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Speditionskaufmann (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Ob Luftfracht, Seefracht oder Lkw-Transport: Als Speditionskaufmann organisierst du die Lieferketten, die Deutschland am Laufen halten. Mit 1.154 offenen Stellen ist der Einstieg so realistisch wie selten.
Median 38.000 € · Einstieg ~30.500 € · hohe Nachfrage

38.000 €
Median brutto / Jahr
30.500 €
Einstieg (Junior)
1.154
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 210 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Speditionskaufmann?

Ein Speditionskaufmann plant, koordiniert und überwacht den Transport von Gütern auf nationalen und internationalen Versandwegen und übernimmt dabei die kaufmännische sowie logistische Abwicklung für Auftraggeber. In Deutschland verdient man im Median 38.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 30.500 €.

Du verhandelst Frachtraten mit Speditionen, kümmerst dich um Zolldokumente und behältst Liefertermine im Blick, auch wenn ein Schiff Verspätung hat oder ein Lkw im Stau steht. Der Job verbindet Büroarbeit mit echtem Problemlösen unter Zeitdruck: Wer kommunikationsstark ist und Zahlen mag, findet hier ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld mit internationalem Bezug.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Auftragsabwicklung und Frachtbuchung bei Luft-, See- und Landtransporten
Erstellung und Prüfung von Versand- und Zolldokumenten
Kosten- und Rechnungskontrolle sowie Reklamationsbearbeitung
Kommunikation mit Kunden, Frachtführern und Behörden
Überwachung von Sendungsstatus und Lieferterminen
Optimierung von Transportrouten und Lagerkapazitäten
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Auftragsabwicklung und Dokumentation 30%Kunden- und Partnerkommunikation 25%Frachtplanung und Routenoptimierung 20%Zollabwicklung und Compliance 15%Controlling und Reporting 10%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

09:00
Eingehende Aufträge prüfen und Frachtangebote einholen
10:30
Zollanmeldungen vorbereiten und Dokumente abstimmen
12:00
Rücksprache mit Kunden zu Lieferstatus und Terminverschiebungen
14:00
Frachtrechungen kontrollieren und Abweichungen klären
16:00
Sendungsverfolgung aktualisieren und Tagesabschluss dokumentieren

Wie wirst du Speditionskaufmann?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung ~65%Duales Studium Logistikmanagement ~20%Umschulung oder Weiterbildung ~15%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Die dreijährige IHK-Ausbildung ist der meistgewählte Weg. Du lernst Frachtrecht, Zollwesen und kaufmännische Grundlagen direkt im Betrieb, kombiniert mit Berufsschule.

3 J.~65%
Studium + Praxis

Duales Studium Logistikmanagement

Ein duales Studium an einer Berufsakademie oder FH verbindet Betriebspraxis mit akademischen Inhalten wie Supply-Chain-Management und vertieft die Karrierechancen Richtung Führungsebene.

3–4 J.~20%
Quereinstieg

Umschulung oder Weiterbildung

Wer bereits Berufserfahrung in Handel, Verwaltung oder Lager mitbringt, kann über IHK-Weiterbildungen oder eine geförderte Umschulung einsteigen. Praktisches Logistics-Know-how wird dabei oft angerechnet.

1–2 J.~15%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

Ausbildung: Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung (IHK)
Bundesweit anerkannte Berufsausbildung mit Schwerpunkten in Frachtrecht, Zollabwicklung und kaufmännischer Steuerung. Abschluss über IHK-Prüfung.
3 Jahre
Duales Studium Logistik (B.A./B.Sc.)
Angeboten an Berufsakademien und Fachhochschulen, z. B. DHBW oder Hochschule Bremen. Verbindet Theorie mit Unternehmenspraxis in Speditionen oder Logistikkonzernen.
3–4 Jahre
IHK-Weiterbildung: Geprüfter Logistikmeister
Aufbauqualifikation für erfahrene Fachkräfte mit Fokus auf Führungsaufgaben, Prozessoptimierung und betriebswirtschaftliche Steuerung in Logistikunternehmen.
12–18 Monate (berufsbegleitend)
Zertifikatskurs Zollabwicklung und Außenhandel (IHK/BVL)
Praxisnahe Fortbildung zu Exportkontrolle, Ursprungsregeln und elektronischer Zollanmeldung, ideal zur Spezialisierung im internationalen Speditionsgeschäft.
3–6 Monate (Teilzeit)

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Voraussetzungen klären. Für die Ausbildung reicht in den meisten Betrieben ein guter Hauptschul- oder Realschulabschluss. Englischkenntnisse und kaufmännisches Interesse sind wichtiger als ein bestimmter Schulabschluss.
  2. Ausbildungsbetrieb oder Umschulungsträger finden. Speditionen, Logistikdienstleister und Frachtunternehmen bilden aus. Die IHK-Lehrstellenbörse sowie Jobbörsen wie Make-it-in-Germany oder die Bundesagentur für Arbeit helfen bei der Suche.
  3. Bewerbung und Eignungstest absolvieren. Neben dem klassischen Anschreiben testen viele Betriebe Textverständnis, Rechnen und Englisch. Zeige in der Bewerbung konkretes Interesse an Logistik, z. B. durch ein Praktikum.
  4. Ausbildung starten und Netzwerk aufbauen. Nutze Berufsschule und Betrieb aktiv: Branchenverbände wie DSLV oder der BVL bieten Young-Professional-Netzwerke, die früh Kontakte und Weiterbildungsideen liefern.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Logistik- und Frachtrechtskenntnisse
85%
Zoll- und Außenhandelsrecht
75%
ERP- und Speditionssoftware (z. B. CargoSoft)
70%
Englisch (Fachsprache Logistik)
65%
Kosten- und Rechnungskontrolle
60%
Sendungsverfolgungssysteme (TMS)
50%
MS Office / Excel
30%

Persönliche Stärken

Kommunikationsstärke im Kontakt mit Kunden und PartnernBelastbarkeit und Ruhe unter ZeitdruckStrukturiertes und lösungsorientiertes ArbeitenTeamfähigkeit in koordinationsintensiven ProzessenVerhandlungsgeschick bei Frachtraten und ReklamationenEigeninitiative beim Überwachen von Lieferketten

Das solltest du formal mitbringen

Abgeschlossene Berufsausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung oder vergleichbarer Abschluss
Kenntnisse im nationalen und internationalen Transportrecht sowie Zollvorschriften
Sicherer Umgang mit branchenüblicher Speditionssoftware und MS Office
Englischkenntnisse auf mindestens B2-Niveau für internationale Kommunikation

Was verdient ein Speditionskaufmann?

38.000 € / Jahr (Median)
Spanne 28.000 – 52.000 € · Einstieg ab ~30.500 € · ca. 19 €/h · ca. 2.381 € netto/Mon. (St. I)
30k38k42k46k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
Gehaltsreport ansehen →

Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
30.500 €
Junior Speditionskaufmann0–2 J.
38.000 €
Speditionskaufmann (Sachbearbeiter)2–4 J.
45.000 €
Senior Speditionskaufmann / Teamkoordinator4–7 J.
55.000 €
Logistikmeister / Teamleiter Spedition7–10 J.
66.500 €
Abteilungsleiter Logistik / Operations Managerab 10 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Hohe Jobsicherheit durch konstante Nachfrage: aktuell über 1.154 offene Stellen bundesweit
  • Internationales Arbeitsumfeld mit Kontakten in viele Länder und Branchen
  • Klare Karrierepfade vom Sachbearbeiter bis zur Abteilungsleitung
  • Abwechslungsreicher Alltag, da kein Transportvorgang dem anderen gleicht

Das solltest du wissen

  • Häufiger Zeitdruck durch enge Lieferfenster und externe Abhängigkeiten
  • Einstiegsgehalt von rund 32.000 Euro liegt unter dem gesamtwirtschaftlichen Median
  • Viele Aufgaben sind repetitiv und erfordern hohe Konzentration über lange Zeiträume
  • Schichtarbeit oder Rufbereitschaft kann je nach Unternehmen anfallen

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Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Speditionskaufmann in Deutschland?

Der Median liegt bei rund 38.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten häufig bei etwa 32.000 Euro. Mit Erfahrung, Spezialisierung oder Führungsverantwortung sind 48.000 Euro und mehr möglich, besonders in großen Logistikkonzernen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Speditionskaufmann?

Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Bei sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Wer bereits eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hat, kann die Ausbildungszeit ebenfalls verkürzen.

Gibt es gute Jobchancen als Speditionskaufmann?

Ja, die Nachfrage ist konstant hoch. Aktuell sind deutschlandweit über 1.154 Stellen ausgeschrieben. Logistik ist eine Querschnittsbranche, das bedeutet, Stellen gibt es nicht nur bei klassischen Speditionen, sondern auch bei Industrie- und Handelsunternehmen mit eigener Logistik.

Kann man als Speditionskaufmann ins Ausland arbeiten?

Absolut. Die Ausbildung wird international anerkannt, besonders in der DACH-Region. Viele Speditionen haben Niederlassungen im Ausland und suchen gezielt Fachkräfte mit deutschen Sprachkenntnissen. Zusätzlich eröffnen Sprachkurse und internationale Zertifikate weitere Türen.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (210 ausgewertete Live-Stellen von 1.154 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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