Ausbildung Werksfeuerwehr

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Du sitzt gerade mit Deiner Familie beim Abendessen – da klingelt der Alarm und alles wird stehen und liegen gelassen. Wenn es einen Notfall gibt, bist Du sofort zur Stelle, löschst Brände, verhinderst Überschwemmungen und rettest damit Menschenleben. Du bist geschickt, zuverlässig und belastbar? Dann erfüllst Du bereits die wichtigsten Voraussetzungen, um als Werkfeuerwehrfrau oder Werkfeuerwehrmann zu arbeiten.
Als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann trägst Du eine hohe Verantwortung und hast mitunter untypische Arbeitszeiten. Doch was genau machst Du eigentlich in der Ausbildung? Wie sieht es mit dem Gehalt aus und welche Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt es?
Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Aufgaben

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Aufgaben

Als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann musst Du mit Schichtarbeiten, Nacht- und Bereitschaftsdiensten rechnen. Außerdem trägst Du bei der Arbeit häufig Schutzausrüstung– und eine Menge Verantwortung. Zu Deinen Aufgaben als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann gehören:

Prüfung und Schutz
  • Kontrolle von Anlagen, Werk- und Fahrzeugen
  • Sicherheits- und Schutzmaßnahmen
Rettung
  • Bergung von Menschen und Objekten
  • medizinische Notfallversorgung
  • Fahren des Feuerwehrwagens
  • technische Hilfsmittel nutzen
Verwaltung
  • Protokollierung

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Arbeitszeiten


Die Arbeitszeiten als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann können stark variieren, denn Unfälle oder Brände können zu jeder Zeit entstehen.
So kann es beispielsweise vorkommen, dass Du nachts arbeitest und am Tag freihast. Bei sogenannten Bereitschaftsdiensten bist Du zudem wie gewohnt daheim, musst aber bereit sein, wenn ein akuter Notfall besteht und Deine Hilfe gebraucht wird. Bei den Schichten wechselst Du Dich üblicherweise mit Deinen Kolleginnen und Kollegen ab.

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Ausbildung

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Ausbildung

Die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau oder zum Werkfeuerwehrmann dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Du erlernst also praktische Fähigkeiten im Ausbildungsbetrieb und vertiefst zusätzlich Deine theoretischen Fachkenntnisse in der Berufsschule. Zu den Inhalten, die Dir während Deiner Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann nähergebracht werden, gehören:

Ausbildungsphasen als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann Inhalte der Ausbildung
Erste Phase
  • Bedienung von technischen Geräten
  • Vorbereitung von Hilfsmitteln
  • Fahren von Einsatzfahrzeugen
Zweite Phase
  • Bergung von Menschen und Gegenständen
  • Durchführung von Löscharbeiten
  • Medizinische Hilfeleistung

Die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann umfasst auch eine Führerscheinprüfung für spezielle Rettungs-, Lösch- und Einsatzfahrzeuge. Zudem ist eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin bzw. zum Rettungssanitäter mit inbegriffen.

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Gehalt & Inhalt

Die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann ist inhaltlich in zwei Phasen von je 18 Monaten unterteilt. Dennoch steigert sich Dein Gehalt mit jedem Ausbildungsjahr, also immer nach zwölf Monaten. Die folgende Tabelle zeigt Dir, mit welchem Gehalt Du während der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann rechnen kannst:

Ausbildungsjahr als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann monatliches Gehalt
Erstes Ausbildungsjahr 850–895 Euro brutto
Zweites Ausbildungsjahr 900–980 Euro brutto
Drittes Ausbildungsjahr 976–1.060 Euro brutto
Das Einstiegsgehalt als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann liegt zwischen 2.400 und 2.700 Euro brutto im Monat. Mit steigender Berufserfahrung erhöht sich das Gehalt weiter. Durchschnittlich verdient eine Werkfeuerwehrfrau bzw. ein Werkfeuerwehrmann etwa 2.800 Euro brutto monatlich.

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Jobs und Ausbildungsbetriebe


Als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann findest Du Jobs in verschiedenen Bereichen, darunter Großbetriebe der Automobil-, Metall- und Elektroindustrie. Du kannst als Werkfeuerwehrfrau oder Werkfeuerwehrmann aber auch an folgenden Orten angestellt sein:
  • Häfen
  • Flughäfen
  • Kraftwerken
  • Chemiewerken
  • Gießereien

Häufig werden Auszubildende nach dem Abschluss von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Zu Deinen zukünftigen Arbeitsplätzen als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann gehören:
  • Einsatzleitzentralen
  • Büroräumlichkeiten
  • Einsatzorte im Innen- und Außenbereich

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Ausbildung verkürzen


Je nachdem, was für einen Schulabschluss Du hast und welche Noten Du im Verlauf Deiner Ausbildung erzielst, kannst Du die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Dies muss aber mit Deiner Ausbilderin oder Deinem Ausbilder abgesprochen werden.

Weiterbildung – Werkfeuerwehrmann / Werkfeuerwehrfrau

Hast Du die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann erfolgreich abgeschlossen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung, darunter:

Bezeichnung der Weiterbildung Aufgaben nach der Weiterbildung
Werkfeuerwehrtechniker:in
  • Überprüfen der technischen Ausrüstung
  • Reparaturen
Brandschutzfachfrau/-mann
  • Entwicklung von Sicherheitskonzepten
  • Erstellung von Einsatzplänen
  • Maßnahmen zur Explosions- und Brandbekämpfung
Brandschutzmeister:in
  • Leitung, Management und Führungspositionen
  • erhöhte Verantwortung

Auch ein Studium ist nach der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann möglich. Folgende Studiengänge bieten sich als Weiterbildung nach der abgeschlossenen Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann an:


  • Sicherheitstechnik
  • Sicherheitsmanagement
  • Rettungsingenieurwesen
  • Sanitäts- und Rettungswesen
Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann Ausbildung – Voraussetzungen

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann Ausbildung – Voraussetzungen

Um die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann zu starten, benötigst Du rein rechtlich gesehen keinen bestimmten Schulabschluss. Viele Betriebe stellen zwar bevorzugt Auszubildende mit Mittlerer Reife, also einem Realschulabschluss, ein, aber es kommt in der Ausbildung nur bedingt auf gute Schulnoten an. Wichtiger sind dagegen folgende Voraussetzungen:


  • körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit: Um eine Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann abzuschließen und Jobs in diesem Bereich anzunehmen, brauchst Du nicht nur einen starken Körper. Auch Dein Geist muss mit den ständigen Risiken und Notsituationen umgehen können.
  • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein: Als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann musst Du eine Menge Verantwortung übernehmen. Es ist wichtig, dass Du Gefahren und Risiken rechtzeitig erkennst und entsprechend reagieren kannst.
  • Zuverlässigkeit: Auf Dich und Deine Fähigkeiten sollte stets Verlass sein.
  • Genauigkeit und Sorgfalt: Du solltest in der Lage sein, Deine Aufgaben exakt und vorausschauend zu erledigen. Schließlich können in Notsituationen Menschenleben davon abhängen.
  • Teamfähigkeit: Da Du als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann nicht allein, sondern in einem Team arbeitest, ist es essenziell, dass Du Dich gut verständigen, absprechen und an andere anpassen kannst.
  • technisches Geschick: Du solltest mit technischen Hilfsmitteln sowie der Schutzausrüstung oder medizinischen Hilfsinstrumenten auch unter Zeitdruck umgehen können.

Werkfeuerwehrfrau / Werkfeuerwehrmann – Steckbrief

  • Zu Deinen Aufgaben als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann gehören:
    • Bergung von Menschen und Objekten
    • medizinische Notfallversorgung
    • Fahren des Feuerwehrwagens
    • technische Hilfsmittel nutzen
  • Die Ausbildungsdauer zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann beträgt 3 Jahre. Du kannst sie mit guten Noten auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Die Arbeitszeiten als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann können stark variieren. Typisch sind Schichtarbeiten und Bereitschaftsdienste.
  • Inhalte der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann sind z. B.: Bedienung von technischen Geräten, Vorbereitung von Hilfsmitteln, Fahren von Einsatzfahrzeugen, Durchführung von Löscharbeiten, medizinische Hilfeleistung
  • Das Gehalt während der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau oder zum Werkfeuerwehrmann beträgt im ersten Jahr zwischen 850 und 895 Euro brutto im Monat, im zweiten zwischen 900 und 980 und im dritten zwischen 970 und 1.060 Euro brutto im Monat. Das Einstiegsgehalt als Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann liegt bei 2.400 bis 2.700 Euro brutto.
  • Weiterbildungen für Werkfeuerwehrleute können sein:
    • Werkfeuerwehrtechniker:in
    • Brandschutzfachmann oder Brandschutzfachfrau
    • Brandschutzmeister
    • ein Studium (z. B.: Sicherheitstechnik, Sicherheitsmanagement, Rettungsingenieurwesen)
  • Für eine Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann braucht es keinen vorgeschriebenen Schulabschluss. Voraussetzungen für eine duale Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau oder zum Werkfeuerwehrmann sind unter anderem jedoch:
    • körperliche Belastbarkeit
    • Teamfähigkeit
    • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
  • Jobs als Werkfeuerwehrfrau oder Werkfeuerwehrmann findest Du in:
    • Häfen und Flughäfen
    • Kraft- und Chemiewerken
    • Gießereien

FAQs

Die Hauptaufgaben einer Werkfeuerwehrfrau oder eines Werkfeuerwehrmanns beinhalten die Prävention und Bekämpfung von Bränden und anderen Gefahrensituationen, die Durchführung von Rettungsaktionen und Erste-Hilfe-Maßnahmen, den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern, die Wartung und Pflege der Feuerwehrausrüstung und die Teilnahme an Schulungen und Übungen zur Aktualisierung der Kenntnisse und Fähigkeiten.

Die Arbeitszeiten für Werkfeuerwehrfrauen und Werkfeuerwehrmänner können variieren, da sie oft in Schichtsystemen arbeiten, einschließlich Nacht- und Wochenendschichten. Es kann reguläre 8-Stunden-Schichten geben, aber auch 12- oder 24-Stunden-Schichten können möglich sein, je nach Anforderungen des Betriebs.

Das Gehalt während der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann variiert je nach Unternehmen und Bundesland, liegt aber im Durchschnitt zwischen 900 und 1.000 Euro brutto im ersten Ausbildungsjahr und steigt jedes Ausbildungsjahr etwas an. Nach abgeschlossener Ausbildung liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt zwischen 2.000 und 2.500 Euro brutto pro Monat, kann aber mit Berufserfahrung und Weiterbildungen weiter steigen.

Nach der Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bzw. zum Werkfeuerwehrmann gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese umfassen unter anderem: 1. Spezialisierungen, z.B. in Bereichen wie Gefahrgut, Atemschutz oder Höhenrettung. 2. Aufstiegsweiterbildungen, zum Beispiel zum/zur Meister/in für Schutz und Sicherheit. 3. Studium, beispielsweise ein Bachelorstudium im Bereich Sicherheitsmanagement.
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