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Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Über 6.800 offene Stellen, ein Medianlohn von 32.000 Euro und echte Aufstiegschancen: Als Fachkraft für Lagerlogistik steuerst du das Herzstück moderner Lieferketten und sorgst dafür, dass Waren pünktlich am richtigen Ort ankommen.
Median 32.000 € · Einstieg ~25.500 € · hohe Nachfrage

32.000 €
Median brutto / Jahr
25.500 €
Einstieg (Junior)
6.853
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 998 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Fachkraft für Lagerlogistik?

Ein Fachkraft für Lagerlogistik Eine Fachkraft für Lagerlogistik ist eine nach deutschem Berufsbildungsgesetz zweijährig ausgebildete Fachkraft, die Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung und Warenausgang in Industrie-, Handels- und Logistikunternehmen eigenverantwortlich organisiert und durchführt. In Deutschland verdient man im Median 32.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 25.500 €.

Im Alltag arbeitest du mit Lagerverwaltungssoftware, Scannertechnologie und Flurförderzeugen. Du buchst Bestände in ERP-Systeme ein, prüfst Lieferscheine auf Vollständigkeit und packst Sendungen versandfertig. Dabei hältst du Qualitätsstandards und gesetzliche Sicherheitsvorschriften ein. Wer Verantwortung sucht, kann schnell Schicht- oder Teamverantwortung übernehmen.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Warenannahme und Eingangskontrolle auf Menge und Qualität
Einlagerung und Bestandspflege im Lagerverwaltungssystem
Kommissionierung von Aufträgen nach Picklisten oder RF-Scanner
Verpackung, Etikettierung und Versandvorbereitung
Inventur und Bestandsoptimierung zur Vermeidung von Fehlmengen
Einhaltung von Arbeitssicherheits- und Gefahrgutvorschriften
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Kommissionierung & Verpackung 35%Warenannahme & Einlagerung 25%Systemarbeit & Dokumentation 20%Inventur & Bestandskontrolle 12%Teamabstimmung & Sicherheitschecks 8%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

09:00
Schichtübergabe: offene Aufträge, Tagespensum und Prioritäten besprechen
10:00
Wareneingang scannen, Lieferscheine prüfen und Ware einlagern
11:30
Kommissionierliste abarbeiten, Waren picken und für den Versand packen
13:30
Bestandsbuchungen im ERP-System nachpflegen, Differenzen klären
15:00
Abschlussinventur der Tagesaufträge, Übergabedoku für Folgeschicht erstellen

Wie wirst du Fachkraft für Lagerlogistik?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik ~70%Ausbildung + Fachkraft Lagerleitung (IHK) ~20%Umschulung oder Anpassungsqualifizierung ~10%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik

Die zweijährige duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule ist der direkte Standardweg. Du lernst alle Kernprozesse von der Annahme bis zum Versand und schließt mit der IHK-Prüfung ab.

2 J.~70%
Weiterbildung

Ausbildung + Fachkraft Lagerleitung (IHK)

Nach der Ausbildung kannst du dich berufsbegleitend zum geprüften Logistikmeister oder zur Fachkraft Lagerleitung weiterqualifizieren. Das erhöht den Verdienst deutlich und öffnet Türen zur Teamleitung.

2 + 1–2 J.~20%
Quereinstieg

Umschulung oder Anpassungsqualifizierung

Wer aus einem anderen Beruf wechselt, kann über eine geförderte Umschulung (Agentur für Arbeit oder Jobcenter) in 24 Monaten den anerkannten Abschluss nachholen. Praktische Vorkenntnisse, etwa aus Produktion oder Handel, werden angerechnet.

1–2 J.~10%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

Duale Ausbildung: Fachkraft für Lagerlogistik (IHK)
Bundesweiter Ausbildungsberuf nach BBiG, kombiniert betriebliche Praxis mit Berufsschulunterricht. Abschluss ist bundesweit anerkannt.
2 Jahre
Umschulung Fachkraft für Lagerlogistik (BFW/bfz)
Vollzeitumschulung bei Bildungsträgern wie bfz oder BFW, häufig durch Agentur für Arbeit oder Jobcenter finanziert, inklusive Betriebspraktikum.
24 Monate
Geprüfte:r Logistikmeister:in (IHK)
Aufstiegsfortbildung für erfahrene Fachkräfte mit Führungsanspruch. Bereitet auf Schicht- und Lagerleitung vor und erhöht das Gehalt spürbar.
1–2 Jahre berufsbegleitend
Zertifikatskurs Lagerverwaltungssoftware (SAP EWM / LFS)
Kurse bei SAP-Partnern oder Bildungsträgern vermitteln praxisnah den Umgang mit gängigen Warehouse-Management-Systemen, oft als Einzelmodule buchbar.
2–5 Tage

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Informieren. Recherchiere Ausbildungsbetriebe in deiner Region über die IHK-Lehrstellenbörse oder die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und verschaffe dir einen Überblick über Branchen und Unternehmensgrößen.
  2. Bewerben. Schreibe eine klare Bewerbung mit Lebenslauf, betone handwerkliches Geschick, Zuverlässigkeit und erste Erfahrungen im Bereich Warenhandling oder Einzelhandel, falls vorhanden.
  3. Ausbildung starten. Nutze die zwei Ausbildungsjahre aktiv: Frage nach Zusatzaufgaben, lerne gängige Lagersoftware kennen und baue Kontakte im Betrieb auf.
  4. Weiterqualifizieren. Direkt nach dem Abschluss lohnt es sich, einen Staplerführerschein (Flurförderzeugschein) sowie Gefahrgutschulungen zu absolvieren und mittelfristig die Logistikmeisterpüfung ins Auge zu fassen.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Umgang mit Lagerverwaltungssoftware (ERP/WMS)
85%
Kommissionierung und Versandlogistik
80%
Warenkontrolle und Qualitätsprüfung
72%
Flurförderzeug- und Staplerführung
68%
Bestandsmanagement und Inventur
60%
Gefahrgutvorschriften (ADR/IATA-Grundkenntnisse)
45%
Englische Lagerdokumentations-Grundbegriffe
30%

Persönliche Stärken

Zuverlässigkeit und Sorgfalt bei repetitiven TätigkeitenKörperliche Belastbarkeit und Ausdauer im SchichtbetriebTeamfähigkeit und klare Kommunikation in stressigen PhasenRäumliches Denkvermögen für effiziente LagerorganisationKonzentrationsfähigkeit zur Fehlervermeidung beim PickenEigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein bei Abweichungen

Das solltest du formal mitbringen

Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Schulabschluss (für die Ausbildung formal ausreichend)
Körperliche Eignung: Steh- und Hebetätigkeiten sowie Schichtarbeit (Früh, Spät, ggf. Nacht)
Ausbildungsvertrag mit einem anerkannten IHK-Ausbildungsbetrieb oder Zulassung zur Umschulung
Flurförderzeugschein (Staplerschein) nach der Ausbildung für viele Stellen Pflicht oder deutlicher Vorteil

Was verdient ein Fachkraft für Lagerlogistik?

32.000 € / Jahr (Median)
Spanne 24.000 – 43.000 € · Einstieg ab ~25.500 € · ca. 16 €/h · ca. 2.080 € netto/Mon. (St. I)
26k32k35k38k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
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Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
25.500 €
Fachkraft für Lagerlogistik (Junior)0–2 J.
32.000 €
Erfahrene Lagerfachkraft / Spezialist:in Kommissionierung2–4 J.
38.000 €
Schichtführer:in / Gruppenleitung Lager4–7 J.
46.500 €
Teamleitung Lager / Lagerkoordinator:in7–10 J.
56.000 €
Lagerleiter:in / Logistikmeister:inab 10 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Hohe Jobsicherheit: Über 6.800 offene Stellen bundesweit, stabile Nachfrage durch E-Commerce-Wachstum
  • Schneller Einstieg: Bereits nach zwei Jahren Ausbildung voll qualifiziert und berufstätig
  • Klare Aufstiegswege: Von der Fachkraft über Teamleitung bis zur Lagerleitung mit deutlich steigendem Gehalt
  • Praxisnahe Arbeit: Abwechslungsreiche körperliche Tätigkeit statt reiner Büroarbeit

Das solltest du wissen

  • Körperlich anspruchsvoll: Schichtarbeit, Stehen, Heben und Kältearbeit in Kühllagern belasten langfristig
  • Einstiegsgehalt moderat: Rund 27.000 Euro brutto im Jahr erfordern Weiterbildung für deutlich mehr
  • Zeitdruck und Monotonie: Saisonale Peaks und repetitive Pickvorgänge können zermürbend sein
  • Digitaler Wandel: Automatisierung und Robotik verändern Tätigkeitsprofile, kontinuierliches Mitlernen nötig

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Aktuelle Fachkraft für Lagerlogistik-Stellen

24 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.

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Häufige Fragen

Wie viel verdient eine Fachkraft für Lagerlogistik in Deutschland?

Der Medianlohn liegt bei rund 32.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger:innen starten häufig bei etwa 27.000 Euro. Mit Berufserfahrung, Schichtarbeitszulagen und Zusatzqualifikationen wie dem Logistikmeister sind auch 40.000 Euro und mehr erreichbar.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik?

Die duale Ausbildung dauert zwei Jahre. Sie findet gleichzeitig im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt und schließt mit einer IHK-Prüfung ab. Bei sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung auf 18 Monate möglich.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?

Nach der Ausbildung kannst du dich zur Schichtführung oder Teamleitung entwickeln. Die IHK-Fortbildung zum geprüften Logistikmeister oder zur Lagerleiterin bereitet auf Führungsrollen vor. Einige Fachkräfte studieren später Logistikmanagement, um in die Unternehmensplanung zu wechseln.

Kann ich auch als Quereinsteiger:in in die Lagerlogistik einsteigen?

Ja. Wer bereits Berufserfahrung in Produktion, Handel oder Transport mitbringt, kann eine geförderte Umschulung absolvieren. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter finanzieren solche Maßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen. Nach 24 Monaten steht ein vollwertiger IHK-Abschluss.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (998 ausgewertete Live-Stellen von 6.853 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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