Was macht ein Lehrer?
Ein Lehrer plant, gestaltet und leitet Unterricht an Schulen, bewertet Lernleistungen und begleitet Schülerinnen und Schüler in ihrer fachlichen wie persönlichen Entwicklung. In Deutschland verdient man im Median 58.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 46.500 €.
Der Alltag im Lehrberuf geht weit über den Unterricht hinaus: Elterngespräche, Konferenzen, Förderkonzepte und individuelle Beratung prägen den Berufsalltag ebenso wie die kontinuierliche Unterrichtsvorbereitung. Wer in Deutschland Lehrer wird, arbeitet in einem krisensicheren, tariflich geregelten Beschäftigungsfeld mit klarer Beamtenstruktur oder Angestelltenverhältnis.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Lehrer?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Lehramtsstudium
Der Standardweg führt über ein Lehramtsstudium (Bachelor und Master) an einer Universität, gefolgt vom Referendariat. Dieses Modell ist an allen Schulformen möglich und mündet direkt in die Verbeamtung oder ein tarifliches Angestelltenverhältnis.
Berufsschullehramt über Ausbildung
Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung mitbringt, kann über berufsbegleitende Studiengänge oder spezielle Masterprogramme ins Berufsschullehramt einsteigen. Einige Bundesländer bieten hier verkürzte Wege mit anerkannter Praxiszeit.
Quereinstieg mit Fachstudium
Akademikerinnen und Akademiker mit einem fachfremden Universitätsabschluss können in vielen Bundesländern direkt als Quereinsteiger in den Schuldienst eintreten, oft verbunden mit berufsbegleitenden pädagogischen Qualifizierungsmaßnahmen.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Fachstudium prüfen. Stelle sicher, dass dein Hochschulabschluss in einem schulrelevanten Fach vorliegt und von der zuständigen Schulbehörde deines Bundeslandes anerkannt wird.
- Bundesland wählen. Bewirb dich direkt beim Kultusministerium oder der Schulbehörde des gewünschten Bundeslandes, da Einstellungsbedingungen und Mangelfächer je nach Region stark variieren.
- Pädagogische Qualifizierung absolvieren. Belege berufsbegleitend einen anerkannten Zertifikatskurs in Pädagogik und Fachdidaktik, den die meisten Bundesländer als Pflichtbestandteil des Quereinstiegs vorschreiben.
- Probe- und Festanstellung sichern. Nach erfolgreichem Einstieg folgt eine Probezeit von in der Regel zwei Jahren, nach deren positivem Abschluss die Entfristung oder Verbeamtung auf Probe erfolgt.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Lehrer?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Hohe Arbeitsplatzsicherheit durch Verbeamtung oder unbefristete Anstellung im öffentlichen Dienst
- Planbare Arbeitszeiten mit gesetzlich geregelten Ferienzeiten
- Gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeit mit direktem Einfluss auf Bildungsbiografien
- Attraktive Gehalts- und Pensionsansprüche im Beamtenstatus ab Einstieg bei rund 48.500 Euro
Das solltest du wissen
- Hohe emotionale Belastung durch disziplinarische Herausforderungen und heterogene Klassen
- Erheblicher Zeitaufwand für Korrekturen und Vorbereitung außerhalb der Unterrichtszeit
- Bürokratische Hürden bei Schulverwaltung, Dokumentationspflichten und Elternkommunikation
- Eingeschränkte Karrieremobilität und geringe Aufstiegsmöglichkeiten ohne Führungsposition
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Häufige Fragen
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Lehrer in Deutschland?
Als Berufseinsteiger im Lehramt kannst du je nach Bundesland und Schulform mit einem Bruttogehalt von rund 48.500 Euro im Jahr rechnen. Verbeamtete Lehrkräfte erhalten zusätzlich Beihilfe zur Krankenversicherung, was das Nettoeinkommen spürbar erhöht.
Kann ich als Quereinsteiger Lehrer werden, ohne ein Lehramtsstudium abgeschlossen zu haben?
Ja, viele Bundesländer ermöglichen den Quereinstieg in den Schuldienst für Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit einem fachlich relevanten Universitätsabschluss. Du absolvierst dann meist eine berufsbegleitende pädagogische Qualifizierung und durchläufst eine Probezeit an der Schule.
Wie viele offene Lehrerstellen gibt es aktuell in Deutschland?
Aktuell sind bundesweit rund 4.122 Lehrerstellen ausgeschrieben. Der tatsächliche Bedarf liegt aufgrund des strukturellen Lehrermangels, besonders in MINT-Fächern und Grundschulen, deutlich höher. Die Einstellungschancen sind in den meisten Bundesländern sehr gut.
Muss ich als Lehrer verbeamtet werden oder gibt es auch Angestelltenverhältnisse?
Das hängt vom Bundesland ab. In den meisten Bundesländern werden Lehrkräfte an öffentlichen Schulen verbeamtet, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. In einigen Ländern wie Berlin oder Brandenburg ist ein Angestelltenverhältnis nach TVöD-L oder TV-L üblicher oder sogar der Regelfall.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (777 ausgewertete Live-Stellen von 4.122 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.