Was macht ein Immobilienkaufmann?
Ein Immobilienkaufmann kauft, vermietet, verwaltet und vermarktet Immobilien für private und gewerbliche Auftraggeber und sorgt dabei für rechtssichere Vertragsgestaltung sowie wirtschaftliche Bestandspflege. In Deutschland verdient man im Median 40.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 32.000 €.
Der Alltag dreht sich um konkrete Objekte: Du analysierst Mietpreise, koordinierst Handwerker, führst Besichtigungen durch und verhandelst mit Eigentümern oder Investoren. Gerade in Zeiten steigender Baukosten und angespannter Wohnungsmärkte ist dein kaufmännisches Urteilsvermögen gefragt – von der Nebenkostenabrechnung bis zur Portfoliooptimierung.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Immobilienkaufmann?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Duale Ausbildung
Die dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann im Ausbildungsbetrieb kombiniert Praxis und Berufsschule. Sie ist der häufigste Einstiegsweg und legt das Fundament für alle Kernaufgaben in Verwaltung, Vermietung und Verkauf.
Studium + Weiterbildung
Ein Bachelor in Immobilienwirtschaft, BWL oder Architektur bietet breites Grundlagenwissen. Ergänzt durch IHK-Weiterbildungen wie den geprüften Immobilienfachwirt öffnet dieser Weg Türen zur Projektentwicklung und Führungsebene.
Quereinstieg
Wer aus Branchen wie Bankwesen, Recht oder Handwerk kommt, kann über Umschulungen, IHK-Zertifikatskurse und Praktika einsteigen. Betriebe schätzen dabei Branchenkenntnisse aus Bau, Finanzierung oder Kundenservice besonders.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Voraussetzungen prüfen. Mittlere Reife oder Abitur reichen für die Ausbildung aus. Für ein Studium brauchst du die Hochschulreife. Kläre außerdem, ob du eher in Verwaltung, Makeln oder Projektentwicklung einsteigen möchtest.
- Ausbildungsbetrieb oder Studienplatz sichern. Bewirb dich frühzeitig bei Wohnungsbaugesellschaften, Immobilienmaklern oder Hausverwaltungen. Praktika vorab erhöhen deine Chancen deutlich.
- Branchenwissen aktiv aufbauen. Verfolge Immobilienportale, lies Fachzeitschriften wie die Immobilien Zeitung und mache dich mit Grundbegriff aus Mietrecht und Bewertung vertraut.
- Netzwerk und Zertifikate erweitern. Nach dem Abschluss lohnt sich der Beitritt in Verbände wie IVD oder gif. Weiterbildungen zum Fachwirt oder in nachhaltiger Immobilienwirtschaft (DGNB) stärken dein Profil langfristig.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Immobilienkaufmann?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Stabiler Arbeitsmarkt mit über 658 aktuell offenen Stellen bundesweit
- Abwechslungsreiches Aufgabenfeld zwischen Büro, Außendienst und Beratung
- Klare Aufstiegswege vom Sachbearbeiter bis zur Führungskraft
- Einstieg auch ohne Abitur über die duale Ausbildung möglich
Das solltest du wissen
- Einstiegsgehalt von rund 33.500 Euro liegt unter dem allgemeinen Kaufmannsdurchschnitt
- Hoher Kundenkontaktdruck und teils emotional aufgeladene Konfliktsituationen
- Arbeitszeiten variieren stark, Besichtigungen auch abends oder samstags
- Rechtliche Änderungen (Mietpreisbremse, WEG-Reform) erfordern kontinuierliche Weiterbildung
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Häufige Fragen
Was verdient ein Immobilienkaufmann in Deutschland wirklich?
Der Median liegt bei 40.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten bei rund 33.500 Euro. Mit Erfahrung, Spezialisierung oder einer Führungsposition sind 50.000 Euro und mehr erreichbar, besonders in Großstädten mit hohem Mietpreisspiegel.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Immobilienkaufmann?
Die duale Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa mit Abitur oder einschlägiger Vorbildung, kann sie auf zweieinhalb oder zwei Jahre verkürzt werden.
Kann ich als Quereinsteiger in den Immobilienbereich wechseln?
Ja, das ist möglich. Viele Betriebe stellen auch Fachkräfte aus Banken, dem Handwerk oder der Rechtsbranche ein. Eine IHK-Umschulung oder ein Zertifikatslehrgang von sechs bis zwölf Monaten hilft, fehlende Branchenkenntnisse gezielt aufzufüllen.
Welche Weiterbildungen lohnen sich nach der Ausbildung besonders?
Der geprüfte Immobilienfachwirt (IHK) ist der klassische Aufstiegsweg. Daneben gewinnen Zertifizierungen zu nachhaltigem Bauen (DGNB), digitaler Immobilienverwaltung und WEG-Recht an Bedeutung, weil Betriebe zunehmend spezialisierte Kenntnisse suchen.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (72 ausgewertete Live-Stellen von 658 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.