Ausbildung Elektroniker/in in Kassel 2026: Gehalt, Chancen & 29 offene Stellen
Gehalt, Top-Betriebe, Bewerbungstipps und ehrliche Einblicke – kompakt für deinen Start in die Ausbildung in Kassel.
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Du suchst eine Ausbildung als Elektroniker in Kassel? Dann hast du gerade richtig gute Karten: 29 Stellen bei 18 Arbeitgebern sind aktuell offen, und der Beruf ist offiziell als Engpassberuf eingestuft. Das bedeutet: Unternehmen suchen dringend Azubis – und du kannst dir aussuchen, wo du anfängst.
In diesem Guide findest du alles, was du wissen musst: Was verdienst du? Welche Betriebe bilden in Kassel aus? Kannst du dir die Stadt als Azubi leisten? Und lohnt sich die Ausbildung überhaupt – auch langfristig?
Was ist die Ausbildung Elektroniker in Kassel?
Als Elektroniker/-in installierst, wartest und reparierst du elektrische Anlagen, Maschinen und Systeme – von der Steuerungstechnik bis zur Gebäudeautomation. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und wird dual absolviert: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab. Kassel ist als Industrie- und Technologiestandort ein solider Einstiegsort für diesen Beruf – mit großen Industriebetrieben, Handwerksbetrieben und einem wachsenden Bereich rund um Schienenfahrzeugtechnik und Maschinenbau als direkte Arbeitgeber.
Kassel hat eine ausgeprägte Industrie- und Handwerksstruktur, die Elektroniker/-innen dauerhaft nachfragt. Neben dem Schienenfahrzeugbau (Bombardier/Alstom-Standort) gibt es zahlreiche mittelständische Maschinenbau- und Elektrounternehmen im Raum Kassel. Auch Handwerksbetriebe für Elektroinstallation und Gebäudetechnik suchen regelmäßig Nachwuchs. Durch die Energiewende und Digitalisierung wächst der Bedarf an Fachkräften in der Antriebs- und Steuerungstechnik spürbar.
📚Was erwartet dich in der Ausbildung?
Du lernst, elektrische Anlagen zu installieren, zu prüfen und Fehler systematisch zu suchen und zu beheben. In der Berufsschule behandelst du Themen wie Elektrotechnik, Steuerungstechnik, Schaltpläne lesen und Sicherheitsvorschriften. Im Betrieb arbeitest du von Anfang an an echten Anlagen – je nach Fachrichtung in der Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik oder Automatisierungstechnik.
- ✓Elektrische Anlagen installieren und prüfen
- ✓Schalt- und Steuerungsanlagen aufbauen
- ✓Fehler mit Messgeräten systematisch suchen
- ✓Schaltpläne lesen und dokumentieren
- ✓Sicherheitsvorschriften (VDE) anwenden
⏰Dein Tag als Azubi
So könnte ein typischer Ausbildungstag als Elektroniker/in aussehen:
- 07:00Treffen am Betrieb. Material und Werkzeug für die Baustelle einladen.
- 08:00Baustelle: Verteilerkästen installieren, Kabel ziehen.
- 12:00Brotzeit mit dem Team – meist auf der Baustelle.
- 13:00Weiter mit Installationen. Auch mal Kundengespräch zur Planung.
- 16:00Werkzeug zurück in den Betrieb, Baustelle aufräumen.
- 17:00Feierabend. Zur Berufsschule 1-2 × pro Woche.
💰Was verdienst du in der Ausbildung als Elektroniker in Kassel?
Im ersten Lehrjahr verdienst du im Schnitt rund 950 Euro brutto monatlich, im zweiten etwa 1.040 Euro und im dritten ca. 1.180 Euro – je nach Tarifvertrag und Betrieb. Nach der Ausbildung sind Einstiegsgehälter von ungefähr 2.800 bis 3.400 Euro brutto möglich. Handwerk und Industrie zahlen dabei unterschiedlich, Industriebetriebe liegen häufig etwas höher.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr
Grobe Richtwerte (brutto/Monat). Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarif, Branche und Region ab.
🚀Wie geht es nach der Ausbildung als Elektroniker weiter?
Mit dem Abschluss in der Tasche hast du in Kassel und der Region gute Chancen auf eine Festanstellung – oft direkt im Ausbildungsbetrieb. Wer nicht auf der Stelle stehen bleiben will, kann sich gezielt weiterqualifizieren: über Meister, Techniker oder sogar ein Studium. Das Lohnpotenzial steigt dabei deutlich.
Einstieg als Elektroniker
2.600 €Elektromeister/-in
3.400 - 4.500 €Staatlich geprüfte/-r Elektrotechniker/-in (Fachschule)
3.200 - 4.200 €Studium Elektrotechnik (oft mit Verkürzung möglich)
3.800 - 5.500 €⚖️Ausbildung oder Studium als Elektroniker: Was lohnt sich?
Die Ausbildung lohnt sich, wenn du schnell praktisch arbeiten und Geld verdienen willst. Ein Elektrotechnik-Studium an der Uni Kassel dauert länger und ist theoretischer, öffnet aber Türen ins Ingenieurwesen. Wer unsicher ist, kann auch nach der Ausbildung noch studieren – der umgekehrte Weg ist schwieriger.
Ausbildung als Elektroniker
- ✓Sofort Geld verdienen ab Tag 1
- ✓Direkt praxisnah im Betrieb lernen
- ✓Schneller Berufseinstieg nach 3,5 Jahren
B.Sc. Elektrotechnik (Universität Kassel)
- ✓Höheres Gehaltsniveau langfristig möglich
- ✓Ingenieuraufgaben und Entwicklung möglich
- ✓Breiteres Karrierespektrum weltweit
Ausbildung vs. Studium: Wer hat mit 25 mehr verdient?
Vereinfachte Modellrechnung (netto, gerundet) – die Ausbildung verdient ab Tag 1, ein Studium startet später.
🏢Welche Betriebe bilden als Elektroniker in Kassel aus?
Vom spezialisierten Fachbetrieb bis zum großen öffentlichen Arbeitgeber: In Kassel suchen gerade viele Betriebe Azubis als Elektroniker. Hier siehst du, wer ausbildet – und kommst mit einem Klick direkt zu ihren offenen Stellen.
Diese Betriebe in Kassel bilden gerade aus
Passt das zu dir?
Drei kurze Fragen, eine ehrliche Einschätzung – kein Test mit richtig oder falsch.
Deine Stärken: Belastbarkeit · Teamgeist · Hands-on
🤔Schaffe ich das – und kann ich mir das leisten?
Kurze, ehrliche Antworten auf die Fragen, die sich fast alle vor der Bewerbung stellen.
Ist die Ausbildung schwer?
Ehrlich: Am Anfang ist vieles neu, und die Zwischen- und Abschlussprüfung solltest du ernst nehmen – gerade die Technik. Aber deine Schulnoten sind weniger wichtig, als du denkst: Der Betrieb bringt dir alles Schritt für Schritt bei. Wer zuverlässig ist und mit anpackt, schafft die Ausbildung auch mit einem normalen Haupt- oder Realschulabschluss.
Was, wenn ich abgelehnt werde?
Ganz normal – bewirb dich einfach bei mehreren Betrieben gleichzeitig. Klappt es erst mal nicht, ist ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oft die Brücke in die Ausbildung. Viele Betriebe stellen sogar kurz vor oder nach dem Ausbildungsstart noch ein – aktuell gibt es mehr freie Plätze als Bewerber.
Kann ich mir Kassel als Azubi leisten?
Eng, aber machbar. So sieht ein typischer Monat im 1. Lehrjahr ungefähr aus:
- ➕ Ausbildungsgehalt: ca. 950 € brutto (netto etwas weniger)
- ➖ WG-Zimmer (Randbezirke günstiger): ~450–650 €
- ➖ Azubi-/Deutschland-Ticket: ~29–58 €
- ➖ Essen, Handy, Freizeit: ~250 €
- 💡 Tipp: Mit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit bekommst du je nach Situation mehrere hundert Euro extra – besonders, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.
🔄Quereinstieg & Umschulung: Ausbildung mit 25, 30 oder älter
Eine Ausbildung ist nicht nur etwas für Schulabgänger. Für eine duale Ausbildung gibt es kein Höchstalter – viele Betriebe schätzen die Reife und Zuverlässigkeit von Quereinsteigern und Umschülern sogar besonders.
- Umschulung statt klassischer Ausbildung: Mit Berufserfahrung geht es oft schneller – eine Umschulung dauert meist 2 Jahre und endet mit demselben anerkannten Kammerabschluss (IHK/HWK).
- Förderung über den Bildungsgutschein: Agentur für Arbeit oder Jobcenter können eine Umschulung komplett finanzieren – Lehrgangskosten und oft auch deinen Lebensunterhalt. Für eine reguläre Ausbildung helfen BAB, Wohngeld oder Aufstiegs-BAföG.
- Teilzeit ist möglich: Eine Ausbildung in Teilzeit ist gesetzlich erlaubt – praktisch, wenn du Familie hast oder nebenbei arbeiten musst.
- So startest du: Lass dich kostenlos von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit beraten (Ausbildung vs. Umschulung, Förderung) – und bewirb dich parallel direkt auf freie Stellen.
Wie bewirbst du dich für eine Ausbildung als Elektroniker?
Für eine Ausbildung als Elektroniker brauchst du ein kurzes Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und deine letzten zwei Zeugnisse. Bewirb dich am besten von September bis November für das Folgejahr, dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen. Wichtig sind Freundlichkeit und Kommunikationsstärke, ein Praktikum vorab ist ein Plus.
Wann bewerben?
Die meisten Ausbildungen starten am 1. September. Große Ketten suchen ab Herbst des Vorjahres (Sep–Nov 2025 für Start Sep 2026). Dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen.
Deine Bewerbungsunterlagen – Checkliste
Anschreiben-Vorlage: So könnte deins aussehen
Sehr geehrte Frau/Herr [Name],
ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz als Elektroniker/in in Ihrem Haus in [Stadtteil]. Auf Ihre Stellenanzeige bin ich über [Quelle] aufmerksam geworden.
[Warum dieser Betrieb?] Ich habe mich über Ihren Betrieb informiert und schätze besonders [konkretes Detail – z.B. die Ausbildungsqualität, das Team, die moderne Ausstattung].
[Warum Elektro?] Ich interessiere mich seit Längerem für Elektroniker und möchte genau das lernen. Durch ein Praktikum bei [Betrieb] konnte ich bereits erste praktische Einblicke gewinnen.
[Was bringe ich mit?] Ich bin zuverlässig, teamfähig und motiviert, Neues zu lernen. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Vorstellungsgespräch: So überzeugst du
👔 Was anziehen?
- Lebensmittel/Drogerie: Saubere Jeans + Bluse/Hemd, geschlossene Schuhe
- Mode: Zeig deinen Stil – gepflegt, aber nicht übertrieben
- Technik: Smart Casual, kein Anzug nötig
- Generell: Lieber etwas über- als unterdressed
💡 Was vorbereiten?
- Besuche den Laden vorher als Kunde – merk dir Details
- Überleg dir: Was gefällt dir an dem Betrieb konkret?
- Bereite 2–3 eigene Fragen vor („Wie sieht ein typischer Tag aus?“)
- Übe mit Freunden oder Familie ein Rollenspiel
Soft Skills, die Betriebe wirklich suchen
Noten sind weniger wichtig als du denkst. Die meisten Betriebe sagen: „Wir gucken nicht aufs Zeugnis, wir gucken, ob du mit Leuten kannst.“
🕐Wie sind die Arbeitszeiten in der Ausbildung als Elektroniker?
Arbeitszeiten und Bedingungen hängen vom Betrieb und der Branche ab – in der Regel sind es rund 38–40 Stunden pro Woche, oft mit frühem Start und je nach Betrieb auch mal Samstagsdienst. Achte im Ausbildungsvertrag auf geregelte Arbeitszeiten, deinen Urlaubsanspruch, die Vergütung und die Übernahmechancen nach der Ausbildung.
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Karte und aktuelle Stellenauswahl
Kassel im Überblick
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Formal gibt es keine gesetzliche Mindestanforderung, aber in der Praxis erwarten die meisten Betriebe in Kassel mindestens einen Hauptschulabschluss. Viele Industriebetriebe bevorzugen einen mittleren Schulabschluss oder sogar Abitur. Gute Noten in Mathe und Physik sind ein echtes Plus.
Ja, das Berufsschulzentrum in Kassel bietet elektrotechnische Fachklassen an. Dort lernst du Theorie zu Schaltungstechnik, Steuerungssystemen und Sicherheitsvorschriften. Welche Schule genau zuständig ist, hängt von deiner Fachrichtung und deinem Ausbildungsbetrieb ab.
Die häufigsten Fachrichtungen sind Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik sowie Automatisierungstechnik. In Kassel sind besonders Betriebstechnik (Industrie) und Energie- und Gebäudetechnik (Handwerk) stark vertreten. Die Wahl hängt vom Ausbildungsbetrieb ab.
Das variiert je nach Tarifvertrag. Industriebetriebe zahlen oft nach dem Metalltarif oder einem eigenen Haustarifvertrag und liegen teils etwas über den Handwerkssätzen. Im Schnitt kannst du mit den angegebenen Werten rechnen – schau beim Betrieb gezielt nach, ob ein Tarifvertrag gilt.
Ja, mit Fachhochschulreife oder allgemeiner Hochschulreife kannst du an der Uni Kassel Elektrotechnik studieren. Auch ohne Abitur gibt es in Hessen Wege ins Studium nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung. Informiere dich bei der Uni Kassel über die Zulassung für Berufserfahrene.
In bestimmten Fällen – etwa bei Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen – kann eine Ausbildung in Teilzeit beantragt werden. Die Ausbildungsdauer verlängert sich dann entsprechend. Sprich deinen Wunschbetrieb oder die Handwerkskammer bzw. IHK Kassel darauf an.
Du arbeitest teils auf Leitern, in engen Schaltschränken oder im Freien. Schwindelfreiheit und handwerkliches Geschick sind wichtig. Farbsehschwäche kann bei der Arbeit mit Kabeln relevant sein – lass das vorher ärztlich klären, wenn du unsicher bist.
Der Fachkräftebedarf in der Elektrotechnik ist in Kassel und der nordhessischen Region konstant hoch. Viele Betriebe übernehmen ihre Azubis nach erfolgreich bestandener Prüfung. Auch ohne direkte Übernahme findest du mit dem Abschluss gute Chancen sowohl im Handwerk als auch in der Industrie.
Quellenangaben
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET & Engpassanalyse
- BIBB Datenreport zur Berufsbildung
- StudySmarter Jobbörse: aktuelle Ausbildungsstellen (laufend aktualisiert)