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Lackierer (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Du willst mit deinen Händen etwas erschaffen, das wirklich auffällt? Als Lackierer sorgst du dafür, dass Oberflächen glänzen, schützen und überzeugen. Mit einem Medianlohn von 33.000 Euro pro Jahr und über 5.500 offenen Stellen sind deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt ausgezeichnet.
Median 33.000 € · Einstieg ~26.500 € · hohe Nachfrage

33.000 €
Median brutto / Jahr
26.500 €
Einstieg (Junior)
5.568
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 1226 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Lackierer?

Ein Lackierer bereitet Oberflächen vor, trägt Farben, Lacke und Schutzschichten auf und sorgt so für optische sowie funktionale Qualität an Fahrzeugen, Gebäuden oder Industrieteilen. In Deutschland verdient man im Median 33.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 26.500 €.

Im Berufsalltag arbeitest du mit Spritzpistolen, Pinseln und modernen Beschichtungsanlagen. Du erkennst Materialfehler, mischst Farbtöne präzise an und hältst dabei Arbeitsschutz- sowie Umweltvorschriften ein. Ob Karosserie, Holzfassade oder Stahlkonstruktion: Deine Arbeit entscheidet, wie lange eine Oberfläche schützt und wie gut sie aussieht.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Untergrundprüfung und Oberflächenvorbereitung
Anmischen und Abstimmen von Farb- und Lacksystemen
Auftragen von Grund-, Zwischen- und Decklacken
Qualitätskontrolle und Nachbearbeitung von Lackschichten
Einhalten von Arbeitsschutz- und Umweltschutzvorschriften
Pflege und Wartung von Maschinen und Spritzgeräten
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Oberflächenvorbereitung & Schleifen 30%Lackieren und Beschichten 35%Qualitätskontrolle & Nacharbeit 15%Materialvorbereitung & Farbmischung 12%Dokumentation & Gerätepflege 8%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

09:00
Arbeitsmaterial prüfen und Untergrund schleifen
10:30
Farbtöne nach Kundenvorgabe anmischen und abstimmen
11:30
Grundierung auftragen und Trocknungszeiten überwachen
13:30
Decklack spritzen und gleichmäßigen Auftrag kontrollieren
15:00
Oberfläche polieren, Qualität dokumentieren und Gerät reinigen

Wie wirst du Lackierer?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Ausbildung zum Maler und Lackierer ~65%Meister / Techniker ~20%Direkt in den Betrieb ~15%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Ausbildung zum Maler und Lackierer

Die dreijährige duale Ausbildung im Handwerk oder in der Industrie ist der häufigste Einstiegsweg. Du lernst Betrieb und Berufsschule parallel kennen und startest danach mit rund 27.500 Euro im Jahr.

3 J.~65%
Weiterbildung

Meister / Techniker

Nach der Ausbildung kannst du den Meistertitel im Maler- und Lackiererhandwerk ablegen oder eine Weiterbildung zum Fahrzeuglackiermeister absolvieren. Das öffnet Türen zur Selbstständigkeit und zu Führungsaufgaben.

1–2 J.~20%
Quereinstieg

Direkt in den Betrieb

Wer handwerkliches Geschick mitbringt, kann oft als Helfer einsteigen und sich betriebsintern qualifizieren. Berufsbegleitende Kurse bei Handwerkskammern ermöglichen nachträgliche Zertifikate.

6–18 M.~15%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

Duale Ausbildung Fahrzeuglackierer/in
Spezialausbildung für Karosserie- und Fahrzeuglackierung, angeboten im Kfz-Handwerk deutschlandweit.
3 J.
Ausbildung Maler und Lackierer, Fachrichtung Gestaltung
Kombination aus Oberflächenbehandlung und kreativer Farbgestaltung an Gebäuden und Einrichtungen.
3 J.
Meisterkurs Maler- und Lackiererhandwerk
Berufsbegleitender oder Vollzeit-Meisterkurs, z. B. an Handwerkskammern in München, Hamburg oder Köln.
12–18 M.
Weiterbildung Industrielackierer (IHK-Zertifikat)
Praxisnahe Qualifizierung für den industriellen Bereich, abgeschlossen mit IHK-Zertifikat.
6–12 M.

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Ausbildungsplatz finden. Bewirb dich bei Karosseriebetrieben, Malerbetrieben oder Industrieunternehmen. Die Handwerkskammer deiner Region vermittelt offene Stellen.
  2. Ausbildung erfolgreich abschließen. Lerne Grundlagen der Oberflächenbehandlung, Farbchemie und Arbeitssicherheit und lege die Gesellenprüfung ab.
  3. Berufserfahrung sammeln. Spezialisiere dich, z. B. auf Fahrzeuglackierung oder Korrosionsschutz, und bau dir ein Netzwerk in der Branche auf.
  4. Weiterbildung anstreben. Meisterkurs, Technikerausbildung oder IHK-Zertifikat steigern dein Gehalt und eröffnen Führungs- oder Selbstständigkeitsperspektiven.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Lackier- und Beschichtungstechnik
85%
Farbmischung und Farbtonabstimmung
78%
Oberflächenvorbereitung und Schleiftechnik
75%
Umgang mit Spritzgeräten und Anlagen
70%
Qualitätskontrolle und Fehleranalyse
60%
Kenntnisse Arbeits- und Umweltschutz
50%
Grundlagen Werkstoffkunde
30%

Persönliche Stärken

Sorgfalt und GenauigkeitFarbgefühl und ästhetisches EmpfindenAusdauer bei körperlich anspruchsvollen TätigkeitenZuverlässigkeit und PünktlichkeitTeamfähigkeit auf Baustellen und in WerkstättenVerantwortungsbewusstsein für Materialien und Sicherheit

Das solltest du formal mitbringen

Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsabschluss
Keine Farbfehlsichtigkeit (Farbtüchtigkeit wird oft geprüft)
Körperliche Belastbarkeit (Stehen, Knien, Arbeiten auf Leitern)
Bestandene Ausbildungseignungsprüfung bzw. Ausbildungsvertrag

Was verdient ein Lackierer?

33.000 € / Jahr (Median)
Spanne 26.000 – 42.000 € · Einstieg ab ~26.500 € · ca. 17 €/h · ca. 2.133 € netto/Mon. (St. I)
26k33k36k40k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
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Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
26.500 €
Lackiererhelfer / Auszubildender0–3 J.
33.000 €
Geselle / Fachkraft Lackierung3–5 J.
39.000 €
Spezialist (z. B. Fahrzeuglackierer, Korrosionsschutz)5–8 J.
48.000 €
Vorarbeiter / Kolonnenführer8–12 J.
58.000 €
Meister / Betriebsleitungab 12 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Hohe Nachfrage: über 5.500 offene Stellen bundesweit
  • Sichtbares Ergebnis der eigenen Arbeit mit hohem Befriedigungseffekt
  • Vielfältige Spezialisierungen in Industrie, Kfz und Bauwesen
  • Gute Aufstiegschancen bis zum Meister oder zur Selbstständigkeit

Das solltest du wissen

  • Körperliche Belastung durch Stehen, Heben und Zwangshaltungen
  • Kontakt mit Lösungsmitteln und Lacken erfordert konsequenten Schutz
  • Einstiegsgehalt von rund 27.500 Euro ist im Handwerk eher moderat
  • Saisonale Schwankungen besonders im Bauwesen möglich

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20 Stellen in der Vorschau

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Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Lackierer in Deutschland?

Der Medianlohn liegt bei rund 33.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten meist mit etwa 27.500 Euro. Mit Meistertitel oder in spezialisierten Branchen wie der Industrie sind deutlich höhere Gehälter möglich.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Lackierer?

Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Du lernst parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa mit einem guten Abschluss, kann die Ausbildung verkürzt werden.

Welche Spezialisierungen gibt es im Lackiererberuf?

Du kannst dich auf Fahrzeuglackierung, Bauten- und Korrosionsschutz, Industrielackierung oder dekorative Gestaltung spezialisieren. Jede Richtung hat eigene Techniken, Materialien und Karriereperspektiven.

Wie sind die Jobaussichten für Lackierer?

Die Aussichten sind gut: Aktuell gibt es bundesweit über 5.500 offene Stellen. Der Fachkräftemangel im Handwerk sorgt dafür, dass ausgebildete Lackierer gesucht sind. Besonders in der Kfz-Branche und im industriellen Bereich ist die Nachfrage hoch.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (1226 ausgewertete Live-Stellen von 5.568 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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