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Lehrer (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Lehrer gestalten Bildung, fördern Talente und begleiten junge Menschen durch entscheidende Entwicklungsphasen. Mit einem Mediangehalt von 58.000 Euro jährlich und über 4.000 offenen Stellen bundesweit bietet der Lehrberuf echte Perspektiven und gesellschaftliche Relevanz.
Median 58.000 € · Einstieg ~46.500 € · hohe Nachfrage

58.000 €
Median brutto / Jahr
46.500 €
Einstieg (Junior)
4.122
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 777 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Lehrer?

Ein Lehrer plant, gestaltet und leitet Unterricht an Schulen, bewertet Lernleistungen und begleitet Schülerinnen und Schüler in ihrer fachlichen wie persönlichen Entwicklung. In Deutschland verdient man im Median 58.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 46.500 €.

Der Alltag im Lehrberuf geht weit über den Unterricht hinaus: Elterngespräche, Konferenzen, Förderkonzepte und individuelle Beratung prägen den Berufsalltag ebenso wie die kontinuierliche Unterrichtsvorbereitung. Wer in Deutschland Lehrer wird, arbeitet in einem krisensicheren, tariflich geregelten Beschäftigungsfeld mit klarer Beamtenstruktur oder Angestelltenverhältnis.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Unterricht planen, vorbereiten und durchführen
Schülerinnen und Schüler individuell fördern und beraten
Leistungen beurteilen und Zeugnisse ausstellen
Eltern regelmäßig informieren und beraten
An Schulkonferenzen und pädagogischen Konzepten mitwirken
Klassenfahrten, Projekte und außerschulische Aktivitäten organisieren
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Unterricht halten 40%Unterricht vor- und nachbereiten 25%Korrekturen und Leistungsbewertung 15%Eltern- und Schülergespräche 10%Konferenzen und Verwaltung 10%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

09:00
Erste Unterrichtsstunde: Einführung eines neuen Grammatikthemas in Klasse 8
10:30
Individuelle Förderstunde mit leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern
12:00
Korrektur von Klassenarbeiten und Noteneintragung im Schulverwaltungssystem
13:30
Elterngespräch zur Lernentwicklung eines Schülers mit Konzentrationsschwierigkeiten
15:00
Vorbereitung der Unterrichtseinheit für den nächsten Tag inklusive Materialdruck

Wie wirst du Lehrer?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Lehramtsstudium ~55%Berufsschullehramt über Ausbildung ~20%Quereinstieg mit Fachstudium ~25%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Lehramtsstudium

Der Standardweg führt über ein Lehramtsstudium (Bachelor und Master) an einer Universität, gefolgt vom Referendariat. Dieses Modell ist an allen Schulformen möglich und mündet direkt in die Verbeamtung oder ein tarifliches Angestelltenverhältnis.

5–7 J.~55%
Ausbildung + Weiterbildung

Berufsschullehramt über Ausbildung

Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung mitbringt, kann über berufsbegleitende Studiengänge oder spezielle Masterprogramme ins Berufsschullehramt einsteigen. Einige Bundesländer bieten hier verkürzte Wege mit anerkannter Praxiszeit.

3–4 J.~20%
Quereinstieg

Quereinstieg mit Fachstudium

Akademikerinnen und Akademiker mit einem fachfremden Universitätsabschluss können in vielen Bundesländern direkt als Quereinsteiger in den Schuldienst eintreten, oft verbunden mit berufsbegleitenden pädagogischen Qualifizierungsmaßnahmen.

1–2 J.~25%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

Lehramt Bachelor of Education (B.Ed.)
Grundlegendes Hochschulstudium mit zwei Unterrichtsfächern und bildungswissenschaftlichen Anteilen an einer staatlichen Universität.
6–7 Semester
Lehramt Master of Education (M.Ed.)
Aufbauender Masterstudiengang zur Vertiefung der Fachdidaktik und Pädagogik, Voraussetzung für das Referendariat.
4 Semester
Referendariat (Vorbereitungsdienst)
Staatlich organisierte Praxisphase an einer Ausbildungsschule mit begleitenden Seminaren, abgeschlossen durch das Zweite Staatsexamen.
18–24 Monate
Zertifikatskurs Pädagogik für Quereinsteiger
Berufsbegleitende Qualifizierung für Hochschulabsolventinnen und -absolventen ohne Lehramt, angeboten von Landesinstituten wie dem LI Hamburg oder QUA-LiS NRW.
12–18 Monate

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Fachstudium prüfen. Stelle sicher, dass dein Hochschulabschluss in einem schulrelevanten Fach vorliegt und von der zuständigen Schulbehörde deines Bundeslandes anerkannt wird.
  2. Bundesland wählen. Bewirb dich direkt beim Kultusministerium oder der Schulbehörde des gewünschten Bundeslandes, da Einstellungsbedingungen und Mangelfächer je nach Region stark variieren.
  3. Pädagogische Qualifizierung absolvieren. Belege berufsbegleitend einen anerkannten Zertifikatskurs in Pädagogik und Fachdidaktik, den die meisten Bundesländer als Pflichtbestandteil des Quereinstiegs vorschreiben.
  4. Probe- und Festanstellung sichern. Nach erfolgreichem Einstieg folgt eine Probezeit von in der Regel zwei Jahren, nach deren positivem Abschluss die Entfristung oder Verbeamtung auf Probe erfolgt.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Fachdidaktik
85%
Unterrichtsplanung
78%
Klassenführung
72%
Digitale Medienkompetenz
65%
Leistungsdiagnostik
58%
Konfliktmanagement
50%
Schulrechtliche Kenntnisse
30%

Persönliche Stärken

Kommunikationsstärke im Umgang mit Schülerinnen, Schülern und ElternGeduld und Empathie in schwierigen LernsituationenOrganisationstalent für Unterricht und SchulprojekteBelastbarkeit im stressreichen Schul- und PrüfungsalltagAnpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lerntypen und KlassensituationenTeamfähigkeit in der Zusammenarbeit mit dem Kollegium

Das solltest du formal mitbringen

Abgeschlossenes Lehramtsstudium (B.Ed. und M.Ed.) oder gleichwertiger Hochschulabschluss mit pädagogischer Zusatzqualifikation
Erfolgreich abgelegtes Zweites Staatsexamen nach dem Referendariat oder anerkannte Lehrerbefähigung
Einwandfreies erweitertes Führungszeugnis nach §30a BZRG
Gesundheitliche Eignung, nachgewiesen durch amtsärztliches Attest (Voraussetzung für Verbeamtung)

Was verdient ein Lehrer?

58.000 € / Jahr (Median)
Spanne 42.000 – 78.000 € · Einstieg ab ~46.500 € · ca. 30 €/h · ca. 3.314 € netto/Mon. (St. I)
46k58k63k70k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
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Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
46.500 €
Referendar (Lehramtsanwärter)0–2 J.
58.000 €
Lehrer (Berufseinsteiger)2–5 J.
68.500 €
Fachbereichsleitung5–10 J.
84.000 €
Stufenleitung / Koordination10–15 J.
101.500 €
Schulleiterin / Schulleiterab 15 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Hohe Arbeitsplatzsicherheit durch Verbeamtung oder unbefristete Anstellung im öffentlichen Dienst
  • Planbare Arbeitszeiten mit gesetzlich geregelten Ferienzeiten
  • Gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeit mit direktem Einfluss auf Bildungsbiografien
  • Attraktive Gehalts- und Pensionsansprüche im Beamtenstatus ab Einstieg bei rund 48.500 Euro

Das solltest du wissen

  • Hohe emotionale Belastung durch disziplinarische Herausforderungen und heterogene Klassen
  • Erheblicher Zeitaufwand für Korrekturen und Vorbereitung außerhalb der Unterrichtszeit
  • Bürokratische Hürden bei Schulverwaltung, Dokumentationspflichten und Elternkommunikation
  • Eingeschränkte Karrieremobilität und geringe Aufstiegsmöglichkeiten ohne Führungsposition

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Häufige Fragen

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Lehrer in Deutschland?

Als Berufseinsteiger im Lehramt kannst du je nach Bundesland und Schulform mit einem Bruttogehalt von rund 48.500 Euro im Jahr rechnen. Verbeamtete Lehrkräfte erhalten zusätzlich Beihilfe zur Krankenversicherung, was das Nettoeinkommen spürbar erhöht.

Kann ich als Quereinsteiger Lehrer werden, ohne ein Lehramtsstudium abgeschlossen zu haben?

Ja, viele Bundesländer ermöglichen den Quereinstieg in den Schuldienst für Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit einem fachlich relevanten Universitätsabschluss. Du absolvierst dann meist eine berufsbegleitende pädagogische Qualifizierung und durchläufst eine Probezeit an der Schule.

Wie viele offene Lehrerstellen gibt es aktuell in Deutschland?

Aktuell sind bundesweit rund 4.122 Lehrerstellen ausgeschrieben. Der tatsächliche Bedarf liegt aufgrund des strukturellen Lehrermangels, besonders in MINT-Fächern und Grundschulen, deutlich höher. Die Einstellungschancen sind in den meisten Bundesländern sehr gut.

Muss ich als Lehrer verbeamtet werden oder gibt es auch Angestelltenverhältnisse?

Das hängt vom Bundesland ab. In den meisten Bundesländern werden Lehrkräfte an öffentlichen Schulen verbeamtet, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. In einigen Ländern wie Berlin oder Brandenburg ist ein Angestelltenverhältnis nach TVöD-L oder TV-L üblicher oder sogar der Regelfall.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (777 ausgewertete Live-Stellen von 4.122 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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