Ausbildung Notfallsanitäter

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Bist Du körperlich sowie seelisch belastbar, reaktionsschnell und willst nichts lieber tun, als Menschen in Not zu helfen? Hast Du schon einmal das Bedürfnis verspürt, echte Menschenleben zu retten und einen Unterschied zu machen? Schon einmal darüber nachgedacht, ein*e Notfallsanitäter*in zu werden?
An einer Unfallstelle sind Notfallsanitäter*innen die Ersten, die Dir helfen. Sie sind schnell, professionell und gezielt, um dafür zu sorgen, einen Notfall auf die bestmögliche Weise unter Kontrolle zu bringen. Vielleicht hast Du auch dieses Talent, in unerwarteten Situationen die Zügel in die Hand zu nehmen?
Klingt aufregend? In dieser Erklärung findest Du alles, was in der dreijährigen dualen Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter auf Dich zukommt: der Ablauf der Ausbildung, das typische Gehalt und die Aufgaben in Deinem Alltag im Rettungsdienst. Du wirst auch lernen, welche Voraussetzungen und Fähigkeiten für die Ausbildung wichtig sind und ob Dich Kosten erwarten.

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter: Ausbildung – Gehalt, Inhalt & Dauer

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter: Ausbildung – Gehalt, Inhalt & Dauer

Wann genau dürftest Du Dich Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter nennen?


Als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter trägst Du am Einsatzort eine große Verantwortung. Du schätzt eine Notfallsituation ein und bestimmst, ob ein*e Notfallärzt*in dazugezogen werden muss oder nicht. Solange sich diese*r noch nicht am Einsatzort befindet, musst Du im Ernstfall selbst lebensrettende medizinische Maßnahmen ergreifen, um die Patientinnen und Patienten zu stabilisieren und einen sicheren Transport ins Krankenhaus zu ermöglichen.


Deine Aufgaben im Rettungsdienst beschränken sich aber nicht nur auf den akuten Einsatz mit dem Rettungswagen während eines Notfalls, sondern beinhalten auch nachträgliche Bearbeitung der Einsätze oder Telefondienst in der Rettungswache. Da Du als Notfallsanitäter*in im Schichtdienst arbeitest, können Deine Arbeitszeiten ganz unterschiedlich aussehen. Mal wirst Du nachts, tagsüber oder auch am Wochenende arbeiten. Außerdem wirst Du viele Stunden im Bereitschaftsdienst verbringen.


Hier noch einmal die wichtigsten Aufgaben einer Notfallsanitäterin bzw. eines Notfallsanitäters auf einen Blick:


  • Patient*innenversorgung: Medizinische Erstversorgung am Unfall- oder Einsatzort, Patiententransport und -stabilisierung
  • Assistenz: Assistenz der Notärztin oder vom Notarzt
  • Wartung des Rettungswagens: Vor- und Nachbereitung des Rettungswagens, Gerätewartung, Medikamenteninventur
  • Verantwortung im Einsatz: Beurteilung und Verantwortung bei Rettungseinsätzen

Die folgende Grafik verbildlicht Dir die wichtigsten Aufgaben einer Notfallsanitäterin bzw. eines Notfallsanitäters:



Wie genau die Aufgaben einer Notfallsanitäterin bzw. eines Notfallsanitäters innerhalb und außerhalb eines Einsatzes aussehen können, zeigt Dir die folgende Tabelle:

Im Einsatz

Außerhalb des Einsatzes

  • Patient*innenversorgung:

    • Erste-Hilfe-Maßnahmen an medizinischen Einsatzorten oder bei Unfallgeschehen

    • Betreuung und Überwachung des Gesundheitszustandes von Patientinnen und Patienten, Weiterleitung wichtiger Patient*inneninformationen an das behandelnde Krankenhaus

    • typische Maßnahmen und Aufgaben an Patient*innen: Beatmung, Medikamentenverabreichung, Kontrolle von Blutungen, Überwachung der Vitalwerte, Beruhigen von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen

  • Assistenz:

    • Konsultation und Assistenz von den hinzugerufenen Notfallärzt*innen

  • Verantwortung im Einsatz:

    • Beurteilung, Kontextualisierung und Überwachung medizinischer Einsätze

  • Wartung des Rettungswagens:

    • Instandhaltung der Hygiene, des Inventars und der Ordnung des Rettungswagens

  • Assistenz:

    • Telefonisches Entgegennehmen, Einordnen und Betreuen von eingehenden Notrufen in der Rettungswache sowie Weiterleiten dieser an Einsatzfahrzeuge

    • Nachträgliche Dokumentation und Protokollierung der Einsätze

Der Bedarf an Notfallsanitäter*innen ist sehr hoch. Deine Zukunftsaussichten in diesem Berufsfeld sehen also optimal aus, da qualifizierte Arbeitskräfte sehr gefragt sind.


Zum Einstieg findest Du hier einen groben Überblick darüber, was Dich in der Ausbildung als Notfallsanitäter*in erwartet. Auch wie sich Dein Gehalt entwickeln wird und wie der allgemeine Ablauf aufgebaut ist, findest Du detailliert in diesem Abschnitt erklärt.

  • Ausbildungsform: duale Ausbildung
  • Dauer: 3 (Vollzeit)-5 (Teilzeit) Jahre
  • Empfohlener Schulabschluss: mind. Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss in Kombination mit abgeschlossener 2-jähriger Berufsausbildung
  • ø Azubi-Gehalt: zwischen 945 und 1.360 €

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Gehalt

Dein Azubi-Gehalt hängt stark davon ab, bei wem Du Dich ausbilden lässt und in welchem Bundesland. Eine mögliche Gehaltsentwicklung kann im ersten Jahr bei 945 bis 1.190 € beginnen, im zweiten Jahr auf 1.100 bis 1.250 € ansteigen und im dritten Jahr 1.230 bis 1.360 € erreichen.


Nach der Ausbildung liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern zwischen 2.700 und 2.900 , was sich mit zunehmender Berufserfahrung noch tariflich steigern kann.


In der unteren Grafik findest Du eine Verbildlichung von groben Richtwerten, wie Dein Gehalt während Deiner Ausbildung aussehen könnte.


Duale Ausbildung – Notfallsanitäter / Notfallsanitäterin

Die Dauer der Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter erstreckt sich in der Regel über drei Jahre (bei Teilzeit) bis maximal fünf Jahre (in Vollzeit). Die Ausbildung als Notfallsanitäter*in ist eine duale Ausbildung, in welcher Du das theoretische Wissen an der Berufsschule und Deinen praktischen Teil im Rettungsdienst und auf verschiedenen Stationen im Krankenhaus absolvierst.

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Ausbildung: Ablauf

Tatsächlich sammelst Du den Großteil der Ausbildung praktische Erfahrungen, wodurch Du früh vieles von Deinem erlernten Wissen direkt anwenden kannst. Die Inhalte der Ausbildung sind bundesweit durch das „Notfallsanitärgesetz“ festgelegt. Deine Abschlussprüfung besteht letztendlich aus einem mündlichen, schriftlichen und praktischen Teil, welche den Abschluss der Ausbildung zum Notfallsanitäter bilden.


Wie kann Deine Ausbildung also aussehen? In der folgenden Tabelle findest Du einen ungefähren Ablauf Deiner Ausbildung als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter:

Ausbildungsjahr Inhalte Gehalt (monatlich brutto)
Allgemeine Inhalte während der gesamten Ausbildung
  • Grundlegendes anatomisches und biologisches Humanwissen
  • Erste Hilfe Praktiken & medizinische Notfallmaßnahmen
  • Beurteilen von Notfallsituationen
  • Untersuchen & Diagnostizieren des Gesundheitszustandes von Patientinnen und Patienten
  • Stabilisierung & Transportbefähigung von Patientinnen und Patienten
  • Organisation, Instandhaltung des Rettungswagens, Bedienen der medizinischen Geräte
  • Überwachung und Kontrolle der Einsatzabläufe
  • Kommunikation und Teamarbeit
1. Jahr
  • Analyse und Einschätzung von Notfallsituationen
  • erstes Durchführen von Erste Hilfe Maßnahmen im Notfall
  • Instandhaltung, Ordnen und Nachbereitung der Rettungswagen
945-1.190 €
2. Jahr
  • Assistenz von Notärzt*innen und Einsatzleitern bei Einsätzen
  • eigenständige Durchführung von komplexeren Notfallmaßnahmen
  • Beurteilung & Analyse vom Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten
  • Ablauf von Einsätzen
  • Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen
1.100-1.250 €
3. Jahr
  • Vorbereiten auf Ausnahmesituationen und behördenübergreifende Kommunikation
  • eigenständige Verantwortung
  • Übernahme komplexerer Aufgaben
1.230-1.360 €

Nach Deiner Ausbildung nimmst Du an einer 3-teiligen staatlichen Abschlussprüfung teil. Dabei wirst Du mündlich, schriftlich und in einem praktischen Teil geprüft. Erst nach dem erfolgreichen Bestehen dieser darfst Du Dich mithilfe Deines erworbenen Zeugnisses als Notfallsanitäterin bzw. Notfallsanitäter betiteln.


Dein Einstiegsgehalt kann zwischen 2.700-2.900 € (brutto) liegen.


Für die Prüfung qualifizierst Du Dich durch eine regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen Deiner Ausbildung. Diese wird im Laufe Deiner Ausbildung von Deinen Ausbildern getestet, dokumentiert und beurteilt.


Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Ausbildung Kosten


In der Ausbildung als Notfallsanitäterin bzw. Notfallsanitäter musst Du keine Ausbildungskosten tragen. Stattdessen übernimmt die Rettungswache, in der Du während Deiner Ausbildung arbeiten wirst, im Zuge eines Ausbildungsvertrages Deine Ausbildungskosten. Auch im Falle einer Umschulung kannst Du Dir die Schulungskosten vom Jobcenter abnehmen lassen.


Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Ausbildung verkürzen


In der Theorie kannst Du Deine Ausbildung zur Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter durch die Anrechnung einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in der Pflege um maximal 1 Jahr verkürzen lassen. Jedoch ist dies zum einen von Deinem Ausbildungsbetrieb und auch vom Bundesland, in dem Du Dich ausbilden lässt, abhängig.


Nicht jeder Betrieb und nicht jedes Bundesland lässt Verkürzungen zu, und wenn, handelt es sich um ein relativ aufwendiges bürokratisches Verfahren. Deine Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter kannst Du, wenn, dann nur mit einer abgeschlossenen Ausbildung verkürzen. Du kannst die Ausbildung nicht mit dem Abitur verkürzen.


Informiere Dich deswegen bei dem für Dich relevanten Ausbildungsbetrieb und Bundesland, ob Du Dir eine Ausbildung möglicherweise anrechnen lassen kannst.


Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Mögliche Ausbildungsbetriebe


Da der Bedarf an Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern sehr hoch ist, gibt es ein großes Angebot an Ausbildungsorten in Deutschland. Typische Ausbilder sind vor allem die Rettungsdienste, staatlich, aber auch privat, und, unter gesonderten Bedingungen, auch die Feuerwehr oder die Bundeswehr.


Die folgende Tabelle gibt Dir noch einmal einen Überblick über Deine möglichen Ausbildungs- und Einsatzorte als Notfallsanitäter*in:


Ausbildungsorte Arbeitsbetriebe und Einsatzstellen
  • Berufsfachschule
  • Rettungswache und Krankenhaus
  • Feuerwehr (bei bestandener Eignungsprüfung)
  • Bundeswehr
Arbeitsbetriebe:

  • Rettungswache
  • Krankentransport
  • Blutspende
  • Feuerwehr
  • Katastrophenhilfe

Einsatzstelle:

  • Unfallorte
  • Notrufstelle
  • Rettungswache
  • Krankenhaus
  • vieles mehr

Nach einem erfolgreichen Abschluss Deiner Ausbildung als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter hast Du also viele spannende mögliche Einsatzorte, an denen Du arbeiten kannst.
Ein spannender Ausbildungsbetrieb für den Beruf als Notfallsanitäter*in ist die Bundeswehr. Das Gehalt von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern in der Bundeswehr liegt bei rund 2.030-3.400 Euro netto. In der Bundeswehr verpflichtet Du Dich in der Regel zu 8 bis 13 Jahren Dienst als Notfallsanitäter*in.
Auch hier kannst Du Dich zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter ausbilden lassen, wobei Dein Spezialisierungsgebiet natürlich eher in militärischen statt zivilen Einsatzorten liegt.
Deine Aufgaben in der Bundeswehr sehen jedoch ziemlich ähnlich aus:
  • medizinische Erstversorgung in Abwesenheit von Notärzt*innen
  • Beurteilung, Überwachung und Bewertung des Gesundheitszustandes
  • Assistenz und Teamarbeit
  • Instandhalten der Rettungswagen und Geräte
  • Ausbildung von Kolleginnen und Kollegen in Erste Hilfe
  • mobiler Rettungsdienst in militärischen Einsätzen

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Weiterbildung

Nach dem Abschluss Deiner Ausbildung als Notfallsanitäter*in, ist Dein Berufsweg noch lange nicht zu Ende. Die Ausbildung bietet Dir eine gute Grundausbildung, nach der Du Dich noch weiter innerhalb sowie außerhalb des Rettungsdienstes spezialisieren kannst. Mögliche Weiterbildungswege wären unter anderem:


Weiterbildung Aufgaben
Ausbilder*in im Lehrrettungsdienst Mit der richtigen Weiterbildung kannst Du Dich zur Ausbilderin oder zum Ausbilder von Rettungskräften schulen lassen. Du könntest dann entweder als „Praxisanleiter*in“ die praktische Lehre leiten oder als Lehrer*in das theoretische Wissen vermitteln. Für Letzteres ist jedoch zusätzlich ein abgeschlossenes Studium in Medizin-Pädagogik erforderlich.
Ökonom*in im Gesundheitswesen Wenn Dich die Handelswissenschaften genauso wie das Gesundheitswesen interessieren, kannst Du beides in der Weiterbildung zum Betriebswirt vereinen, welcher wirtschaftliches und medizinisches Management verbindet.
Beamte*r bei der Feuerwehr Bei bestätigter Eignung für die Arbeit bei der Feuerwehr kannst Du Dich auch hier nach Deiner abgeschlossenen Ausbildung als Brandmeister*in weiterbilden lassen.
Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Ausbildung: Voraussetzungen

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Ausbildung: Voraussetzungen

Ob Du Dich zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter ausbilden lassen kannst, hängt einmal von formalen Zugangsvoraussetzungen und von Deiner persönlichen Eignung ab.
Du kannst hier herausfinden, ob die Ausbildung etwas für Dich wäre.

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Voraussetzungen

Für die Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter sind folgende formale Voraussetzungen wichtig:


  • Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung für den Beruf
  • Mind. Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss in Kombination mit abgeschlossener zweijähriger Berufsausbildung je nach Ausbildungsbetrieb
  • eintragungsfreies Führungszeugnis

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Fähigkeiten

Der Beruf der Notfallsanitäter*innen ist nicht immer ein leicht. Deswegen ist der Rettungsdienst nichts für schwache Nerven.
Der Alltag kann oft herausfordernd, aber auch sehr spannend sein.
Deswegen sind die folgenden fachlichen und persönlichen Interessen für die Ausbildung vorteilhaft:


  • Chemie-Verständnis (Verständnis der Medikamentenzusammensetzung und Wirkung)
  • biologisches Verständnis (Kennen der Funktionen und des Aufbaus des menschlichen Körpers)
  • physikalisches Basiswissen (technisches Grundverständnis der einzelnen relevanten Geräte im Notfallwagen)
  • gute Sprachfähigkeiten (je nach Einsatzland, in Deutschland bspw. Deutsch, für klare Kommunikation mit Patientinnen und Patienten, Arbeitskolleg*innen und Einsatzprotokolle)
  • mathematische Eignung (Medikamentendosierung, Datenerfassung)

Die folgende Tabelle gibt Dir einen Überblick über notwendige persönliche Fähigkeiten für den Beruf als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter:


Was Dich erwartet: Was Du dafür brauchst:
Viel Körperkontakt und Kommunikation mit aufgelösten, gestressten Patient*innen und deren Angehörigen Einfühlsamkeit, soziale Offenheit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft
Unerwartete, nervenaufreibende Notfälle, Ausnahmezustände, komplexe Aufgaben Selbstständigkeit, Flexibilität, Sorgfalt, ein kühler Kopf und eine schnelle Reaktionsfähigkeit
Lange Einsätze und Schichten, viel Körperkontakt, körperlich sowie auch seelisch belastende Tätigkeiten und Anblicke Psychische sowie körperliche Belastbarkeit und Ausdauer, Fitness
Enge Arbeitsfläche und lebenswichtiges, schnelles Teamplay mit den Arbeitskolleg*innen Teamwork und Gemeinschaftsgefühl, Verantwortungsbewusstsein
Professionelles und vertrauensvolles Auftreten gegenüber (gestressten und ängstlichen) Patientinnen und Patienten Selbstbewusstsein und -vertrauen

Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter – Steckbrief


  • Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Ausbildung: Typische Tätigkeiten von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern sind
    • Beurteilung und Verantwortung bei Rettungseinsätzen
    • Assistenz vom Notarzt oder Notärztin
    • Medizinische Erstversorgung am Unfall- oder Einsatzort
    • Patiententransport und -stabilisierung
    • Vor- und Nachbereitung des Rettungswagens

  • Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Ausbildung Ablauf: So sieht die Ausbildung und der Alltag von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern aus:
    • Arbeitszeiten sind durchschnittlich 40 Stunden Schichtdienst, werktags und am Wochenende, oft im Bereitschaftsdienst.
    • Die Dauer der Ausbildung beträgt 3 Jahre in Vollzeit oder bis max. 5 Jahre in Teilzeit.

  • Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Ausbildung verkürzen: Man kann theoretisch die Ausbildung um maximal 1 Jahr verkürzen. Das ist jedoch abhängig von Ausbilder und Bundesland.

  • Duale Ausbildung Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter: Die Ausbildung erfolgt an der Berufsschule und im Krankenhaus/Rettungswache.

  • Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Gehalt: Das durchschnittliche Gehalt von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern liegt zwischen 945 und 1.360 € während der Ausbildung.

  • Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Ausbildung Kosten: Für die Ausbildung selbst fallen in der Regel keine Kosten an.

  • Allgemeine Inhalte in der Ausbildung sind
    • Grundkenntnisse Humanwissen
    • Medikamentendosierung und Wirkung
    • Patientenkommunikation
    • Erste Hilfe im Notfall
    • Gerätewartung, Organisation des Rettungswagens
    • Medizinische Diagnostik und Maßnahmen

  • Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Ausbildung Voraussetzungen: Formale Voraussetzungen für die Ausbildung zur Notfallsanitäterin und zum Notfallsanitäter sind
    1. Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung für den Beruf
    2. Mind. Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss in Kombination mit abgeschlossener 2-jähriger Berufsausbildung je nach Ausbildungsbetrieb
    3. eintragungsfreies Führungszeugnis

  • Wichtige Fähigkeiten für den Beruf als Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter sind
    • körperliche Fitness
    • seelische und physische Ausdauer und Belastbarkeit
    • Hilfsbereitschaft, Einfühlsamkeit und soziale Offenheit
    • Teamwork und schnelle Reaktionsbereitschaft
    • fachliches Hintergrundwissen (Biologie, Physik, Chemie)

  • Die typischen Ausbildungsbetriebe sind
    • Berufsfachschule
    • Rettungswache und Krankenhaus
    • Feuerwehr (bei bestandener Eignungsprüfung)
    • Bundeswehr

  • Weiterbildungen nach der Ausbildung können sein:
    • Ausbilder*in im Lehrrettungsdienst
    • Ökonom im Gesundheitswesen
    • Beamte*r bei der Feuerwehr
    • humanmedizinisches Studium

FAQs

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre. Sie besteht aus theoretischem Unterricht in einer Berufsschule und praktischen Einsätzen in einem Krankenhaus und einer Rettungswache. In der abschließenden Prüfung müssen die angehenden Notfallsanitäter sowohl ihr theoretisches Wissen als auch ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Die formellen Voraussetzungen für die Ausbildung zum Notfallsanitäter in Deutschland sind: 1. Mindestalter von 17 Jahren. 2. Schulabschluss mit Mittlerer Reife oder ein gleichwertiger Abschluss. 3. Gesundheitliche Eignung, bestätigt durch ein ärztliches Attest. 4. Führerschein Klasse B. 5. Bestandene Aufnahmeprüfung inklusive Eignungstest und Vorstellungsgespräch am Ausbildungsort. Bitte beachten Sie, dass die genauen Anforderungen je nach Bundesland und Ausbildungsstätte variieren können.

Typische Aufgaben eines Notfallsanitäters sind die medizinische Erstversorgung von Patienten vor Ort, Überwachung der Patienten während des Transports ins Krankenhaus, Durchführung lebensrettender Maßnahmen und Assistenzen bei ärztlichen Maßnahmen.

Das Gehalt für ausgebildete Notfallsanitäter kann variieren, aber in der Regel liegt es zwischen 2.300 und 3.500 Euro brutto pro Monat, abhängig von der Arbeitserfahrung und dem Bundesland, in dem man arbeitet. Es ist empfehlenswert, Informationen zu Gehältern direkt bei potenziellen Arbeitgebern einzuholen.
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