Ausbildung Elektroniker/in in Oldenburg 2026: Gehalt, Chancen & 23 offene Stellen
Gehalt, Top-Betriebe, Bewerbungstipps und ehrliche Einblicke – kompakt für deinen Start in die Ausbildung in Oldenburg.
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Du suchst eine Ausbildung als Elektroniker in Oldenburg? Dann hast du gerade richtig gute Karten: 23 Stellen bei 16 Arbeitgebern sind aktuell offen, und der Beruf ist offiziell als Engpassberuf eingestuft. Das bedeutet: Unternehmen suchen dringend Azubis – und du kannst dir aussuchen, wo du anfängst.
In diesem Guide findest du alles, was du wissen musst: Was verdienst du? Welche Betriebe bilden in Oldenburg aus? Kannst du dir die Stadt als Azubi leisten? Und lohnt sich die Ausbildung überhaupt – auch langfristig?
Was ist die Ausbildung Elektroniker in Oldenburg?
Als Elektroniker/-in installierst, wartest und reparierst du elektrische und elektronische Anlagen – von Schaltschränken über Steuerungssysteme bis zu Sicherheitsanlagen. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und findet im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule statt. Oldenburg ist als norddeutsches Industrie- und Dienstleistungszentrum ein starker Standort für diesen Beruf: Energieversorger, Maschinenbauer und die wachsende Windkraftbranche im Nordwesten suchen regelmäßig qualifizierte Elektrofachkräfte.
Oldenburg und das angrenzende Oldenburger Land haben einen breiten Branchenmix für Elektroniker/-innen: Industriebetriebe im Bereich Maschinenbau und Lebensmitteltechnik, Energieversorger wie EWE mit Hauptsitz in Oldenburg, Gebäudetechnikfirmen und spezialisierte Dienstleister für die regionale Windkraft- und Offshore-Industrie. Sowohl Großunternehmen als auch mittelständische Handwerksbetriebe bilden aus, sodass du zwischen Industrie- und Handwerksumfeld wählen kannst.
📚Was erwartet dich in der Ausbildung?
In der Ausbildung zum Elektroniker / zur Elektronikerin lernst du, elektrische Anlagen zu planen, aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Du liest Schaltpläne, verdrahtest Steuerungen, programmierst einfache Steuerungssysteme (z. B. SPS) und führst Messungen sowie Fehlerdiagnosen durch. In der Berufsschule behandelst du Elektrotechnik, Mathematik, Sicherheitsvorschriften nach VDE und Steuerungstechnik – immer eng verknüpft mit dem, was du im Betrieb umsetzt.
- ✓Schaltpläne lesen und umsetzen
- ✓Steuerungen verdrahten und programmieren
- ✓Elektrische Anlagen messen und prüfen
- ✓Fehler systematisch diagnostizieren und beheben
- ✓VDE-Sicherheitsvorschriften im Alltag anwenden
⏰Dein Tag als Azubi
So könnte ein typischer Ausbildungstag als Elektroniker/in aussehen:
- 07:00Treffen am Betrieb. Material und Werkzeug für die Baustelle einladen.
- 08:00Baustelle: Verteilerkästen installieren, Kabel ziehen.
- 12:00Brotzeit mit dem Team – meist auf der Baustelle.
- 13:00Weiter mit Installationen. Auch mal Kundengespräch zur Planung.
- 16:00Werkzeug zurück in den Betrieb, Baustelle aufräumen.
- 17:00Feierabend. Zur Berufsschule 1-2 × pro Woche.
💰Was verdienst du in der Ausbildung als Elektroniker in Oldenburg?
Im ersten Lehrjahr verdienst du im Schnitt rund 950 Euro brutto im Monat, im zweiten etwa 1.040 Euro und im dritten rund 1.180 Euro – je nach Tarif, Fachrichtung und Betrieb. Nach der Ausbildung sind Einstiegsgehälter von ungefähr 2.800 bis 3.400 Euro brutto möglich. In der Industrie und bei tarifgebundenen Unternehmen wie EWE liegen die Gehälter oft am oberen Ende dieser Spanne.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr
Grobe Richtwerte (brutto/Monat). Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarif, Branche und Region ab.
🚀Wie geht es nach der Ausbildung als Elektroniker weiter?
Nach der Ausbildung steigst du direkt als Elektrofachkraft ein – in Oldenburg oft in der Industrie, bei Energieversorgern oder in der Windkraftbranche. Mit etwas Berufserfahrung kannst du dich gezielt weiterbilden und mehr Verantwortung oder ein deutlich höheres Gehalt anstreben. Die Nachfrage nach Elektrофachkräften ist im Nordwesten strukturell hoch.
Einstieg als Elektroniker
2.600 €Meister/-in im Elektrotechniker-Handwerk
3.200 - 4.500 €Staatlich geprüfte/-r Elektrotechniker/-in (Techniker-Schule)
3.400 - 4.800 €Studium Elektrotechnik / Energietechnik (B.Sc.)
3.800 - 5.500 €⚖️Ausbildung oder Studium als Elektroniker: Was lohnt sich?
Wer schnell Geld verdienen und sofort praktisch arbeiten will, ist mit der Ausbildung gut bedient. Ein Elektrotechnik-Studium dagegen öffnet Türen in Entwicklung und Forschung, dauert aber länger und bringt am Anfang kein Gehalt. Für Schulabgänger/-innen mit starkem Praxisinteresse ist die Ausbildung der direktere Weg – ein Studium lässt sich später noch draufsetzen.
Ausbildung als Elektroniker
- ✓Sofortiger Gehalt ab Tag eins
- ✓Direkter Einstieg in die Praxis
- ✓Kürzerer Weg zum Berufsstart
Elektrotechnik B.Sc. (z. B. Jade Hochschule Oldenburg)
- ✓Zugang zu Entwicklung und Forschung
- ✓Höheres Gehaltspotenzial langfristig
- ✓Ingenieurstitel für Leitungspositionen
Ausbildung vs. Studium: Wer hat mit 25 mehr verdient?
Vereinfachte Modellrechnung (netto, gerundet) – die Ausbildung verdient ab Tag 1, ein Studium startet später.
🏢Welche Betriebe bilden als Elektroniker in Oldenburg aus?
Vom spezialisierten Fachbetrieb bis zum großen öffentlichen Arbeitgeber: In Oldenburg suchen gerade viele Betriebe Azubis als Elektroniker. Hier siehst du, wer ausbildet – und kommst mit einem Klick direkt zu ihren offenen Stellen.
Diese Betriebe in Oldenburg bilden gerade aus
Passt das zu dir?
Drei kurze Fragen, eine ehrliche Einschätzung – kein Test mit richtig oder falsch.
Deine Stärken: Belastbarkeit · Teamgeist · Hands-on
🤔Schaffe ich das – und kann ich mir das leisten?
Kurze, ehrliche Antworten auf die Fragen, die sich fast alle vor der Bewerbung stellen.
Ist die Ausbildung schwer?
Ehrlich: Am Anfang ist vieles neu, und die Zwischen- und Abschlussprüfung solltest du ernst nehmen – gerade die Technik. Aber deine Schulnoten sind weniger wichtig, als du denkst: Der Betrieb bringt dir alles Schritt für Schritt bei. Wer zuverlässig ist und mit anpackt, schafft die Ausbildung auch mit einem normalen Haupt- oder Realschulabschluss.
Was, wenn ich abgelehnt werde?
Ganz normal – bewirb dich einfach bei mehreren Betrieben gleichzeitig. Klappt es erst mal nicht, ist ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oft die Brücke in die Ausbildung. Viele Betriebe stellen sogar kurz vor oder nach dem Ausbildungsstart noch ein – aktuell gibt es mehr freie Plätze als Bewerber.
Kann ich mir Oldenburg als Azubi leisten?
Eng, aber machbar. So sieht ein typischer Monat im 1. Lehrjahr ungefähr aus:
- ➕ Ausbildungsgehalt: ca. 950 € brutto (netto etwas weniger)
- ➖ WG-Zimmer (Randbezirke günstiger): ~450–650 €
- ➖ Azubi-/Deutschland-Ticket: ~29–58 €
- ➖ Essen, Handy, Freizeit: ~250 €
- 💡 Tipp: Mit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit bekommst du je nach Situation mehrere hundert Euro extra – besonders, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.
🔄Quereinstieg & Umschulung: Ausbildung mit 25, 30 oder älter
Eine Ausbildung ist nicht nur etwas für Schulabgänger. Für eine duale Ausbildung gibt es kein Höchstalter – viele Betriebe schätzen die Reife und Zuverlässigkeit von Quereinsteigern und Umschülern sogar besonders.
- Umschulung statt klassischer Ausbildung: Mit Berufserfahrung geht es oft schneller – eine Umschulung dauert meist 2 Jahre und endet mit demselben anerkannten Kammerabschluss (IHK/HWK).
- Förderung über den Bildungsgutschein: Agentur für Arbeit oder Jobcenter können eine Umschulung komplett finanzieren – Lehrgangskosten und oft auch deinen Lebensunterhalt. Für eine reguläre Ausbildung helfen BAB, Wohngeld oder Aufstiegs-BAföG.
- Teilzeit ist möglich: Eine Ausbildung in Teilzeit ist gesetzlich erlaubt – praktisch, wenn du Familie hast oder nebenbei arbeiten musst.
- So startest du: Lass dich kostenlos von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit beraten (Ausbildung vs. Umschulung, Förderung) – und bewirb dich parallel direkt auf freie Stellen.
Wie bewirbst du dich für eine Ausbildung als Elektroniker?
Für eine Ausbildung als Elektroniker brauchst du ein kurzes Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und deine letzten zwei Zeugnisse. Bewirb dich am besten von September bis November für das Folgejahr, dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen. Wichtig sind Freundlichkeit und Kommunikationsstärke, ein Praktikum vorab ist ein Plus.
Wann bewerben?
Die meisten Ausbildungen starten am 1. September. Große Ketten suchen ab Herbst des Vorjahres (Sep–Nov 2025 für Start Sep 2026). Dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen.
Deine Bewerbungsunterlagen – Checkliste
Anschreiben-Vorlage: So könnte deins aussehen
Sehr geehrte Frau/Herr [Name],
ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz als Elektroniker/in in Ihrem Haus in [Stadtteil]. Auf Ihre Stellenanzeige bin ich über [Quelle] aufmerksam geworden.
[Warum dieser Betrieb?] Ich habe mich über Ihren Betrieb informiert und schätze besonders [konkretes Detail – z.B. die Ausbildungsqualität, das Team, die moderne Ausstattung].
[Warum Elektro?] Ich interessiere mich seit Längerem für Elektroniker und möchte genau das lernen. Durch ein Praktikum bei [Betrieb] konnte ich bereits erste praktische Einblicke gewinnen.
[Was bringe ich mit?] Ich bin zuverlässig, teamfähig und motiviert, Neues zu lernen. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Vorstellungsgespräch: So überzeugst du
👔 Was anziehen?
- Lebensmittel/Drogerie: Saubere Jeans + Bluse/Hemd, geschlossene Schuhe
- Mode: Zeig deinen Stil – gepflegt, aber nicht übertrieben
- Technik: Smart Casual, kein Anzug nötig
- Generell: Lieber etwas über- als unterdressed
💡 Was vorbereiten?
- Besuche den Laden vorher als Kunde – merk dir Details
- Überleg dir: Was gefällt dir an dem Betrieb konkret?
- Bereite 2–3 eigene Fragen vor („Wie sieht ein typischer Tag aus?“)
- Übe mit Freunden oder Familie ein Rollenspiel
Soft Skills, die Betriebe wirklich suchen
Noten sind weniger wichtig als du denkst. Die meisten Betriebe sagen: „Wir gucken nicht aufs Zeugnis, wir gucken, ob du mit Leuten kannst.“
🕐Wie sind die Arbeitszeiten in der Ausbildung als Elektroniker?
Arbeitszeiten und Bedingungen hängen vom Betrieb und der Branche ab – in der Regel sind es rund 38–40 Stunden pro Woche, oft mit frühem Start und je nach Betrieb auch mal Samstagsdienst. Achte im Ausbildungsvertrag auf geregelte Arbeitszeiten, deinen Urlaubsanspruch, die Vergütung und die Übernahmechancen nach der Ausbildung.
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Karte und aktuelle Stellenauswahl
Oldenburg im Überblick
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Formal gibt es keine gesetzliche Mindestanforderung, aber die meisten Betriebe in Oldenburg erwarten mindestens einen guten Realschulabschluss. Für industrielle Großbetriebe wie EWE ist auch das Fachabitur gerne gesehen. Entscheidend sind gute Noten in Mathematik, Physik und Technik.
Du kannst dich u. a. auf Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik oder Betriebstechnik spezialisieren. In Oldenburg bieten Industriebetriebe häufig Automatisierungs- und Betriebstechnik an, während Handwerksbetriebe eher Energie- und Gebäudetechnik ausbilden. Die Wahl der Fachrichtung hängt vom Ausbildungsbetrieb ab.
Elektroniker/-innen besuchen in der Regel das Berufsbildungszentrum Oldenburg (bbz) oder je nach Fachrichtung das Berufsschulzentrum in der Region. Die genaue Schule wird vom Ausbildungsbetrieb und der Handwerkskammer bzw. der IHK Oldenburg festgelegt.
Die Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre. Mit überdurchschnittlichen Leistungen oder einem passenden Schulabschluss (z. B. Fachabitur) kannst du bei der IHK oder Handwerkskammer Oldenburg eine Verkürzung auf 3 Jahre beantragen. Das muss rechtzeitig mit dem Betrieb und der Kammer abgesprochen werden.
Ja, definitiv. Der Nordwesten Deutschlands ist ein Zentrum der Windenergie – Firmen aus dem Bereich Onshore- und Offshore-Wind sitzen oder arbeiten in der Region Oldenburg. Wer sich auf Automatisierungstechnik oder Energietechnik spezialisiert, hat gute Chancen, in diesem Wachstumsmarkt unterzukommen.
Sie kann es sein: Du arbeitest auf Baustellen, in Produktionshallen, manchmal auf Leitern oder in engen Schaltschrankbereichen. Handgeschick, räumliches Vorstellungsvermögen und Konzentration sind wichtiger als reine Körperkraft. Ein Eignungstest beim Betrieb gibt dir vorab ein realistisches Bild.
Oldenburg selbst und das Umland bieten viele Beschäftigungsmöglichkeiten. EWE als großer Arbeitgeber sitzt direkt in der Stadt, hinzu kommen viele mittelständische Industrie- und Handwerksbetriebe. Wer in die Offshore-Windbranche möchte, pendelt gelegentlich zu Standorten an der Küste – das ist aber kein Muss.
Du kannst im Einvernehmen mit dem Betrieb und der zuständigen Kammer (IHK oder Handwerkskammer Oldenburg) über einen Wechsel der Fachrichtung oder des Ausbildungsbetriebs sprechen. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Oldenburg hilft dabei, mögliche Alternativen zu finden, ohne wertvolle Ausbildungszeit zu verlieren.
Quellenangaben
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET & Engpassanalyse
- BIBB Datenreport zur Berufsbildung
- StudySmarter Jobbörse: aktuelle Ausbildungsstellen (laufend aktualisiert)