Ausbildung Lagerlogistik

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Klick. Damit ist die Bestellung im Onlineshop aufgegeben. Jetzt dauert es nur noch wenige Tage und Du hast Dein Lieblingsbuch oder Dein neues Game bei Dir. Aber wer sorgt eigentlich dafür, dass Du Deine Bestellung erhältst? Die Post und Fachkräfte für Lagerlogistik!


Wenn Du eine Bestellung tätigst, gehört zu den Aufgaben der einer Fachkraft für Lagerlogistik, dass sie die gewünschten Produkte im Lager suchen und für Dich versandbereit machen. Wenn Du Spaß am Sortieren, Organisieren und Hand anlegen hast, bringst Du bereits einige Voraussetzungen mit, die für eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik gebraucht werden.

Fachkraft für Lagerlogistik – Aufgaben & Tätigkeit

Fachkraft für Lagerlogistik – Aufgaben & Tätigkeit

Aber was genau machen Fachkräfte für Lagerlogistik eigentlich? Im Allgemeinen zählen folgende Aufgaben zur Tätigkeit als Fachkraft für Lagerlogistik:

  • Prüfen: Bestände und Bestellungen werden geprüft, um den Überblick im Lager zu behalten.

  • Erfassen: Wenn Waren im Lager ein- oder ausgehen, muss dies erfasst werden, damit die Bestände stimmen.

  • Kommissionieren: Kommt eine Bestellung ins Haus, wird diese aus dem vorhandenen Lagerbestand zusammengestellt.

  • Versenden: Ist die Bestellung zusammengestellt, wird sie versendet.

Je nach Betrieb gehört es als Fachkraft für Lagerlogistik auch zu Deinen zukünftigen Aufgaben, die Routen für die Auslieferung zu erstellen. Gerade in Zeiten der Onlineshops werden Fachkräfte bei dieser Tätigkeit immer mehr gebraucht, sodass Du Dir in der Regel keine Sorgen um Deine berufliche Zukunft machen musst.

Fachkraft für Lagerlogistik – Ausbildung, Gehalt & Inhalte

Fachkraft für Lagerlogistik – Ausbildung, Gehalt & Inhalte


Eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik hat eine Dauer von drei Jahren und findet dual statt. Das heißt, dass Du einige Tage in der Woche im Betrieb arbeitest und den Rest der Woche in der Berufsschule zum Unterricht gehst. Einige Arbeitgeber:innen bieten die Ausbildung auch im Blockunterricht an, wo Du mehrere Wochen am Stück erst im Unternehmen und dann in der Berufsschule bist.
In der folgenden Tabelle erhältst Du einen Überblick, welche Inhalte und welches Gehalt Dich während Deiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik erwarten:
Verlauf der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik Inhalte Gehalt im Monat
Erstes Ausbildungsjahr
  • Ausbildungsrechte und -pflichten
  • Gefahrgutvorschriften
  • Lagerhaltungsvorschriften
660 bis 1.110 Euro brutto
Zweites Ausbildungsjahr
  • Prinzipien der Auslagerung
  • Vorschriften für Verpackung und Transport
  • Vertiefung der Inhalte aus Jahr eins
710 bis 1.160 Euro brutto
Drittes Ausbildungsjahr
  • Kommunikationspraktiken
  • umweltschonende Maßnahmen
  • Reklamationen
760 bis 1.220 Euro brutto


Das Gehalt kann je nach Tarifvertrag, Branche, Größe und Standort Deines Unternehmens unterschiedlich ausfallen.

Hast Du die Ausbildung abgeschlossen, kannst Du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.500 und 3.500 Euro brutto im Monat rechnen. Das sind 1.700 bis 2.240 Euro netto, wenn Du zur Steuerklasse eins gehörst.

Fachkraft für Lagerlogistik – Praktische Prüfung

Während der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik wirst Du eine Zwischenprüfung nach dem zweiten Jahr ablegen und am Ende des dritten Jahrs erwartet Dich eine Abschlussprüfung. Diese enthält einen schriftlichen Teil mit folgenden Inhalten:
  • Prozesse der Lagerlogistik (Dauer: 150 Minuten)
  • rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag (Dauer: 90 Minuten)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (Dauer: 60 Minuten)

Der zweite Teil Deiner Abschlussprüfung ist eine mündliche bzw. praktische Prüfung, die bis zu fünf Stunden dauern kann und zwei Aufgaben beinhaltet. Mögliche Themen während dieser praktischen Prüfung von Fachkräften für Lagerlogistik können sein:
  • Bewegung von Gütern
  • Erstellung von Beladeplänen
  • versandfertiges Verpacken von Gütern, sowie das Beladen und Sichern der Ladung
  • Verlagerung, Einlagerung und Auslagerung von Gütern
  • Feststellen und Dokumentieren von Mängeln, sowie Ergreifen von Maßnahmen

Alle möglichen Inhalte werden unter Anwendung der betrieblichen Mittel und Vorschriften geprüft. Das heißt, Du erstellst zum Beispiel nicht nur einen Beladeplan, sondern orientierst Dich dabei an den gesetzlichen Vorschriften und Regeln, die Du während Deiner Ausbildung im Betrieb gelernt hast.

Fachkraft für Lagerlogistik – Englisch

Ein weiterer Teil, der bei der praktischen und schriftlichen Prüfung getestet werden kann, ist Englisch. Da viele Lieferungen heutzutage auch auf internationaler Ebene stattfinden und damit Paketaufkleber, Warnungen und andere Lieferanweisungen auf Englisch verfasst werden, ist die Sprache unabdingbar. In der folgenden Tabelle findest Du einige Vokabeln, die Du als Fachkraft für Lagerlogistik auf Englisch kennen solltest:
Fachkraft für Lagerlogistik – Englisch-Vokabel deutsche Übersetzung
dangerous goods Gefahrgut
hazard Gefahr
fragile fragil/zerbrechlich
toxic giftig

Fachkraft für Lagerlogistik – Mögliche Ausbildungsbetriebe


In der Regel arbeitest Du fünf Tage in der Woche, von denen manchmal auch ein Samstag dabei sein kann. Wo Du arbeitest, kommt ebenfalls auf Deinen Betrieb an, doch meistens lassen sich die Arbeitsorte der Tätigkeit als Fachkraft für Lagerlogistik wie folgt zusammenfassen:


  • große Lagerhallen
  • kleine Lagerräume
  • Büros
  • Lager im Freien

Du kannst als Fachkraft für Lagerlogistik nahezu überall eine Ausbildung machen, einige Branchen, die jedoch besonders beliebt sind, sind:


  • Groß- und Außenhandel
  • Industrie
  • Handel
  • Handwerk

Fachkraft für Lagerlogistik – Bewerbung


Die Aufgaben als Fachkraft für Lagerlogistik klingen nach Spaß und Du möchtest eine Bewerbung dafür schreiben? Kein Problem! Am besten startest Du damit, Dich über die Ausbildung zu informieren. Denn wie in jedem Beruf gilt: je mehr Du bereits weißt, desto mehr kannst Du punkten. Zu Deiner Bewerbung gehören immer


  • ein Anschreiben,
  • ein Lebenslauf und
  • Dein letztes Zeugnis.

Für Anschreiben und Lebensläufe gibt es Hunderte Vorlagen, an denen Du Dich orientieren kannst, wenn Du Dir ein Layout überlegst. Aber auch hier gilt: eine Personalerin oder ein Personaler erkennt, wenn Du einfach etwas Vorgeschriebenes kopierst, darum ist immer etwas Kreativität gefragt.


Fachkraft für Lagerlogistik – Weiterbildung

Du hast eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik abgeschlossen und möchtest Dich jetzt weiterbilden? Kein Problem! Es gibt verschiedene Weiterbildungen, die Du als Fachkraft für Lagerlogistik absolvieren kannst:

  • Betriebswirt:in für Logistik
  • Fachwirt:in im Handel
  • Fachwirt:in für Logistiksysteme
  • Technische:r Fachwirt:in
  • Fachkraft für Materialwirtschaft
  • Logistikmeister:in

Schließt Du die Logistikmeisterin bzw. den Logistikmeister ab, hast Du einen Abschluss, der gleichwertig zum Abitur ist. Das bedeutet, dass Du mit diesem ein Studium beginnen kannst, auch wenn Du noch kein Abitur hast. Mögliche Studiengänge als ausgebildete Fachkraft für Lagerlogistik sind:
  • Logistik, Supply Chain Management
  • Betriebswirtschaftslehre, Business Administration

Fachkraft für Lagerlogistik – Voraussetzungen

Fachkraft für Lagerlogistik – Voraussetzungen

Wenn Du eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik antreten möchtest, gibt es gesetzlich keine Vorgaben, an die Du Dich halten musst. Die meisten Deiner Kolleg:innen werden jedoch einen Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife haben. Voraussetzungen, die optional sind, aber Deine Chancen erhöhen, eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik zu ergattern, sind:


  • Gute Noten in Mathe, Deutsch, Englisch oder Informatik
  • Gabelstapler-Schein

Doch auch persönlich kannst Du einige Charaktereigenschaften mitbringen, die Dir die Aufnahme zur Ausbildung bzw. die Tätigkeit als Fachkraft für Lagerlogistik vereinfachen können:


  • körperliche Fitness: z. B. beim Kisten tragen. Häufig fordern Arbeitgeber:innen dafür auch eine ärztliche Untersuchung.
  • technisches Verständnis: z. B. beim Umgang mit Gabelstaplern, Computern oder internen Warenwirtschaftssystemen
  • gut organisiert und sorgfältig, um den Überblick nicht zu verlieren
  • analytisches Denken, um Artikelnummern zu erstellen oder Versandkosten zu berechnen
  • räumliches Vorstellungsvermögen: Passt die eine Kiste noch mit ins Regal oder muss umsortiert werden?
  • Umsicht und Verantwortungsbewusstsein: Wenn „fragil“ auf einer Kiste steht, sollte sie auch umsichtig so behandelt werden.

Fachkraft für Lagerlogistik – Steckbrief

  • Fachkraft für Lagerlogistik – Aufgaben:
    • Bestände und Bestellungen prüfen
    • Waren erfassen
    • Kommissionieren und versenden
  • Fachkraft für Lagerlogistik – Ausbildung:
    • dual für drei Jahre
    • Inhalte sind unter anderem: Ausbildungsrecht, Gefahrgutvorschriften, Prinzipien der Lagerhaltung und Auslagerung, Verpackungsvorschriften, Kommunikationstaktiken
    • Am Ende steht eine praktische Prüfung an.
  • Fachkraft für Lagerlogistik – Gehalt während der Ausbildung:
    • Jahr 1: 660–1.110 Euro brutto
    • Jahr 2: 710–1.160 Euro brutto
    • Jahr 3: 760–1.220 Euro brutto
  • Einstiegsgehalt der Fachkraft für Lagerlogistik Tätigkeit: 2.500–3.500 Euro brutto
  • Fachkraft für Lagerlogistik – Weiterbildung:
    • Betriebswirt:in für Logistik
    • Logistikmeister:in
    • Studium in Logistik
  • Fachkraft für Lagerlogistik – Voraussetzungen:
    • körperliche Fitness
    • technisches Verständnis
    • organisiert, sorgfältig und analytisch
    • gutes Englisch

FAQs

Die Ausbildungsvergütung für eine Fachkraft für Lagerlogistik variiert je nach Bundesland und Betrieb. Sie liegt im ersten Ausbildungsjahr zwischen 650 und 950 Euro, im zweiten Jahr zwischen 700 und 1000 Euro und im dritten Jahr zwischen 750 und 1100 Euro brutto monatlich.

Das Einstiegsgehalt einer Fachkraft für Lagerlogistik nach der Ausbildung liegt in Deutschland durchschnittlich zwischen 1.800 und 2.200 Euro brutto pro Monat. Dies kann jedoch je nach Bundesland, Betriebsgröße und Branche variieren.

Um als Fachkraft für Lagerlogistik zu arbeiten, benötigen Sie in der Regel einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss. Zudem sind organisatorische Fähigkeiten, körperliche Fitness, Technikverständnis und eine sorgfältige Arbeitsweise hilfreich für diesen Beruf.

Es gibt viele Weiterbildungsmöglichkeiten nach einer Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Die gängigsten sind: 1. Logistikmeister: Diese Weiterbildung befähigt zur Leitung und Koordination von Logistikprozessen und Teams. 2. Fachwirt für Güterverkehr und Logistik: Diese Weiterbildung ermöglicht die Planung, Steuerung und Kontrolle logistischer Prozesse. 3. Betriebswirt Schwerpunkt Logistik: Diese Weiterbildung vermittelt betriebswirtschaftliches Know-how speziell für die Logistikbranche. 4. Studium im Bereich Logistik: Mit einer entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung kann auch ein Studium in der Logistik in Betracht gezogen werden. Hierdurch könnten leitende Positionen in der Logistikbranche erreicht werden.
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