Was macht ein Tischler?
Ein Tischler plant, fertigt und montiert Bauteile sowie Möbel aus Holz und Holzwerkstoffen und sorgt dabei für Funktion, Stabilität und optische Qualität. In Deutschland verdient man im Median 32.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 25.500 €.
Im Berufsalltag wechseln sich Werkstattarbeit und Montageeinsätze beim Kunden ab. Du arbeitest mit modernen CNC-Maschinen genauso wie mit klassischem Handwerkzeug, liest technische Zeichnungen und berätst Auftraggeber zu Materialien und Oberflächen. Ob Einbauküche, Treppe oder Ladeneinrichtung: Jedes Projekt stellt neue Anforderungen an Problemlösung und Sorgfalt.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Tischler?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Duale Ausbildung
Die dreijährige Berufsausbildung zum Tischler findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Sie ist der meistgewählte Einstiegsweg und schließt mit der Gesellenprüfung ab.
Meister oder Techniker
Nach der Gesellenprüfung führt der Meisterkurs oder die Weiterbildung zum Holztechniker in Leitungspositionen. Der Meistertitel berechtigt zudem zur Betriebsgründung und zur Ausbildung eigener Azubis.
Umschulung
Wer aus einem anderen Bereich kommt, kann über eine geförderte Umschulung in zwei Jahren den Berufsabschluss nachholen. Handwerkliche Vorkenntnisse aus Berufen wie Maurer oder Metallbauer werden dabei anerkannt.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Betrieb und Ausbildungsplatz suchen. Bewirb dich direkt bei Tischlereien, Möbelherstellern oder Innenausbaubetrieben. Die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern listen aktuelle Plätze bundesweit.
- Eignungstest und Probearbeit absolvieren. Viele Betriebe laden zu einem Schnuppertag ein. Zeige handwerkliches Geschick, Sorgfalt und räumliches Vorstellungsvermögen.
- Ausbildungsvertrag schließen und Berufsschule anmelden. Der Vertrag wird bei der zuständigen Handwerkskammer eingetragen. Parallel beginnt der Berufsschulunterricht.
- Gesellenprüfung ablegen und erstes Stellenangebot annehmen. Mit bestandener Prüfung kannst du direkt einsteigen, rund 27.000 Euro Jahresgehalt sind im Einstieg realistisch.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Tischler?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Hohe Jobsicherheit durch bundesweit rund 2.970 offene Stellen und anhaltenden Fachkräftemangel
- Sichtbare, greifbare Arbeitsergebnisse mit hohem Befriedigungswert
- Vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten von Möbelbau bis Innenausbau
- Klare Aufstiegswege vom Gesellen über den Meister bis zur Selbstständigkeit
Das solltest du wissen
- Körperlich anspruchsvolle Arbeit mit Staub, Lärm und teils schweren Lasten
- Einstiegsgehalt um 27.000 Euro liegt unter dem Branchendurchschnitt vieler akademischer Berufe
- Unregelmäßige Arbeitszeiten bei Montageaufträgen und Kundenterminen möglich
- Mediangehalt von 32.000 Euro lässt im Vergleich zu anderen Handwerksberufen wenig Spielraum nach oben ohne Weiterqualifikation
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Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Tischler in Deutschland?
Der Median liegt bei rund 32.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten typischerweise bei etwa 27.000 Euro, während Meister oder Betriebsleiter deutlich darüber liegen können.
Wie viele offene Stellen gibt es aktuell für Tischler?
Aktuell sind bundesweit rund 2.970 Stellen für Tischler ausgeschrieben. Der anhaltende Fachkräftemangel im Handwerk sorgt dafür, dass qualifizierte Bewerber gute Chancen haben.
Was ist der Unterschied zwischen Tischler und Schreiner?
Inhaltlich keiner: Beide Bezeichnungen beschreiben denselben Ausbildungsberuf und dieselben Tätigkeiten. Tischler ist die im Norden und Osten Deutschlands gebräuchliche Bezeichnung, Schreiner wird vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und der Schweiz verwendet.
Welche Weiterbildungen sind nach der Gesellenprüfung sinnvoll?
Der Meisterkurs Tischlerhandwerk ist der klassische Aufstieg und berechtigt zur Selbstständigkeit sowie zur Ausbildung. Alternativ bietet die Weiterbildung zum staatlich geprüften Holztechniker oder ein Studium der Holztechnik Zugang zu Industrie- und Planungspositionen.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (599 ausgewertete Live-Stellen von 2.970 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.