Was macht ein Hebamme?
Ein Hebamme Eine Hebamme ist eine staatlich anerkannte Fachkraft, die Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen medizinisch, pflegerisch und psychosozial betreut und bei physiologischen Geburten eigenverantwortlich handelt. In Deutschland verdient man im Median 44.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 35.000 €.
In Deutschland dürfen Hebammen Geburten selbstständig leiten, ohne Arzt vor Ort zu sein. Du arbeitest in Kreißsälen, Geburtshäusern oder als Beleghebamme. Die Nachfrage ist hoch: Aktuell sind rund 396 Stellen offen, während Kliniken und freiberufliche Praxen gleichermaßen Personal suchen. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 37.000 Euro jährlich, erfahrene Hebammen erreichen einen Median von 44.000 Euro.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Hebamme?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Studium Hebammenkunde (B.Sc.)
Seit 2020 ist Hebamme ein akademischer Beruf. Das primärqualifizierende Studium dauert 3 Jahre (6 Semester), kombiniert Hochschultheorie mit mindestens 2.200 Praxisstunden und schließt mit dem Bachelor of Science ab.
Ausbildung (Altrecht) plus Weiterbildung
Wer vor 2020 die dreijährige Berufsausbildung absolviert hat, kann über Brückenprogramme einen Bachelor nachholen. Weiterbildungen wie Stillberatung IBCLC oder Familienhebamme erweitern das Tätigkeitsfeld und verbessern die Vergütung.
Quereinstieg aus Pflegeberufen
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen oder examinierte Pflegefachkräfte können an einzelnen Hochschulen verkürzte Studiengänge oder Anrechnungsmodelle nutzen, die die Studienzeit auf 2 Jahre reduzieren.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Voraussetzungen prüfen. Du brauchst mindestens mittlere Reife, besser Abitur oder Fachabitur, da die meisten Hochschulen einen Hochschulzulassungsberechtigungsnachweis verlangen. Ein Erste-Hilfe-Kurs und ein Gesundheitszeugnis sind ebenfalls Pflicht.
- Praktikum absolvieren. Schnuppere vor der Bewerbung in einer Klinik, einem Geburtshaus oder bei einer freiberuflichen Hebamme rein. Viele Hochschulen fragen im Auswahlgespräch gezielt nach konkreten Praxiserfahrungen.
- Studienplatz bewerben. Reiche deine Bewerbung direkt an der Hochschule ein, da Hebammenstudiengänge nicht über Hochschulstart laufen. Fristen beginnen oft im Januar für das Wintersemester. Wähle mindestens drei Wunschhochschulen.
- Approbation beantragen. Nach dem Abschluss stellst du beim zuständigen Landesprüfungsamt die Berufserlaubnis (Approbation) als Hebamme gemäß HebG 2020 aus, die deutschlandweit gilt und die eigenverantwortliche Berufsausübung erlaubt.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Hebamme?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Hohe gesellschaftliche Anerkennung und emotionale Sinnhaftigkeit der Arbeit
- Sehr gute Jobsicherheit durch bundesweiten Fachkräftemangel und 396 offene Stellen
- Vielfältige Arbeitsorte: Klinik, Geburtshaus, Hausgeburt, freiberuflich
- Wachsendes Gehaltspotenzial durch Weiterbildungen und freiberufliche Tätigkeit
Das solltest du wissen
- Unregelmäßige Arbeitszeiten, Nacht- und Wochenenddienste belasten die Work-Life-Balance
- Hohe emotionale Belastung bei Komplikationen, Fehlgeburten oder Totgeburten
- Freiberufliche Hebammen kämpfen mit steigenden Haftpflichtprämien
- Körperlich anspruchsvoll durch langes Stehen, Heben und Bereitschaftsdienste
Ähnliche Berufe
Aktuelle Hebamme-Stellen
24 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.
24 Stellen in der Vorschau
Gesucht: Pflegefachkraft/ Hebamme (m/w/d) für den NachtdienstDK
Hebamme bzw. Entbindungspfleger (m/w/d) in Vollzeit oder Teilzeit40.000 €brutto/JahrNMLeitende Hebamme / Leitung Kreißsaal (m/w/d) - Herzberg (Elbe-Elster Klinikum)40.000 €brutto/JahrEKHebamme (m/w/d)44.000 €caKDGesucht: Pflegefachkraft/ Hebamme (m/w/d) für den NachtdienstKLPflegefachkraft / Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in / Hebamme (m/w/d)44.000 €caRM
Hebamme / Entbindungspfleger oder Gesundheits- und (Kinder-)krankenpflegerin (m/w/d) - WinnendenEKHebamme / Entbindungspfleger (m/w/d) in Vollzeit gesuchtUB
Hebamme in der Geburtshilfe – Forschung & Teamwork45.000 €brutto/JahrJT
Dipl. Hebamme FH/HF40.000 €brutto/JahrSAHebamme/ Entbindungspfleger (m/w/d)36.000 €brutto/JahrKW
Hebamme (w/m/d)36.000 €brutto/JahrSSHebamme HF als Beleghebamme44.000 €caKAHebamme Geburtsabteilung – Flexible Einsätze & Extra-Verdienst44.000 €caC
Temporärer Einsatz für Hebamme oder Dipl. Pflegefachperson mit Erfahrung in FrauenheilkundeVKStellv. Leitung Hebamme44.000 €caHDHebamme/ Entbindungspfleger (m/w/d) - Überdurchschnittliches Gehalt45.000 €brutto/JahrUM
Pflegefachkraft / MFA / Hebamme (gn*) Funktionsbereich EingriffeHK
Hebamme (w/m/d) für das hebammengeleitete und interdisziplinäre geburtshilfliche Zentrum in Nauen36.000 €brutto/JahrUFStellvertretende Gruppenleitung / Stellvertretende leitende Hebamme – Kreißsaal45.000 €brutto/JahrAHebamme - Midwife (f/m/d) – International Recruitment and Qualification Program40.000 €brutto/JahrUHHebamme (all genders) - Wissenschaftlich-klinischer Schwerpunkt - experimentelle Feto-Maternale[...]40.000 €brutto/JahrIG
Hebamme / Entbindungspfleger (m/w/d) in Düren – Herzlich willkommen im Team.DDHebamme (m/w/d)40.000 €brutto/Jahr- Tagesaktuelle Stellen
- Direkt beim Arbeitgeber
- Kostenlos, ohne Anmeldung
Häufige Fragen
Wie viel verdiene ich als Hebamme in Deutschland?
Der Medianlohn liegt bei rund 44.000 Euro brutto im Jahr. Als Berufseinsteigerin startest du bei etwa 37.000 Euro. Freiberufliche Hebammen mit eigenem Kundenstamm und Zusatzqualifikationen können deutlich mehr verdienen, tragen aber auch eigene Versicherungskosten.
Muss ich Hebammenkunde studieren oder gibt es noch eine Ausbildung?
Seit dem 1. Januar 2020 regelt das Hebammengesetz (HebG), dass der Beruf über ein primärqualifizierendes Studium erworben wird. Eine klassische Berufsausbildung ist für Neueinsteiger nicht mehr möglich. Wer vor 2020 die Ausbildung abgeschlossen hat, darf weiterhin praktizieren.
Kann ich als Hebamme freiberuflich arbeiten?
Ja, Freiberuflichkeit ist ein weit verbreitetes Modell. Du betreust Schwangere in der Vorsorge, leitest Hausgeburten oder machst Wochenbettbesuche auf eigene Rechnung. Voraussetzung ist eine Berufshaftpflichtversicherung, deren Prämien in den letzten Jahren stark gestiegen sind.
Wie sind die Berufsaussichten für Hebammen aktuell?
Die Aussichten sind sehr gut. Rund 396 offene Stellen zeigen den akuten Bedarf, und der demografische Wandel sowie der Rückzug vieler Kliniken aus der Geburtshilfe verstärken den Mangel weiter. Gut ausgebildete Hebammen mit Weiterbildungen haben eine starke Verhandlungsposition bei Gehalt und Arbeitszeiten.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (56 ausgewertete Live-Stellen von 396 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.