Was macht ein Schreiner?
Ein Schreiner plant, fertigt und montiert Bauteile sowie Möbel aus Holz und Holzwerkstoffen, von der Maßküche bis zum Dachstuhl, und kombiniert dabei handwerkliche Präzision mit gestalterischem Gespür. In Deutschland verdient man im Median 32.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 25.500 €.
Im Alltag arbeitest du mit CNC-Fräsen, klassischen Handhobeln und modernen CAD-Programmen gleichermaßen. Du liest technische Zeichnungen, berätst Kunden vor Ort und koordinierst Liefertermine. Ob Innenausbau, Fensterbau oder Restaurierung historischer Möbel: Kein Auftrag gleicht dem anderen, und dein Werkstück bleibt oft jahrzehntelang sichtbar.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Schreiner?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Berufsausbildung
Die dreijährige duale Ausbildung zum Schreiner (Tischler) ist der Standardweg. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule, schließt mit der Gesellenprüfung ab und steigst mit rund 27.000 Euro Jahresgehalt ein.
Meister oder Techniker
Nach der Gesellenprüfung kannst du den Meistertitel ablegen (Vollzeit 1 Jahr, berufsbegleitend 2 Jahre) oder den staatlich geprüften Holztechniker absolvieren. Beide Abschlüsse öffnen den Weg zur Selbstständigkeit und zu Führungspositionen.
Umschulung oder Anlernung
Wer aus einem anderen Handwerk oder einer handwerknahen Tätigkeit kommt, kann über eine geförderte Umschulung (Agentur für Arbeit, BAFA) oder ein Anlernverhältnis einsteigen und vorhandene Fähigkeiten anrechnen lassen.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Schulabschluss sichern. Ein mittlerer Bildungsabschluss ist die übliche Voraussetzung für die Ausbildung. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick erleichtern den Einstieg erheblich.
- Ausbildungsbetrieb finden. Bewirb dich frühzeitig, idealerweise ein Jahr vor Ausbildungsbeginn, über die HWK-Lehrstellenbörse, die Bundesagentur für Arbeit oder direkt bei Schreinereien in deiner Region.
- Ausbildung abschließen. Drei Jahre duales Lernen, Berufsschule und Gesellenprüfung. Nutze Überbetriebliche Unterweisungen (ÜLU) für vertiefte Maschinenkenntnisse.
- Weiterbildung planen. Nach zwei bis drei Jahren Berufserfahrung lohnt sich der Meisterkurs oder der Techniker, um Gehalt und Verantwortung deutlich zu steigern und langfristig Leitungsaufgaben zu übernehmen.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Schreiner?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Sichtbare, langlebige Arbeitsergebnisse erzeugen hohe Jobzufriedenheit
- Breites Berufsfeld von Möbelbau über Innenausbau bis Restaurierung
- Solide Nachfrage und aktuell fast 5.000 offene Stellen bundesweit
- Klare Aufstiegswege über Meister, Techniker oder Selbstständigkeit
Das solltest du wissen
- Einstiegsgehalt von rund 27.000 Euro ist vergleichsweise niedrig
- Körperlich anspruchsvoll, Lärm- und Staubbelastung im Arbeitsalltag
- Witterungsabhängigkeit und Termindruck bei Bauprojekten
- Überstunden bei Projektspitzen sind in vielen Betrieben üblich
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Häufige Fragen
Was verdient ein Schreiner in Deutschland wirklich?
Berufseinsteiger nach der Gesellenprüfung starten bei rund 27.000 Euro brutto im Jahr. Der Median liegt bei 32.000 Euro. Mit Meisterbrief oder in Führungspositionen sind 40.000 Euro und mehr möglich, je nach Region und Betriebsgröße.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Schreiner?
Die duale Berufsausbildung dauert drei Jahre. Du lernst an drei bis vier Tagen pro Woche im Betrieb und besuchst an den übrigen Tagen die Berufsschule. Abschluss ist die Gesellenprüfung bei der Handwerkskammer.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten hat ein Schreiner?
Nach der Gesellenzeit kannst du den Meistertitel erwerben, den staatlich geprüften Holztechniker ablegen oder ein Studium im Bereich Holztechnik anschließen. Diese Qualifikationen berechtigen zur Betriebsführung, Mitarbeiterausbildung und Selbstständigkeit.
Gibt es genug Jobmöglichkeiten für Schreiner?
Ja, die Nachfrage ist stabil. Aktuell sind bundesweit rund 4.894 Stellen ausgeschrieben. Das Handwerk leidet strukturell unter Fachkräftemangel, was die Jobchancen für gut ausgebildete Schreiner weiter verbessert.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (1671 ausgewertete Live-Stellen von 4.894 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.