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Schlosser (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Schlosser fertigen, montieren und reparieren Metallkonstruktionen, die unsere Industrie am Laufen halten. Wer handwerkliches Geschick mit technischem Verständnis verbindet, findet hier einen krisensicheren Job mit echtem Einfluss auf Maschinen und Anlagen.
Median 38.000 € · Einstieg ~30.500 € · hohe Nachfrage

38.000 €
Median brutto / Jahr
30.500 €
Einstieg (Junior)
8.710
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 1833 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Schlosser?

Ein Schlosser bearbeitet Metall und andere Werkstoffe, um Bauteile, Konstruktionen oder Maschinen herzustellen, zu montieren und instand zu halten. In Deutschland verdient man im Median 38.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 30.500 €.

Im Arbeitsalltag stehen Präzision und Problemlösung im Vordergrund: Du liest technische Zeichnungen, nutzt Dreh- und Fräsmaschinen, schweißt Bauteile zusammen und prüfst Maßtoleranzen auf den Zehntel-Millimeter genau. Ob in der Automobilzulieferung, im Anlagenbau oder in der Instandhaltung, überall werden Schlosser mit aktuell rund 8.710 offenen Stellen händeringend gesucht.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Metallteile nach technischen Zeichnungen zerspanen, biegen und schweißen
Maschinen und Anlagen warten, reparieren und auf Funktion prüfen
Baugruppen und Konstruktionen montieren und justieren
Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität mit Messwerkzeugen kontrollieren
Störungen an Produktionsanlagen analysieren und beheben
Arbeitssicherheitsvorschriften einhalten und dokumentieren
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Fertigung und Bearbeitung 35%Montage und Justage 25%Wartung und Instandhaltung 20%Qualitätskontrolle und Dokumentation 12%Planung und Materialbeschaffung 8%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

09:00
Schichtübergabe, Tagesauftrag lesen und Werkzeuge bereitstellen
10:00
Metallteile nach Zeichnung zuschneiden, bohren oder fräsen
11:30
Baugruppen zusammensetzen und Schweißnähte setzen
13:30
Fertige Teile mit Messschieber und Lehren prüfen, Protokoll ausfüllen
15:00
Maschine reinigen, Kleinreparatur an einer Anlage durchführen, Abnahme

Wie wirst du Schlosser?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Duale Ausbildung ~60%Ausbildung und Weiterbildung ~30%Quereinstieg ~10%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Duale Ausbildung

Die dreijährige Berufsausbildung zum Industriemechaniker oder Metallbauer (Fachrichtung Konstruktionstechnik) ist der Standardweg. Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, du verdienst von Anfang an Ausbildungsvergütung und steigst danach direkt mit rund 32.000 Euro Jahresgehalt ein.

3 J.~60%
Aufstieg

Ausbildung und Weiterbildung

Nach der Ausbildung öffnet die Meisterprüfung im Metallbauer- oder Industrie-Handwerk die Türen zu Führungsaufgaben und Selbstständigkeit. Alternativ bietet die Techniker-Weiterbildung (Staatlich geprüfter Techniker Maschinentechnik) den Sprung ins technische Büro, oft mit deutlichem Gehaltsplus über dem Median von 38.000 Euro.

2–4 J.~30%
Quereinstieg

Quereinstieg

Wer aus einem anderen technischen Beruf oder aus der Produktion kommt, kann über Umschulungen (gefördert durch die Bundesagentur für Arbeit) oder berufsbegleitende Anpassungsqualifizierungen einsteigen. Praktische Erfahrung im Umgang mit Metall und Maschinen wird dabei angerechnet und verkürzt die Qualifizierungszeit.

1–2 J.~10%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

Ausbildung Industriemechaniker:in (IHK)
Bundesweit anerkannte duale Ausbildung mit Schwerpunkten Zerspanungstechnik, Montage und Instandhaltung in Industriebetrieben.
3 J.
Ausbildung Metallbauer:in Fachrichtung Konstruktionstechnik (HWK)
Handwerkliche Ausbildung mit Fokus auf Stahl- und Metallkonstruktionen, Schweißen und Montage in Klein- und Mittelbetrieben.
3 J.
Meisterkurs Metallbauer:in (HWK)
Weiterbildung zur Meisterqualifikation, die Führungsaufgaben, Ausbildereignung und die Möglichkeit zur Selbstständigkeit erschließt.
2 J. berufsbegleitend
Staatlich geprüfte:r Techniker:in Maschinentechnik
Techniker-Fachschule für Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung; Schwerpunkte Konstruktion, Fertigungsplanung und Qualitätssicherung.
2 J. Vollzeit / 4 J. Teilzeit

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Grundlagen prüfen. Stelle sicher, dass du einen mittleren Schulabschluss (MSA) oder Hauptschulabschluss mit guten Noten in Mathe und Technik mitbringst, denn das sind die typischen Mindestvoraussetzungen für eine Schlosser-Ausbildung.
  2. Ausbildungsbetrieb finden. Bewirb dich bei Industrieunternehmen, Metallbaubetrieben oder Instandhaltungsabteilungen; die Lehrstellenbörse der IHK und HWK sowie die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit bieten tausende offene Plätze.
  3. Ausbildung absolvieren. Durchlaufe die drei Jahre duale Ausbildung, lege Zwischen- und Abschlussprüfung vor IHK oder HWK ab und sichere dir damit den offiziellen Berufsabschluss.
  4. Weiterbildung planen. Entscheide nach dem Einstieg, ob du mit einem Meisterkurs, der Techniker-Weiterbildung oder einer Spezialisierung (z. B. Schweißfachmann DVS) dein Gehalt und deine Aufstiegschancen gezielt ausbauen willst.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Metalltechnik und Zerspanungstechnik
85%
Lesen technischer Zeichnungen
80%
Schweißtechnik (MAG, WIG, E-Hand)
72%
Messtechnik und Qualitätskontrolle
68%
Umgang mit CNC-Maschinen
60%
Fehleranalyse und Troubleshooting
50%
Arbeitssicherheit und Normenkenntnis
30%

Persönliche Stärken

Räumliches VorstellungsvermögenSorgfalt und PräzisionsbewusstseinTechnisches ProblemlösungsdenkenTeamfähigkeit in SchichtbetriebenBelastbarkeit und körperliche AusdauerEigenverantwortliches Arbeiten

Das solltest du formal mitbringen

Mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss (je nach Betrieb und Ausbildungsform)
Abgeschlossene Berufsausbildung als Industriemechaniker:in, Metallbauer:in oder vergleichbar für Fachkraft-Positionen
Körperliche Eignung für stehende Tätigkeiten, Heben von Lasten und Umgang mit Lärm und Hitze
Bereitschaft zur Schichtarbeit in vielen Industriebetrieben, teils Früh-, Spät- und Nachtschicht

Was verdient ein Schlosser?

38.000 € / Jahr (Median)
Spanne 28.000 – 52.000 € · Einstieg ab ~30.500 € · ca. 19 €/h · ca. 2.381 € netto/Mon. (St. I)
30k38k42k46k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
Gehaltsreport ansehen →

Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
30.500 €
Schlosser:in im Einstieg0–2 J.
38.000 €
Fachkraft Metallbearbeitung2–5 J.
45.000 €
Spezialist:in / Schweißfachkraft5–8 J.
55.000 €
Teamleiter:in Fertigung8–12 J.
66.500 €
Meister:in / Produktionsleitungab 12 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Hohe Nachfrage: Über 8.710 offene Stellen bundesweit sichern gute Jobaussichten
  • Solides Einkommen mit Entwicklungspotenzial von rund 32.000 Euro Einstieg bis deutlich über 38.000 Euro mit Erfahrung
  • Vielfältige Branchen, von Automobil über Energie bis Maschinenbau, ermöglichen flexible Karrierewege
  • Praktische Sichtbarkeit der eigenen Arbeit durch greifbare Ergebnisse am Ende jedes Arbeitstages

Das solltest du wissen

  • Körperliche Belastung durch langes Stehen, Heben und Lärm kann auf Dauer ermüden
  • Schichtarbeit schränkt Freizeitplanung und soziales Leben teilweise ein
  • Ohne Weiterbildung sind Gehalts- und Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt
  • Arbeitsumgebungen wie Werkhallen können heiß, laut oder staubig sein

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Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Schlosser in Deutschland?

Der Median liegt bei rund 38.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten typischerweise bei etwa 32.000 Euro; mit Meisterabschluss, Spezialisierung oder Führungsverantwortung sind auch 45.000 Euro und mehr möglich. Region und Branche spielen dabei eine wichtige Rolle: Tarifgebundene Industriebetriebe zahlen oft deutlich mehr als kleine Handwerksbetriebe.

Welche Ausbildung brauche ich, um Schlosser zu werden?

Der klassische Weg führt über eine dreijährige duale Ausbildung, etwa zum Industriemechaniker:in oder Metallbauer:in. Als formale Voraussetzung genügt in vielen Betrieben ein Hauptschulabschluss; größere Industrieunternehmen bevorzugen einen mittleren Schulabschluss. Wer bereits in einem anderen technischen Beruf arbeitet, kann sich über eine Umschulung qualifizieren.

Wie sind die Jobaussichten für Schlosser aktuell?

Die Aussichten sind sehr gut: Aktuell sind bundesweit rund 8.710 Stellen offen. Besonders gefragt sind Fachkräfte in der Instandhaltung, im Maschinenbau und in der Automobilzulieferung. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass in den nächsten Jahren viele erfahrene Schlosser in Rente gehen und Nachwuchs gesucht wird.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Schlosser?

Nach der Ausbildung stehen mehrere Wege offen: Der Meisterkurs (HWK) qualifiziert für Führungsaufgaben und Selbstständigkeit. Die Techniker-Weiterbildung (Fachrichtung Maschinentechnik) öffnet die Tür ins technische Büro. Darüber hinaus gibt es Zertifikatslehrgänge, zum Beispiel zum Schweißfachmann DVS oder zur geprüften Fachkraft für Arbeitssicherheit, die das Gehalt spürbar steigern.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (1833 ausgewertete Live-Stellen von 8.710 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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