Stabsstellen - Stabsstelle Diversity und Antidiskriminierung
Bewerbungsende: 12.10.2026
Die Diversity-Strategie der Freien Universität Berlin erkennt die mehrdimensionalen Unterschiede zwischen Menschen an und berücksichtigt ihre Verknüpfung mit intersektionalen, also ineinandergreifenden Ungleichheitsverhältnissen bzw. Diskriminierungsstrukturen. Angestrebt werden eine barriere- und diskriminierungsarme Lehr-, Lern- und Arbeitsumgebung, gleichberechtigte Teilhabe und die nachhaltige Erfüllung struktureller Chancengleichheit an der Universität.
Mit der im August 2023 eingerichteten Stabsstelle Diversity und Antidiskriminierung entwickelt die Freie Universität Berlin bedarfsgerechte Arbeitsstrukturen zur Realisierung ihrer Ziele und zur Umsetzung der sich rasch entwickelnden Anforderungen des Arbeitsfeldes. Sie verfolgt dabei einen horizontalen und machtsensiblen Ansatz (siehe www.fu-berlin.de/diversity). Der Fokus der Stabsstelle Diversity und Antidiskriminierung liegt zunächst auf den vier Aufgabenfeldern strategische Steuerung, Förderung von Diversity/Prävention von Diskriminierung, Antidiskriminierungsberatung und Konflikt- & Beschwerdemanagement.
Die Konzeptionsphase für den Aufbau eines formalisierten Beschwerdeverfahrens bei Diskriminierung wurde im Sommer 2026 abgeschlossen, ein Entwurf für eine Beschwerdeverfahrenssatzung befindet sich in der finalen Abstimmung. Nun folgt die Implementierung des Beschwerdeverfahrens, welche von einer zielgruppenspezifischer Öffentlichkeitsarbeit flankiert werden muss.
Für die hier ausgeschriebene Referent*innen-Stelle in einem kleinen, engagierten, diskriminierungssensiblen und freundlichen Team suchen wir eine Person, die die Funktion der Beschwerdestelle übernimmt und die Implementierung und Bekanntmachung des Beschwerdemanagements bei Diskriminierung an der Freien Universität im Rahmen einer Mutterschutz- und sich ggf. anschließenden Elternzeitvertretung verantwortet.
Aufgabengebiet:
- Leitung der Beschwerdestelle gemäß AGG §13 und BerlHG §5b Abs. 3
- Annahme und Erst-Bearbeitung von Beschwerden bei Diskriminierung (AGG, LADG, FU-Antidiskriminierungssatzung)
- Implementierung der neu entwickelten Strukturen und Verfahren zur Bearbeitung von Beschwerden in Bezug auf Diskriminierung
- Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten sowie zur Bekanntgabe von Beschwerdeverfahren im Falle von Diskriminierung, z.b. Erstellung von Informationsmaterialien, Planung und Durchführung von Präsentationen, Fortbildungen und Veranstaltungen (digital und in Präsenz)
- Dokumentation und Monitoring von Beschwerdeverfahren, inklusive Erarbeitung von Beschlussvorlagen, Berichterstattung sowie ggf. Instrumenten zur Intervention
- Schnittstellenmanagement im Aufgabenbereich Konflikt- und Beschwerdemanagement, inklusive Vernetzung und Kooperation mit anderen internen Arbeitsbereichen sowie externen Antidiskriminierungs-Beschwerdestellen
- Durchführung von Schlichtungs- und Konfliktbearbeitungsprozessen sowie Fachberatung zum konstruktiven Umgang mit Konflikten Erarbeitung eines Konfliktkonzepts für die Universität
- Koordination der Beantwortung von Anfragen externer Stellen zu Beschwerden, z.b. LADG Ombudsstelle, Senatsverwaltung
Einstellungsvoraussetzungen:
abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master) in einer tätigkeitsbezogenen Fachrichtung (z. B. Rechtswissenschaft mit Erster Juristischer Prüfung, Master of Laws [LL.M.]) oder vergleichbare Fachkenntnisse und Erfahrungen
(Berufs-)Erfahrung:
Mehrjährige einschlägige (Berufs-)Erfahrung im Bereich des Konflikt- oder Beschwerdemanagements
Erwünscht:
- Kenntnisse der einschlägigen Gesetzgebung (insbesondere AGG, LADG)
- Kenntnisse der Strukturen und Arbeitsprozesse einer Hochschule
- vertiefte Kenntnisse in Bezug auf zumindest zwei Formen von Diskriminierung sowie über Intersektionalität
- Mediationsausbildung oder vergleichbare Fähigkeiten und Erfahrungen
- hoher Grad an eigenverantwortlichem, sorgfältigem, strukturiertem und ergebnisorientiertem Arbeiten
- Teamfähigkeit und Diversity-Kompetenz, inklusive Reflexion der eigenen Lebenserfahrungen und gesellschaftlichen Positionierung
- Sicheres Auftreten und Kommunikationsstärke bei vielfältigen Personengruppen
- Strategisches Denken, Urteils- und Problemlösevermögen
- Sehr gutes Ausdrucksvermögen in Deutsch (mindestens C2-Niveau); Englischkenntnisse sowie weitere Sprachkenntnisse von Vorteil
Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen unter Angabe der Kennung im Format PDF (vorzugsweise als ein Dokument) elektronisch per E‑Mail zu richten an Frau Dr. Rebecca Mak: diversity@fu-berlin.de oder per Post an die
Stabsstellen
Stabsstelle Diversity und Antidiskriminierung
14195 Berlin (Dahlem)
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