Ausbildung Fachinformatiker Systemintegration

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Das W-LAN funktioniert nicht und Du bist dafür zuständig es zu fixen? Du kümmerst Dich darum, dass alle Handys in der Familie richtig eingestellt sind? Das Jonglieren von Zahlen macht Dir Spaß? Dann bringst Du bereits beste Voraussetzungen für eine Ausbildung zur Fachinformatikerin oder zum Fachinformatiker für Systemintegration mit! Denn zu Deinen Aufgaben und Tätigkeiten in diesem Job gehört das Vernetzen von Hardware und Software.


Um Dich offiziell Fachinformatikerin oder Fachinformatiker für Systemintegration nennen zu dürfen, musst Du die gleichnamige Ausbildung oder eine Umschulung abschließen. Über die Dauer dieser Ausbildung erhältst Du bereits ein Gehalt und Du lernst die Ausbildungsinhalte, die im Rahmenlehrplan festgehalten werden. Aber was genau bedeutet das für Dich? Und welche Möglichkeiten der Weiterbildung erwarten Dich?

Fachinformatikerin / Fachinformatiker Systemintegration – Aufgaben & Tätigkeiten

Zu den Aufgaben und Tätigkeiten einer Fachinformatikerin bzw. eines Fachinformatikers gehört vorwiegend der Umgang mit vorhandener Hardware und Software. Das heißt im Detail, Du kümmerst Dich darum, dass vernetzte Systeme


  • geplant,
  • installiert,
  • konfiguriert,
  • in Betrieb genommen und verwaltet werden.

Für Kundinnen und Kunden bist Du also:


  • Fehleranalyst:in: Einrichten und Kaufen von technischen Geräten, wie Laptops und Druckern, aber auch Programmen
  • Notfallsupport: ansprechbar bei Problemen mit der Technik
  • Kundensupport: Kundinnen und Kunden gemäß ihrer technischen Probleme beraten

Für Dich bedeutet das, dass Du zum einen wissen muss, wie Anwendungen und Programme auf einem Computer laufen. Zum Anderen brauchst Du Fachwissen dazu, wie Computer und Server miteinander verbunden sind.


Abhängig davon, wo Du angestellt bist und Deine Ausbildung machst, wirst Du unterschiedliche Arbeitszeiten haben.


  • Support für die Mitarbeiter:innen in einem Unternehmen: gleiche Arbeitszeiten, wie die Kolleginnen und Kollegen (meist 8–17 Uhr)
  • Support für Kundinnen und Kunden eines Technikunternehmens: Früh- oder Spätdienst, teilweise Notfallsupport

Ausbildung – Fachinformatiker Systemintegration / Fachinformatikerin Systemintegration

Deine Ausbildung zur Fachinformatikerin oder zum Fachinformatiker für Systemintegration ist dual aufgebaut. Das bedeutet, dass Du abwechselnd eine Zeitlang an der Berufsschule theoretische Grundlagen zu Deinem Beruf lernst und dann in einem Unternehmen Deine Fähigkeiten praktisch anwendest.

Fachinformatikerin / Fachinformatiker Systemintegration – Gehalt, Ausbildungsinhalte & Dauer

In der Regel ist die Dauer einer Ausbildung zur Fachinformatikerin bzw. zum Fachinformatiker für Systemintegration drei Jahre, in der Du auch ein Gehalt erhältst. Was die Ausbildungsinhalte während Deiner Ausbildung sind, siehst Du in der folgenden Tabelle:

Verlauf der Ausbildung zur Fachinformatikerin bzw. zum Fachinformatiker für Systemintegration Inhalte der Ausbildung Fachinformatiker:in für Systemintegration Durchschnittliches Gehalt pro Monat während der Ausbildung zur/zum Fachinformatiker:in für Systemintegration
1. Ausbildungsjahr
  • Beschreibung des Berufs, Unternehmens und der eigenen Rolle
  • Ausstattung von Arbeitsplätzen
  • Einbindung von Clients (Hard- und Software) in Netzwerke
  • Analyse des eigenen Arbeitsbereichs und dessen Schutzbedarf
1.000 Euro brutto
2. Ausbildungsjahr
  • Bearbeitung von Serviceanfragen
  • Cyber-physische Systeme
  • Bereitstellung systemübergreifender Daten
  • Netzwerkbereitstellung
1.080 Euro brutto
3. Ausbildungsjahr
  • Netzwerke installieren und konfigurieren
  • Administration von IT-Systemen
  • Automatisierung von Administrationsaufgaben
  • Betriebssicherheit
1.160 Euro brutto

Ausbildungsjahr-übergreifend lernst Du außerdem mehr zu diesen Themen:

  • Programmiersprachen wie HTML oder SQL
  • Nachhaltigkeit
  • Ökonomie
  • Energieeffizienz
  • Ökologie und Soziales
  • wirtschaftliche Grundlagen
  • ethische Konsequenzen im Umgang mit autonomen Systemen und sensiblen Daten aus Data-Mining

Teil Deiner Ausbildung als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration ist außerdem eine betriebliche Projektarbeit, in der Du Deine Ergebnisse festhalten musst.

Einstiegsgehalt – Fachinformatiker Systemintegration / Fachinformatikerin Systemintegration

Dein Einstiegsgehalt als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration beläuft sich häufig von 2.200 bis 2.900 Euro brutto im Monat. Durchschnittlich liegt das Einstiegsgehalt also bei 2.761 Euro brutto im Monat.



Dein Gehalt kann im Allgemeinen jedoch sehr unterschiedlich ausfallen, da es von folgenden Faktoren abhängig ist:



  • Branche
  • Standort
  • Position im Unternehmen (damit einhergehend Berufserfahrung)
  • Unternehmensgröße
  • Tarifbindung



Arbeitest Du zum Beispiel in der Industrie im Westen Deutschlands bei einem Unternehmen, dass über 1.000 Mitarbeiter:innen hat und nach einem Tarifvertrag zahlt, kannst Du bis zu 15 % mehr verdienen, als jemand, der zum Beispiel keinen Tarifvertrag hat.

Fachinformatikerin / Fachinformatiker Systemintegration – Job & mögliche Ausbildungsbetriebe

Als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration findest Du im Grunde in jeder Branche einen Job. Am häufigsten wird der Beruf jedoch der IT-Branche zugeordnet. Dort arbeitest Du meistens bei IT-Beratungsunternehmen für verschiedenste Firmen und Unternehmen.

Beliebte Branchen, in denen Du als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration einen Job finden kannst, die gut bezahlt werden, sind:

  • Automobilbranche
  • Beratungsbranche
  • Bankwesen
  • Industrie

Praktikum als Fachinformatiker für Systemintegration / Fachinformatikerin für Systemintegration

Entsprechend der Vielzahl an Jobs in verschiedenen Branchen, kannst Du ein Praktikum als Fachinformatiker für Systemintegration, bzw. Fachinformatikerin in fast allen Bereichen ein Praktikum ablegen. Um das volle Ausmaß Deiner zukünftigen und möglichen Aufgaben und Tätigkeiten kennenzulernen, kann es sinnvoll sein, ein Praktikum in der IT-Branche bei einem großen Unternehmen zu machen.

Ein Praktikum als Fachinformatiker bzw. Fachinformatikerin für Systemintegration bringt Dir folgende Vorteile:

  • Berufserfahrung sammeln
  • Entscheidungshilfe, ob der Beruf etwas für Dich ist

Planst Du eine Umschulung zur Fachinformatikerin bzw. zum Fachinformatiker für Systemintegration, so wird meistens sogar ein Praktikum von Dir verlangt. Wie lang, dieses sein muss, kommt auf das Bundesland an.

Fachinformatikerin / Fachinformatiker Systemintegration – Weiterbildung

Hast Du Dich für eine Ausbildung zur Fachinformatikerin bzw. zum Fachinformatiker entschieden, gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten eine Weiterbildung zu absolvieren. Einige dieser Weiterbildungsberufe sind:

  • Techniker:in
  • IT-Berater:in
  • IT-Ökonom:in
  • Softwareentwickler:in
  • IT-Fachwirt:in
  • Betriebsinformatiker:in
  • IT-Tester:in
  • Ausbilder:in

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration kannst Du Dich auch selbstständig machen. Die genauen Regulierungen dazu findest Du in dem Bundesland, in dem Du die Selbstständigkeit anmeldest. Zusätzlich könnte ein Studium eine Weiterbildung für Dich darstellen, dazu brauchst Du in der Regel

  • das (Fach)Abitur oder
  • eine abgeschlossene Ausbildung mit Berufserfahrung.

Beliebte Beispiele für ein Studium nach der Ausbildung zur Fachinformatikerin bzw. zum Fachinformatiker sind:

  • Informatik
  • Informationstechnik
  • Wirtschaftsinformatik

Da sich die Technik in den vergangenen Jahrzehnten und vermutlich auch zukünftig stetig und schnell weiterentwickelt, wirst Du in Deiner zukünftigen Karriere auch bereit sein müssen, regelmäßig Neues zu lernen. Dazu gibt es verschiedene berufliche Anpassungen und Fortbildungen, die Dir als Fachinformatikerin oder Fachinformatiker für Systemintegration helfen können, wie:

  • IT-Management
  • IT-Sicherheit
  • Datenschutz
  • Qualitätsprüfung, Technik
  • Cloud Computing (Lösungen in der Cloud und im Internet installieren)
  • Data Warehouse (Entwicklung zentraler Unternehmensdatenbanksysteme)
  • Digital-Asset-Management (DAM; Administration von DAM-Systemen)
  • Service Portale und Apps (entwickeln und nutzen)

Umschulung – Fachinformatiker Systemintegration / Fachinformatikerin Systemintegration

Du hast schon eine abgeschlossene Ausbildung, interessierst Dich aber für eine Umschulung als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration? Kein Problem, es gibt verschiedene

  • private Anbieter und
  • staatlich geprüfte Anbieter, wie die IHK (Industrie und Handelskammer),

bei denen Du eine Umschulung machen kannst. Genau wie die reguläre Ausbildung, findet die Umschulung zur Fachinformatikerin bzw. zum Fachinformatiker dual statt. Allerdings wirst Du auch Umschulungen finden, die nur zwei Jahre lang dauern.

In der Regel wird für eine Umschulung Folgendes vorausgesetzt:

  • abgeschlossene Ausbildung (kann auch fachfern sein)
  • Berufserfahrung

Besonders leicht wird Dir eine Umschulung wahrscheinlich fallen, wenn Du bereits eine Ausbildung als Fachinformatikerin oder Fachinformatiker in einem anderen Bereich gemacht hast. Zum Beispiel als Fachinformatiker:in für Anwendungsentwicklung, Digitale Vernetzung oder Daten- und Prozessanalyse. Sieh Dir in der Erklärung „Fachinformatiker / Fachinformatikerin“ an, was die vier Fachinformatik-Spezialisierungen unterscheidet.

Fachinformatikerin / Fachinformatiker Systemintegration – Voraussetzungen

Für eine Ausbildung als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration solltest Du einige Voraussetzungen mitbringen:

  • technisches Interesse
  • Genauigkeit & Sorgfalt: Wenn ein Code einen Fehler hat, solltest Du genau arbeiten, denn schon ein fehlendes Komma kann zu Problemen führen.
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Kundenorientiertheit: Du solltest nicht nur das technische Know-How mitbringen, sondern auch wissen, wie Du mit Kundinnen und Kunden umgehst, um ein Problem bestmöglich zu lösen.
  • gute Noten in Mathe, Informatik und Englisch

Fachinformatikerin / Fachinformatiker Systemintegration – Durchfallquote

Bevor Du Dich selbst als Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Systemintegration bezeichnen kannst, musst Du in der Regel eine Abschlussprüfung ablegen, deren Durchfallquote im Winter 2021/2022 bundesweit bei 13,2 % lag. Insgesamt nahmen 3.124 Teilnehmer:innen an der Prüfung teil und 2.712 davon, also 86,8 %, bestanden.


Besonders hervorstechende Durchfallquoten aus den Bundesländern siehst Du hier:

  • Sachsen-Anhalt: besonders niedrig, 45 von 47 Teilnehmer:innen, also ca. 95 %, bestanden
  • Schleswig-Holstein: besonders niedrig, 117 von 125 Teilnehmenden, also ca. 93 %, bestanden
  • Mecklenburg-Vorpommern: besonders hohe Durchfallquote, 35 von 48, also ca. 72 %, bestanden

In allen anderen Bundesländern haben 80 bis 90 % die Abschlussprüfung zur Fachinformatikerin bzw. zum Fachinformatiker für Systemintegration die Prüfung bestanden. Doch selbst, wenn Du durchfällst, kannst Du die Abschlussprüfung wiederholen.


Fachinformatikerin / Fachinformatiker Systemintegration – Steckbrief

  • Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration – Aufgaben & Tätigkeiten:
    • vernetzte Systeme (Hardware & Software) planen, installieren, konfigurieren, in Betrieb nehmen und verwalten
    • Fehleranalyse
    • Kundensupport
  • Ausbildung – Fachinformatiker Systemintegration bzw. Fachinformatikerin Systemintegration:
    • Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration – Dauer: drei Jahre
    • Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration – Gehalt:
      • Jahr 1: ca. 1.000 Euro brutto im Monat
      • Jahr 2: ca. 1.080 Euro brutto im Monat
      • Jahr 3: ca. 1.160 Euro brutto im Monat
    • Ausbildungsrahmenplan Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration – Ausbildungsinhalte, wie:
      • Cyber-physische Systeme
      • Netzwerkbereitstellung
      • Betriebssicherheit
      • Programmiersprachen
      • Nachhaltigkeit
    • Einstiegsgehalt – Fachinformatiker Systemintegration bzw. Fachinformatikerin Systemintegration: 2.200 bis 2.900 Euro brutto im Monat
  • Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration – Weiterbildung: z. B.
    • Techniker:in
    • IT-Berater:in
    • Softwareentwickler:in
    • Ausbilder:in
    • Studium: Wirtschaftsinformatik, Informatik
  • Umschulung – Fachinformatiker Systemintegration bzw. Fachinformatikerin Systemintegration:
    • möglich innerhalb von zwei Jahren
    • häufig ein Praktikum als Fachinformatiker für Systemintegration bzw. Fachinformatikerin für Systemintegration erforderlich
  • Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration – Job: z. B. in den Branchen
    • Automobilbranche
    • Beratungsbranche
    • Bankwesen
    • Industrie
  • Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration – Voraussetzungen, z. B.:
    • technisches Interesse
    • Sorgfalt
    • gute Noten in Mathe, Informatik und Englisch
  • Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker Systemintegration: Durchfallquote bundesweit im Winter 2021/2022 bei 13,2 %.

FAQs

Während der Ausbildung als Fachinformatiker:in für Systemintegration lernen Sie, IT-Systeme zu planen und zu konfigurieren. Dazu gehört das Installieren und Einrichten von Hard- und Software, das Erstellen und Warten von Netzwerken, das Beheben von System- und Anwendungsproblemen sowie das Beraten und Schulen von Benutzern. Darüber hinaus lernen Sie auch, wie man Kundenanforderungen analysiert und IT-Lösungen entsprechend plant und umsetzt. Sicherheitskonzepte und Datenschutz sind ebenfalls wichtige Inhalte der Ausbildung.

Das durchschnittliche Gehalt während der Ausbildung zur/zum Fachinformatiker:in für Systemintegration liegt in Deutschland je nach Betrieb und Region zwischen 800 und 1.000 Euro brutto im Monat. Es steigt mit jedem Ausbildungsjahr an.

Es gibt mehrere Möglichkeiten für Weiterbildung nach der Ausbildung als Fachinformatiker:in für Systemintegration: 1. Fachwirt:in für Informatik: Dieser Kurs bietet eine breitere Kenntnis in Betriebswirtschaft und Management. 2. IT-Projektleiter:in: Hier lernen Sie, wie man IT-Projekte plant, steuert und durchführt. 3. Studium: Man kann auch ein Studium in einem relevanten Bereich wie IT-Management, Informatik oder Wirtschaftsinformatik aufnehmen. 4. Zertifizierungen: Es gibt viele verschiedene Zertifizierungen in der IT, zum Beispiel von Microsoft, Cisco oder Linux, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Fachkompetenz zu vertiefen und nachzuweisen. Wichtig ist es, die Weiterbildung zu wählen, die am besten zu Ihren Karrierezielen passt.

Die Voraussetzungen können je nach Unternehmen variieren, aber generell sollte man einen mittleren Schulabschluss oder Abitur, gute Noten in Mathematik und Informatik, technisches Verständnis, logisches Denkvermögen und Interesse an IT-Systemen mitbringen. Es ist auch wichtig, teamfähig zu sein, da man häufig in Teams arbeitet.
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