Ausbildung Fachinformatiker/in in Frankfurt 2026: Gehalt, Chancen & 66 offene Stellen
Gehalt, Top-Betriebe, Bewerbungstipps und ehrliche Einblicke – kompakt für deinen Start in die Ausbildung in Frankfurt.
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Du suchst eine Ausbildung als Fachinformatiker in Frankfurt? Dann hast du gerade richtig gute Karten: 66 Stellen bei 37 Arbeitgebern sind aktuell offen, und der Beruf ist offiziell als Engpassberuf eingestuft. Das bedeutet: Unternehmen suchen dringend Azubis – und du kannst dir aussuchen, wo du anfängst.
In diesem Guide findest du alles, was du wissen musst: Was verdienst du? Welche Betriebe bilden in Frankfurt aus? Kannst du dir die Stadt als Azubi leisten? Und lohnt sich die Ausbildung überhaupt – auch langfristig?
Was ist die Ausbildung Fachinformatiker in Frankfurt?
Als Fachinformatiker/-in entwickelst, administrierst und betreust du IT-Systeme – von Software über Netzwerke bis zu IT-Sicherheit. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird in zwei Fachrichtungen angeboten: Anwendungsentwicklung und Systemintegration. Frankfurt am Main ist dabei kein schlechter Startort: Als europäisches Finanzzentrum mit einer der dichtesten IT-Infrastrukturen Deutschlands – Stichwort Bankensoftware, DE-CIX und Rechenzentren – findest du hier eine Ausbildungslandschaft, die kaum eine andere Stadt bieten kann.
Frankfurt beherbergt die Europäische Zentralbank, die Deutsche Börse, zahlreiche Groß- und Privatbanken sowie internationale Beratungshäuser – fast alle mit eigenem IT-Bereich. Dazu kommen der DE-CIX, einer der weltgrößten Internet-Knoten, und ein dichtes Netz an Rechenzentren im Rhein-Main-Gebiet. Mittelständische IT-Systemhäuser, Softwareentwickler und Managed-Service-Provider runden den Markt ab, sodass du sowohl im Konzernumfeld als auch in kleinen, spezialisierten Teams ausgebildet werden kannst.
📚Was erwartet dich in der Ausbildung?
In der Ausbildung lernst du, je nach Fachrichtung, Software zu entwickeln, Netzwerke aufzubauen oder IT-Systeme zu administrieren. Praktisch heißt das: Code schreiben und debuggen, Server aufsetzen, Tickets bearbeiten, Sicherheitskonzepte umsetzen und Anwender schulen. In der Berufsschule kommen Lernfelder wie Netzwerktechnik, Datenschutz, Projektmanagement und Programmiergrundlagen dazu.
- ✓Software entwickeln und Fehler beheben
- ✓Netzwerke und Server konfigurieren
- ✓IT-Sicherheitskonzepte planen und umsetzen
- ✓Nutzende im Umgang mit Systemen schulen
- ✓IT-Projekte dokumentieren und präsentieren
⏰Dein Tag als Azubi
So könnte ein typischer Ausbildungstag als Fachinformatiker/in aussehen:
- 08:30Ins Büro oder Home Office. Erste Tickets checken.
- 09:00Stand-up mit dem Team – wer macht was heute.
- 09:30Support-Anfrage: Kolleg:in kommt nicht auf VPN. Analyse und Fix.
- 12:30Mittagspause mit dem Team.
- 13:00Praxisprojekt: Kleine Python-Skripte für Datenverarbeitung.
- 16:30Wissenstransfer mit Ausbilder – Fragen aus der Berufsschule.
💰Was verdienst du in der Ausbildung als Fachinformatiker in Frankfurt?
Im ersten Lehrjahr liegt die Vergütung im Schnitt bei rund 1.050 Euro, im zweiten bei etwa 1.130 Euro und im dritten bei ungefähr 1.230 Euro brutto – je nach Tarif, Betriebsgröße und Fachrichtung kann das variieren. Nach der Ausbildung sind Einstiegsgehälter von etwa 3.000 bis 3.800 Euro brutto im Monat realistisch; in Frankfurter Banken und IT-Konzernen wird oft mehr gezahlt.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr
Grobe Richtwerte (brutto/Monat). Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarif, Branche und Region ab.
🚀Wie geht es nach der Ausbildung als Fachinformatiker weiter?
Nach der Ausbildung bist du direkt einsetzbar – viele Betriebe übernehmen Fachinformatiker/-innen fest. In Frankfurt eröffnen sich besonders Wege in Richtung Finanztechnologie, Cloud-Infrastruktur und IT-Security. Wer mehr will, kann sich weiterqualifizieren: Das Gehaltsniveau steigt mit jeder Stufe deutlich.
Einstieg als Fachinformatiker
2.700 €Geprüfte/-r IT-Entwickler/-in (früher: Operative Professional)
3.500 - 4.500 €Geprüfte/-r IT-Projektleiter/-in (Strategische Professional)
4.500 - 6.000 €Informatik-Studium (Bachelor of Science) – berufsbegleitend oder dual
4.000 - 6.500 €⚖️Ausbildung oder Studium als Fachinformatiker: Was lohnt sich?
Informatikstudium oder Ausbildung? Wer schnell praktisch arbeiten und Geld verdienen will, ist mit der Ausbildung gut beraten – gerade in Frankfurt, wo Betriebe Azubis gezielt einsetzen. Ein Studium lohnt sich, wenn du langfristig in Forschung, Architektur oder internationale Führungsrollen willst und vier bis fünf Jahre Zeit investieren kannst.
Ausbildung als Fachinformatiker
- ✓Sofortiger Verdienst ab Tag eins
- ✓Drei Jahre statt vier bis fünf
- ✓Direkter Praxiseinstieg im Betrieb
Informatik B.Sc. (z. B. Goethe-Universität Frankfurt / Frankfurt UAS)
- ✓Breite theoretische Grundlagen
- ✓Bessere Chancen auf Führungsrollen
- ✓International anerkannter Abschluss
Ausbildung vs. Studium: Wer hat mit 25 mehr verdient?
Vereinfachte Modellrechnung (netto, gerundet) – die Ausbildung verdient ab Tag 1, ein Studium startet später.
🏢Welche Betriebe bilden als Fachinformatiker in Frankfurt aus?
Vom spezialisierten Fachbetrieb bis zum großen öffentlichen Arbeitgeber: In Frankfurt suchen gerade viele Betriebe Azubis als Fachinformatiker. Hier siehst du, wer ausbildet – und kommst mit einem Klick direkt zu ihren offenen Stellen.
Diese Betriebe in Frankfurt bilden gerade aus
Passt das zu dir?
Drei kurze Fragen, eine ehrliche Einschätzung – kein Test mit richtig oder falsch.
Deine Stärken: Belastbarkeit · Teamgeist · Hands-on
🤔Schaffe ich das – und kann ich mir das leisten?
Kurze, ehrliche Antworten auf die Fragen, die sich fast alle vor der Bewerbung stellen.
Ist die Ausbildung schwer?
Ehrlich: Am Anfang ist vieles neu, und die Zwischen- und Abschlussprüfung solltest du ernst nehmen – gerade die Technik. Aber deine Schulnoten sind weniger wichtig, als du denkst: Der Betrieb bringt dir alles Schritt für Schritt bei. Wer zuverlässig ist und mit anpackt, schafft die Ausbildung auch mit einem normalen Haupt- oder Realschulabschluss.
Was, wenn ich abgelehnt werde?
Ganz normal – bewirb dich einfach bei mehreren Betrieben gleichzeitig. Klappt es erst mal nicht, ist ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oft die Brücke in die Ausbildung. Viele Betriebe stellen sogar kurz vor oder nach dem Ausbildungsstart noch ein – aktuell gibt es mehr freie Plätze als Bewerber.
Kann ich mir Frankfurt als Azubi leisten?
Eng, aber machbar. So sieht ein typischer Monat im 1. Lehrjahr ungefähr aus:
- ➕ Ausbildungsgehalt: ca. 1.050 € brutto (netto etwas weniger)
- ➖ WG-Zimmer (Randbezirke günstiger): ~450–650 €
- ➖ Azubi-/Deutschland-Ticket: ~29–58 €
- ➖ Essen, Handy, Freizeit: ~250 €
- 💡 Tipp: Mit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit bekommst du je nach Situation mehrere hundert Euro extra – besonders, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.
🔄Quereinstieg & Umschulung: Ausbildung mit 25, 30 oder älter
Eine Ausbildung ist nicht nur etwas für Schulabgänger. Für eine duale Ausbildung gibt es kein Höchstalter – viele Betriebe schätzen die Reife und Zuverlässigkeit von Quereinsteigern und Umschülern sogar besonders.
- Umschulung statt klassischer Ausbildung: Mit Berufserfahrung geht es oft schneller – eine Umschulung dauert meist 2 Jahre und endet mit demselben anerkannten Kammerabschluss (IHK/HWK).
- Förderung über den Bildungsgutschein: Agentur für Arbeit oder Jobcenter können eine Umschulung komplett finanzieren – Lehrgangskosten und oft auch deinen Lebensunterhalt. Für eine reguläre Ausbildung helfen BAB, Wohngeld oder Aufstiegs-BAföG.
- Teilzeit ist möglich: Eine Ausbildung in Teilzeit ist gesetzlich erlaubt – praktisch, wenn du Familie hast oder nebenbei arbeiten musst.
- So startest du: Lass dich kostenlos von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit beraten (Ausbildung vs. Umschulung, Förderung) – und bewirb dich parallel direkt auf freie Stellen.
Wie bewirbst du dich für eine Ausbildung als Fachinformatiker?
Für eine Ausbildung als Fachinformatiker brauchst du ein kurzes Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und deine letzten zwei Zeugnisse. Bewirb dich am besten von September bis November für das Folgejahr, dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen. Wichtig sind Freundlichkeit und Kommunikationsstärke, ein Praktikum vorab ist ein Plus.
Wann bewerben?
Die meisten Ausbildungen starten am 1. September. Große Ketten suchen ab Herbst des Vorjahres (Sep–Nov 2025 für Start Sep 2026). Dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen.
Deine Bewerbungsunterlagen – Checkliste
Anschreiben-Vorlage: So könnte deins aussehen
Sehr geehrte Frau/Herr [Name],
ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz als Fachinformatiker/in in Ihrem Haus in [Stadtteil]. Auf Ihre Stellenanzeige bin ich über [Quelle] aufmerksam geworden.
[Warum dieser Betrieb?] Ich habe mich über Ihren Betrieb informiert und schätze besonders [konkretes Detail – z.B. die Ausbildungsqualität, das Team, die moderne Ausstattung].
[Warum IT / Software?] Ich interessiere mich seit Längerem für Fachinformatiker und möchte genau das lernen. Durch ein Praktikum bei [Betrieb] konnte ich bereits erste praktische Einblicke gewinnen.
[Was bringe ich mit?] Ich bin zuverlässig, teamfähig und motiviert, Neues zu lernen. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Vorstellungsgespräch: So überzeugst du
👔 Was anziehen?
- Lebensmittel/Drogerie: Saubere Jeans + Bluse/Hemd, geschlossene Schuhe
- Mode: Zeig deinen Stil – gepflegt, aber nicht übertrieben
- Technik: Smart Casual, kein Anzug nötig
- Generell: Lieber etwas über- als unterdressed
💡 Was vorbereiten?
- Besuche den Laden vorher als Kunde – merk dir Details
- Überleg dir: Was gefällt dir an dem Betrieb konkret?
- Bereite 2–3 eigene Fragen vor („Wie sieht ein typischer Tag aus?“)
- Übe mit Freunden oder Familie ein Rollenspiel
Soft Skills, die Betriebe wirklich suchen
Noten sind weniger wichtig als du denkst. Die meisten Betriebe sagen: „Wir gucken nicht aufs Zeugnis, wir gucken, ob du mit Leuten kannst.“
🕐Wie sind die Arbeitszeiten in der Ausbildung als Fachinformatiker?
Arbeitszeiten und Bedingungen hängen vom Betrieb und der Branche ab – in der Regel sind es rund 38–40 Stunden pro Woche, oft mit frühem Start und je nach Betrieb auch mal Samstagsdienst. Achte im Ausbildungsvertrag auf geregelte Arbeitszeiten, deinen Urlaubsanspruch, die Vergütung und die Übernahmechancen nach der Ausbildung.
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Karte und aktuelle Stellenauswahl
Frankfurt im Überblick
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gesetzlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben – in der Praxis stellen Frankfurter IT-Unternehmen und Banken aber überwiegend Bewerber/-innen mit mittlerem Schulabschluss oder Abitur ein. Gute Noten in Mathe und Englisch sind wichtiger als der genaue Abschluss.
Beides ist stark vertreten. Anwendungsentwicklung ist bei Softwarehäusern, Banken und FinTechs gefragt, Systemintegration eher bei IT-Dienstleistern, Rechenzentren und dem DE-CIX-Umfeld. Schau dir bei der Bewerbung genau an, welche Fachrichtung der Betrieb ausschreibt.
Zuständig ist in der Regel die Adolf-Messer-Schule (früher: Phillip-Holzmann-Schule) bzw. je nach Bezirk eine der gewerblich-technischen Schulen im Rhein-Main-Gebiet. Dein Ausbildungsbetrieb teilt dir bei Vertragsabschluss mit, welche Schule für dich gilt.
Das ist schwierig, aber machbar. WG-Zimmer in Stadtteilen wie Rödelheim, Fechenheim oder Höchst sind günstiger als in Sachsenhausen oder Nordend. Alternativ lohnt sich das Pendeln aus Offenbach, Hanau oder dem Hochtaunuskreis – das RMV-Netz ist gut ausgebaut.
Das hängt von deiner Wohnsituation und dem Einkommen deiner Eltern ab. Wenn du nicht mehr bei deinen Eltern lebst und die Fahrzeit zur Berufsschule zu lang ist, kannst du BAB bei der Agentur für Arbeit beantragen. Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit findest du einen Online-Rechner.
Beide Wege haben Vorteile: Konzerne wie die Deutsche Bank, DZ Bank oder IBM Frankfurt zahlen oft mehr und haben strukturierte Ausbildungsprogramme. Kleine IT-Systemhäuser lassen dich dagegen früh eigenständig arbeiten und geben dir breiteren Einblick. Überleg, was dir wichtiger ist – Spezialisierung oder Überblick.
Die Abschlussprüfung der IHK Frankfurt besteht aus einem Betrieblichen Auftrag (oder Projektantrag) plus einer mündlichen Präsentation sowie schriftlichen Prüfungen in Fachtheorie und Wirtschafts- und Sozialkunde. Der betriebliche Teil macht einen großen Teil der Endnote aus – das Thema stimmst du mit deinem Betrieb ab.
In Frankfurt bieten die IHK, private Bildungsträger und Hochschulen wie die Frankfurt University of Applied Sciences zahlreiche Optionen – vom IT-Projektleiter über den zertifizierten Cloud-Spezialisten bis zum berufsbegleitenden Informatikstudium. Viele Arbeitgeber in Frankfurt übernehmen Weiterbildungskosten teilweise oder vollständig.
Quellenangaben
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET & Engpassanalyse
- BIBB Datenreport zur Berufsbildung
- StudySmarter Jobbörse: aktuelle Ausbildungsstellen (laufend aktualisiert)