Was macht ein Hörakustiker?
Ein Hörakustiker ist ein staatlich anerkannter Handwerksmeister, der Hörschäden diagnostiziert, Hörgeräte anpasst und Menschen mit Hörminderung in ihrer Alltagskommunikation unterstützt. In Deutschland verdient man im Median 31.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 25.000 €.
Im Berufsalltag steht die enge Arbeit mit Kund:innen aller Altersgruppen im Mittelpunkt: Du führst audiometrische Messungen durch, wählst passende Hörgerätemodelle aus und justierst Geräte mithilfe spezieller Software. Dazu kommen Otoplastik-Herstellung, Reparaturarbeiten und die Abrechnung mit Krankenkassen. Technisches Verständnis und Einfühlungsvermögen sind gleichermaßen gefragt.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Hörakustiker?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Duale Ausbildung zum Hörakustiker
Die dreijährige Berufsausbildung im Ausbildungsbetrieb und an der Berufsschule ist der Standardweg. Danach kannst du die Meisterprüfung ablegen und dich selbstständig machen oder Filialleitung übernehmen.
Meisterfortbildung & Spezialisierung
Nach der Gesellenprüfung ermöglicht der Meisterkurs die Selbstständigkeit und bessere Verdienstmöglichkeiten. Zusatzqualifikationen wie Pädakustik oder Tinnitus-Beratung eröffnen weitere Nischen.
Umschulung & Quereinsteiger
Personen aus Medizin-, Handwerks- oder Einzelhandelsberufen können über eine geförderte Umschulung einsteigen. Anerkannte Vorqualifikationen können die Ausbildungsdauer verkürzen.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Voraussetzungen prüfen. Ein mittlerer Schulabschluss (Realschule oder vergleichbar) ist die typische Eingangsvoraussetzung. Gutes technisches Verständnis und Fingerfertigkeit sind von Vorteil.
- Ausbildungsplatz sichern. Bewirb dich bei Hörakustik-Fachbetrieben, Filialisten wie Amplifon oder Kind oder über die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer in deiner Region.
- Ausbildung absolvieren. Lerne in drei Jahren alle Kernkompetenzen: Audiometrie, Geräte-Fitting, Otoplastik-Herstellung und Kundenberatung, begleitet von Berufsschulunterricht.
- Spezialisieren und aufsteigen. Nach der Gesellenprüfung kannst du den Meisterkurs belegen, dich auf Pädakustik oder Tinnitus spezialisieren oder eine Filialleitung anstreben.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Hörakustiker?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Sinnstiftende Arbeit: Du verbesserst spürbar die Lebensqualität deiner Kund:innen
- Hohe Jobsicherheit durch demografischen Wandel und wachsende Nachfrage
- Abwechslungsreicher Alltag mit technischen und zwischenmenschlichen Aufgaben
- Klare Karrierewege vom Gesellen über den Meister bis zur Filialleitung
Das solltest du wissen
- Einstiegsgehalt von rund 26.000 Euro im Jahr ist vergleichsweise niedrig
- Viel Steharbeit und konzentrierte Feinarbeit können körperlich anspruchsvoll sein
- Kundenkontakt erfordert hohe emotionale Belastbarkeit, besonders bei älteren Kund:innen
- Samstagsarbeit ist in vielen Fachbetrieben und Filialen üblich
Ähnliche Berufe
Aktuelle Hörakustiker-Stellen
16 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.
16 Stellen in der Vorschau
Hörakustikermeister / Hörakustiker (m/w/d)40.000 €brutto/JahrKGAusbildung zum Hörakustiker 2026 in Gera-Debschwitz (w/m/d)KHHÖRAKUSTIKER-MEISTER UND/ODER GESELLE (M/W/D)36.000 €brutto/JahrSOHörakustiker (m/w/d)AHAusbildung zum Hörakustiker (m/w/x)LL
Ausbildung zum Hörakustiker (gn)31.000 €caTKHörakustiker (m/w/d) und Hörakustikmeister (m/w/d)- Tagesaktuelle Stellen
- Direkt beim Arbeitgeber
- Kostenlos, ohne Anmeldung
Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Hörakustiker in Deutschland?
Der Median liegt bei rund 31.000 Euro brutto im Jahr. Als Berufseinsteiger:in kannst du mit etwa 26.000 Euro rechnen. Mit Meistertitel, Spezialisierung oder Leitungsfunktion sind deutlich höhere Gehälter möglich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Hörakustiker?
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Wer anschließend den Meisterkurs belegt, investiert weitere ein bis zwei Jahre. Alternativ gibt es Bachelor-Studiengänge in Hörakustik, die 3,5 bis 4 Jahre umfassen.
Ist der Beruf zukunftssicher?
Ja. Der demografische Wandel sorgt für eine wachsende Zahl von Menschen mit Hörminderung. Derzeit sind bundesweit rund 1.498 Stellen offen, und die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften steigt kontinuierlich.
Kann ich als Quereinsteiger:in Hörakustiker werden?
Ja, über eine Umschulung ist der Einstieg möglich, besonders wenn du Vorerfahrung in Handwerk, Medizin oder Einzelhandel mitbringst. Die Handwerkskammer und die Agentur für Arbeit beraten zu Fördermöglichkeiten und Verkürzungsoptionen.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (185 ausgewertete Live-Stellen von 1.498 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.