- und Blecharbeiten
55%
PV- und Solartechnik Grundlagen
45%
Baustellendokumentation
30%

Persönliche Stärken

Schwindelfreiheit und körperliche BelastbarkeitSorgfalt und QualitätsbewusstseinTeamfähigkeit auf der BaustelleZuverlässigkeit und PünktlichkeitRäumliches VorstellungsvermögenEigenverantwortliches Arbeiten

Das solltest du formal mitbringen

Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsabschluss
Abgeschlossene Berufsausbildung zum Dachdecker/zur Dackdeckerin
Gesundheitliche Eignung für Arbeiten in großer Höhe (G41-Untersuchung empfohlen)
Führerschein Klasse B für Baustellenfahrten (in den meisten Betrieben vorausgesetzt)

Was verdient ein Dachdecker?

36.000 € / Jahr (Median)
Spanne 26.000 – 50.000 € · Einstieg ab ~29.000 € · ca. 18 €/h · ca. 2.286 € netto/Mon. (St. I)
29k36k39k43k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
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Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
29.000 €
Dachdecker-Azubi0–3 J.
36.000 €
Dachdecker-Geselle3–5 J.
42.500 €
Facharbeiter mit Spezialisierung5–8 J.
52.000 €
Vorarbeiter / Kolonnenführer8–12 J.
63.000 €
Meister / Betriebsleitungab 12 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Über 1.300 offene Stellen sichern dir gute Jobchancen bundesweit
  • Unmittelbar sichtbares Arbeitsergebnis sorgt für Zufriedenheit
  • Klarer Karrierepfad vom Gesellen bis zum Meister und Betriebsinhaber
  • Wachsender Bedarf durch Energiewende und Photovoltaik-Boom

Das solltest du wissen

  • Körperlich anspruchsvolle Arbeit bei Hitze, Kälte und Wind
  • Unfallrisiko durch Arbeit auf Dächern und in großen Höhen
  • Einstiegsgehalt von rund 30.000 Euro liegt im unteren Mittelfeld
  • Wetterabhängigkeit kann zu kurzfristigen Planänderungen führen

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Aktuelle Dachdecker-Stellen

24 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.

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Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Dachdecker in Deutschland durchschnittlich?

Der Median liegt bei rund 36.000 Euro brutto im Jahr. Als Berufseinsteiger nach der Ausbildung kannst du mit etwa 30.000 Euro rechnen. Mit Meistertitel oder Spezialisierung sind deutlich höhere Gehälter möglich.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Dachdecker?

Die duale Berufsausbildung dauert drei Jahre. Gute Azubis können sie auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Im Anschluss kannst du dich direkt auf dem Arbeitsmarkt bewerben oder in Richtung Meister weiterbilden.

Ist der Beruf trotz körperlicher Belastung langfristig machbar?

Mit zunehmender Erfahrung wechseln viele Dachdecker in Vorarbeiter- oder Meisterpositionen, die weniger körperlichen Einsatz erfordern. Ergonomisches Arbeiten und regelmäßige Gesundheitsvorsorge helfen, fit zu bleiben.

Wie sind die Jobchancen für Dachdecker aktuell?

Sehr gut: Derzeit gibt es über 1.300 offene Stellen in Deutschland. Der Fachkräftemangel im Handwerk und der Boom bei Dachsanierungen sowie Photovoltaik-Installationen sorgen für eine stabile Nachfrage.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (306 ausgewertete Live-Stellen von 1.302 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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