Was macht ein Elektriker?
Ein Elektriker installiert, wartet und repariert elektrische Anlagen, Leitungssysteme und Betriebstechnik in Gebäuden, Industrie und Infrastruktur nach geltenden Sicherheitsnormen. In Deutschland verdient man im Median 38.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 30.500 €.
Wer als Elektriker arbeitet, bewegt sich täglich zwischen Baustellen, Werkstätten und Kundenbesuchen. Ob Neubauverkabelung, Fehlerbehebung an Schaltanlagen oder die Montage von Photovoltaiksystemen: Die Aufgaben sind abwechslungsreich und direkt spürbar. Fachkräfte mit Spezialisierung auf Erneuerbare Energien oder Gebäudeautomation sind besonders gefragt.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Elektriker?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Duale Ausbildung
Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ist der häufigste Einstieg. Theorie in der Berufsschule und Praxis im Betrieb wechseln sich ab. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben.
Ausbildung plus Meister
Nach der Gesellenprüfung kann der Meisterkurs absolviert werden. Der Elektriker-Meister eröffnet die Möglichkeit zur Selbstständigkeit, zur Ausbildung von Lehrlingen und bringt in der Regel ein spürbar höheres Gehalt.
Umschulung
Personen aus verwandten technischen Berufen können über eine geförderte Umschulung einsteigen. Anbieter wie die IHK oder überbetriebliche Bildungszentren bieten verkürzte Programme von 18 bis 24 Monaten an.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Voraussetzungen prüfen. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Betriebe achten besonders auf technisches Grundverständnis, handwerkliches Geschick, Mathematik und Sorgfalt.
- Ausbildungsbetrieb finden. Über die Lehrstellenbörse der Bundesagentur für Arbeit oder direkt bei Elektroinstallationsbetrieben, Industrieunternehmen und Stadtwerken nach freien Plätzen suchen.
- Ausbildung absolvieren. Dreieinhalb Jahre lang abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule lernen. Die Gesellenprüfung am Ende bestätigt die Handlungsfähigkeit als Fachkraft.
- Spezialisierung wählen. Nach der Ausbildung Schwerpunkte setzen, zum Beispiel in Gebäudeautomation, Erneuerbare Energien oder industrielle Steuerungstechnik, um Gehalt und Einstiegschancen zu verbessern.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Elektriker?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Sehr hohe Jobsicherheit durch flächendeckenden Fachkräftemangel mit über 17.000 offenen Stellen
- Abwechslungsreiche Tätigkeiten durch unterschiedliche Einsatzorte und Projekte
- Klare Aufstiegswege vom Gesellen über den Meister bis zur Betriebsleitung
- Zukunftssichere Spezialisierungen in Bereichen wie Elektromobilität und Photovoltaik
Das solltest du wissen
- Körperlich anspruchsvolle Arbeit, teils in engen Räumen, auf Leitern oder bei Kälte
- Einstiegsgehalt von rund 30.500 Euro liegt unter dem gesamtdeutschen Medianlohn
- Regelmäßige Bereitschaftsdienste und Notfalleinsätze außerhalb der regulären Arbeitszeit möglich
- Hohes Maß an Verantwortung, da Fehler unmittelbare Sicherheitsrisiken verursachen können
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Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Elektriker in Deutschland?
Der Median liegt bei rund 38.000 Euro brutto im Jahr. Für weniger als drei Jahre Erfahrung zeigt das Modell rund 30.500 Euro, erfahrene Fachkräfte mit Meisterbrief oder Spezialisierung können deutlich mehr verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Elektriker?
Die duale Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechenden Voraussetzungen und mit Zustimmung von Betrieb und Kammer möglich.
Welche Spezialisierungen gibt es für Elektriker?
Mögliche Schwerpunkte sind Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik, Automatisierungstechnik, Photovoltaik sowie Elektromobilität. Jede Richtung bietet eigene Weiterbildungen und Zertifikate.
Wie sind die Jobaussichten für Elektriker aktuell?
Die Nachfrage ist sehr hoch: Aktuell sind bundesweit über 17.000 Stellen offen. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien, die Sanierungspflicht im Gebäudebereich und die Digitalisierung wird der Bedarf weiter steigen.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (2825 ausgewertete Live-Stellen von 17.384 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.