Was macht ein Speditionskaufmann?
Ein Speditionskaufmann plant, koordiniert und überwacht den Transport von Gütern auf nationalen und internationalen Versandwegen und übernimmt dabei die kaufmännische sowie logistische Abwicklung für Auftraggeber. In Deutschland verdient man im Median 38.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 30.500 €.
Du verhandelst Frachtraten mit Speditionen, kümmerst dich um Zolldokumente und behältst Liefertermine im Blick, auch wenn ein Schiff Verspätung hat oder ein Lkw im Stau steht. Der Job verbindet Büroarbeit mit echtem Problemlösen unter Zeitdruck: Wer kommunikationsstark ist und Zahlen mag, findet hier ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld mit internationalem Bezug.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Speditionskaufmann?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung
Die dreijährige IHK-Ausbildung ist der meistgewählte Weg. Du lernst Frachtrecht, Zollwesen und kaufmännische Grundlagen direkt im Betrieb, kombiniert mit Berufsschule.
Duales Studium Logistikmanagement
Ein duales Studium an einer Berufsakademie oder FH verbindet Betriebspraxis mit akademischen Inhalten wie Supply-Chain-Management und vertieft die Karrierechancen Richtung Führungsebene.
Umschulung oder Weiterbildung
Wer bereits Berufserfahrung in Handel, Verwaltung oder Lager mitbringt, kann über IHK-Weiterbildungen oder eine geförderte Umschulung einsteigen. Praktisches Logistics-Know-how wird dabei oft angerechnet.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Voraussetzungen klären. Für die Ausbildung reicht in den meisten Betrieben ein guter Hauptschul- oder Realschulabschluss. Englischkenntnisse und kaufmännisches Interesse sind wichtiger als ein bestimmter Schulabschluss.
- Ausbildungsbetrieb oder Umschulungsträger finden. Speditionen, Logistikdienstleister und Frachtunternehmen bilden aus. Die IHK-Lehrstellenbörse sowie Jobbörsen wie Make-it-in-Germany oder die Bundesagentur für Arbeit helfen bei der Suche.
- Bewerbung und Eignungstest absolvieren. Neben dem klassischen Anschreiben testen viele Betriebe Textverständnis, Rechnen und Englisch. Zeige in der Bewerbung konkretes Interesse an Logistik, z. B. durch ein Praktikum.
- Ausbildung starten und Netzwerk aufbauen. Nutze Berufsschule und Betrieb aktiv: Branchenverbände wie DSLV oder der BVL bieten Young-Professional-Netzwerke, die früh Kontakte und Weiterbildungsideen liefern.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Speditionskaufmann?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Hohe Jobsicherheit durch konstante Nachfrage: aktuell über 1.154 offene Stellen bundesweit
- Internationales Arbeitsumfeld mit Kontakten in viele Länder und Branchen
- Klare Karrierepfade vom Sachbearbeiter bis zur Abteilungsleitung
- Abwechslungsreicher Alltag, da kein Transportvorgang dem anderen gleicht
Das solltest du wissen
- Häufiger Zeitdruck durch enge Lieferfenster und externe Abhängigkeiten
- Einstiegsgehalt von rund 32.000 Euro liegt unter dem gesamtwirtschaftlichen Median
- Viele Aufgaben sind repetitiv und erfordern hohe Konzentration über lange Zeiträume
- Schichtarbeit oder Rufbereitschaft kann je nach Unternehmen anfallen
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Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Speditionskaufmann in Deutschland?
Der Median liegt bei rund 38.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten häufig bei etwa 32.000 Euro. Mit Erfahrung, Spezialisierung oder Führungsverantwortung sind 48.000 Euro und mehr möglich, besonders in großen Logistikkonzernen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Speditionskaufmann?
Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Bei sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Wer bereits eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hat, kann die Ausbildungszeit ebenfalls verkürzen.
Gibt es gute Jobchancen als Speditionskaufmann?
Ja, die Nachfrage ist konstant hoch. Aktuell sind deutschlandweit über 1.154 Stellen ausgeschrieben. Logistik ist eine Querschnittsbranche, das bedeutet, Stellen gibt es nicht nur bei klassischen Speditionen, sondern auch bei Industrie- und Handelsunternehmen mit eigener Logistik.
Kann man als Speditionskaufmann ins Ausland arbeiten?
Absolut. Die Ausbildung wird international anerkannt, besonders in der DACH-Region. Viele Speditionen haben Niederlassungen im Ausland und suchen gezielt Fachkräfte mit deutschen Sprachkenntnissen. Zusätzlich eröffnen Sprachkurse und internationale Zertifikate weitere Türen.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (210 ausgewertete Live-Stellen von 1.154 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.