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Elektroingenieur (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Elektroingenieure gestalten die Energiewende, entwickeln smarte Systeme und sichern digitale Infrastrukturen. Mit über 1.000 offenen Stellen und einem Median-Gehalt von 65.000 Euro jährlich gehört der Beruf zu den gefragtesten technischen Professionen in Deutschland.
Median 65.000 € · Einstieg ~52.000 € · hohe Nachfrage

65.000 €
Median brutto / Jahr
52.000 €
Einstieg (Junior)
1.085
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 333 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Elektroingenieur?

Ein Elektroingenieur plant, entwickelt und überwacht elektrische und elektronische Systeme, von der Energieversorgung über Automatisierungstechnik bis hin zu eingebetteten Softwarelösungen. In Deutschland verdient man im Median 65.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 52.000 €.

Ob Windpark-Anbindung, Antriebssteuerung im E-Auto oder Hochfrequenzschaltkreis in der Medizintechnik: Elektroingeneure arbeiten an der Schnittstelle von Physik, Informatik und Maschinenbau. Ihre Entwürfe entstehen am CAD-System, werden in Simulationsumgebungen getestet und schließlich in realen Anlagen in Betrieb genommen. Teamarbeit mit Fertigung, Einkauf und Kunden ist dabei genauso selbstverständlich wie präzises Messen und Dokumentieren.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Elektrische Schaltkreise und Systeme entwickeln und dimensionieren
Steuerungs- und Automatisierungslösungen entwerfen und programmieren
Energieversorgungsanlagen planen, prüfen und in Betrieb nehmen
Technische Dokumentation und Normenkonformität sicherstellen
Fehleranalyse und Qualitätssicherung in Produktion und Betrieb
Projektteams koordinieren und technische Anforderungen kommunizieren
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Entwicklung & Konstruktion 35%Simulation & Testing 20%Projektmanagement & Abstimmung 20%Dokumentation & Normprüfung 15%Inbetriebnahme & Support 10%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

09:00
Stand-up mit dem Entwicklungsteam, offene Punkte aus dem Lastenheft klären
10:00
Schaltplan in CAD-Tool überarbeiten und Bauteilauswahl mit Einkauf abstimmen
11:30
Simulationslauf auswerten, Messwerte dokumentieren und Abweichungen analysieren
14:00
Kundengespräch zur technischen Spezifikation einer neuen Antriebssteuerung
15:30
Prüfprotokoll für CE-Konformität erstellen und internem Review übergeben

Wie wirst du Elektroingenieur?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Ingenieurstudium (B.Sc./M.Sc.) ~55%Ausbildung + Weiterbildung ~25%Verwandte MINT-Disziplin + Umschulung ~20%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Ingenieurstudium (B.Sc./M.Sc.)

Ein Bachelor in Elektrotechnik, Energietechnik oder Mechatronik an einer Uni oder FH legt das Fundament. Der Master vertieft Spezialbereiche wie Leistungselektronik oder Embedded Systems und öffnet Türen zu Forschung und Führungspositionen.

3–5 J.~55%
Aufstieg

Ausbildung + Weiterbildung

Wer eine Ausbildung zum Elektroniker abgeschlossen hat, kann über einen Techniker- oder Meisterlehrgang sowie ein berufsbegleitendes Studium den Ingenieurstitel erlangen. Viele Hochschulen rechnen Berufserfahrung auf Studienleistungen an.

4–7 J.~25%
Quereinstieg

Verwandte MINT-Disziplin + Umschulung

Physiker, Informatiker oder Maschinenbauingenieure wechseln mit gezielten Weiterbildungen in Leistungselektronik, Regelungstechnik oder Embedded Systems in den Elektroingenieur-Bereich. Online-Plattformen und Zertifikatskurse beschleunigen den Einstieg.

1–2 J.~20%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

B.Sc. Elektrotechnik, TU München
Breit aufgestelltes Grundlagenstudium mit Schwerpunkten in Schaltungstechnik, Signalverarbeitung und Energietechnik sowie Praxissemester in der Industrie.
6 Semester
M.Sc. Embedded Systems, RWTH Aachen
Vertiefung in eingebettete Hard- und Softwaresysteme, Echtzeitsysteme und FPGA-Design. Stark forschungsorientiert mit enger Industriekooperation.
4 Semester
Staatlich geprüfter Techniker Elektrotechnik (Teilzeit)
Berufsbegleitender Lehrgang an Fachschulen, ideal für erfahrene Elektroniker. Vermittelt ingenieurtechnisches Denken ohne vollständiges Hochschulstudium.
2–3 J.
Zertifikatskurs Power Electronics, VDE Akademie
Kompaktkurs zu Leistungshalbleitern, Umrichtertopologien und Wärmemanagement, anerkannt als Fortbildungsnachweis für Berufstätige.
3–6 Monate

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Grundlagen sichern. Mathe, Physik und Informatikkenntnisse auf Abiturniveau sind Pflicht. Nutze Online-Kurse (z. B. Khan Academy oder Coursera), um Lücken vor dem Studium zu schließen.
  2. Praktische Erfahrung sammeln. Bewirb dich frühzeitig um Praktika bei Industrie- oder Energieunternehmen und baue eigene Elektronikprojekte auf einem Mikrocontroller-Board auf.
  3. Spezialisierung wählen. Entscheide im Studium, ob dich Energietechnik, Automatisierung, HF-Technik oder Embedded Systems am meisten reizt, und wähle Vertiefungsmodule gezielt aus.
  4. Netzwerk und Bewerbung aufbauen. Tritt dem VDE bei, besuche Fachmessen wie die SPS und nutze Hochschulkontaktbörsen, um direkt mit Recruitern ins Gespräch zu kommen.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Schaltungstechnik & CAD
85%
Regelungs- und Automatisierungstechnik
78%
Embedded Software / Firmware
70%
Leistungselektronik
65%
Messtechnik & Signalanalyse
60%
Normen (IEC, VDE, CE)
50%
Projektmanagement
30%

Persönliche Stärken

Analytisches Denkvermögen für komplexe SystemzusammenhängeStrukturierte und präzise Arbeitsweise bei langen EntwicklungszyklenKommunikationsstärke im interdisziplinären TeamumfeldLernbereitschaft angesichts sich schnell ändernder TechnologienVerantwortungsbewusstsein bei sicherheitsrelevanten SystemenProblemlösungsorientierung unter Zeit- und Kostendruck

Das solltest du formal mitbringen

Abgeschlossenes Studium der Elektrotechnik, Energietechnik, Mechatronik oder eines vergleichbaren MINT-Fachs (B.Sc. mindestens)
Kenntnisse einschlägiger Normen und Richtlinien (IEC 60364, VDE, CE-Kennzeichnung)
Sicherer Umgang mit CAD- und Simulationssoftware (z. B. MATLAB/Simulink, EPLAN, Altium)
Verhandlungssicheres Deutsch und gutes Fachenglisch für internationale Projektarbeit und Dokumentation

Was verdient ein Elektroingenieur?

65.000 € / Jahr (Median)
Spanne 42.000 – 95.000 € · Einstieg ab ~52.000 € · ca. 33 €/h · ca. 3.621 € netto/Mon. (St. I)
52k65k71k78k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
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Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
52.000 €
Junior Elektroingenieur0–2 J.
65.000 €
Elektroingenieur2–5 J.
76.500 €
Senior Elektroingenieur5–8 J.
94.000 €
Projektleiter Elektrotechnik8–12 J.
114.000 €
Abteilungsleiter / Chief Engineerab 12 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Hohe und stabile Nachfrage: Über 1.085 offene Stellen allein aktuell gemeldet
  • Attraktives Gehalt ab rund 54.500 Euro im Einstieg, Median bei 65.000 Euro
  • Breites Berufsfeld von Energieversorgung über Automotive bis zur Medizintechnik
  • Aktiver Beitrag zur Energiewende und nachhaltigen Technologien

Das solltest du wissen

  • Hoher Anspruch an kontinuierliche Weiterbildung durch rasante Technologieentwicklung
  • Projektphasen wie Inbetriebnahmen können unregelmäßige Arbeitszeiten bedeuten
  • Einstieg erfordert mehrjähriges Studium mit anspruchsvollen Mathematikmodulen
  • Normenkonformität und Dokumentationspflichten erzeugen administrativen Aufwand

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Spezialisiert auf Firmware und Hardware-nahe Software für eingebettete Systeme in Industrie und Automotive.
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Automatisierungstechniker
Entwickelt und programmiert SPS-gesteuerte Anlagen und Robotersysteme in der Fertigungsindustrie.
Hardwareentwickler
Entwirft Leiterplatten und elektronische Schaltungen, oft spezialisiert auf HF-, Analog- oder Digitaltechnik.

Aktuelle Elektroingenieur-Stellen

24 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist das Gehalt als Elektroingenieur in Deutschland?

Der Median liegt bei rund 65.000 Euro brutto pro Jahr. Berufseinsteiger starten bei etwa 54.500 Euro, während erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten in der Energie- oder Automobilbranche deutlich über 80.000 Euro erreichen können.

Welches Studium brauche ich, um Elektroingenieur zu werden?

Ein Bachelor in Elektrotechnik, Energietechnik, Mechatronik oder einem vergleichbaren Fach an einer Universität oder Fachhochschule ist der übliche Weg. Für Führungs- und Forschungspositionen empfiehlt sich ein anschließender Master.

In welchen Branchen arbeiten Elektroingeneure hauptsächlich?

Die größten Arbeitgeber sind die Elektroindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilindustrie sowie Energieversorger und Ingenieurbüros. Auch Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt bieten attraktive Stellen.

Ist der Quereinstieg als Elektroingenieur ohne klassisches Studium möglich?

Ja, über den Weg Elektroniker-Ausbildung plus Techniker-Lehrgang und anschließendem berufsbegleitenden Studium ist der Ingenieurstitel erreichbar. Auch Physiker oder Informatiker steigen mit gezielten Weiterbildungen in elektrotechnische Tätigkeiten ein.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (333 ausgewertete Live-Stellen von 1.085 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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