Was macht ein Lagerist?
Ein Lagerist nimmt Waren an, prüft und lagert sie fachgerecht, kommissioniert Aufträge und stellt sicher, dass Güter termingerecht den Betrieb verlassen. In Deutschland verdient man im Median 29.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 23.000 €.
Im Arbeitsalltag steuerst du Flurförderzeuge, buchst Lagerbewegungen in Warenwirtschaftssystemen wie SAP oder Navision und hältst Bestände durch regelmäßige Inventuren aktuell. Sauberkeit, Ordnung und die Einhaltung von Arbeitssicherheitsvorschriften liegen direkt in deiner Hand. Wer Verantwortung übernimmt, kann schnell in die Teamleitung oder Logistikkoordination wechseln.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Lagerist?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Berufsausbildung Fachkraft für Lagerlogistik
Die staatlich anerkannte 3-jährige Ausbildung bildet den Standardweg. Sie kombiniert Berufsschule mit betrieblicher Praxis und schließt mit IHK-Prüfung ab. Rund 55 % der Beschäftigten kommen über diesen Weg in den Beruf.
Ausbildung zum Lageristen mit Aufstiegsfortbildung
Die 2-jährige Ausbildung zum Lageristen (Helfer-Beruf) bietet einen schnelleren Einstieg. Anschließende IHK-Fortbildungen zum Geprüften Logistikmeister oder Fachwirt für Güterverkehr und Logistik öffnen Türen zur Führungsebene.
Direkteinstieg mit Staplerschein und Kurzqualifizierung
Wer aus einem anderen Bereich wechselt, kann über einen Staplerschein, ein AEVO-Zertifikat und kurze Einarbeitungsprogramme starten. Viele Arbeitgeber qualifizieren aktiv on the job, besonders in der Logistik- und Handelsbranche.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Staplerschein erwerben. Absolviere einen zertifizierten DGUV-Kurs bei einer Berufsschule oder einem Bildungsträger, dieser Schein ist in fast jeder Stellenanzeige gefordert.
- Warenwirtschaft kennenlernen. Kostenlose Online-Kurse zu SAP EWM oder Microsoft Dynamics vermitteln Grundkenntnisse, die dich im Vorstellungsgespräch sofort abheben.
- Praktikum oder Zeitarbeit nutzen. Viele Festanstellungen entstehen aus befristeten Einsätzen. Bewirb dich gezielt bei Logistikdienstleistern wie DHL, DB Schenker oder Regionalunternehmen.
- Ausbildung nachholen oder Anerkennung beantragen. Hast du ausländische Qualifikationen, hilft die IHK-Anerkennungsberatung dabei, deinen Abschluss offiziell anerkennen zu lassen und Lücken gezielt zu schließen.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Lagerist?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Hohe Jobsicherheit durch konstant hohe Nachfrage in E-Commerce und Industrie
- Schneller Einstieg auch ohne langen Bildungsweg möglich
- Klare Aufstiegswege zum Logistikmeister oder in die Teamleitung
- Abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit Bewegung statt Schreibtisch
Das solltest du wissen
- Körperlich anspruchsvoll mit Risiko für Rücken und Gelenke auf Dauer
- Schichtarbeit inklusive Früh-, Spät- und gelegentlich Nachtdienst
- Medianlohn von 29.000 € jährlich liegt unter dem Gesamtdurchschnitt
- Hohes Tempo und Zeitdruck besonders in Stoßzeiten wie Weihnachtsgeschäft
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Aktuelle Lagerist-Stellen
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Lagerist (m/w/d)B
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Lagerist Kommissionierer Helfer Lager (m/w/d) - Vollzeit - unbefristet29.000 €caFL
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Lagerist/Logistikfachkraft (m/w/d) ab 3.400€/brutto + 100,00€ pro Samstag- Tagesaktuelle Stellen
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Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Lagerist in Deutschland durchschnittlich?
Der Median liegt bei rund 29.000 € brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten häufig bei etwa 24.500 €, erfahrene Fachkräfte oder Schichtleiter können je nach Branche und Region bis zu 36.000 € erreichen.
Brauche ich zwingend eine Ausbildung, um als Lagerist zu arbeiten?
Nein, ein formaler Abschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Arbeitgeber stellen Quereinsteiger mit Staplerschein und kurzer Einarbeitung ein. Eine abgeschlossene Ausbildung verbessert aber Aufstiegschancen und Gehalt deutlich.
Wie viele offene Stellen gibt es aktuell für Lageristen in Deutschland?
Derzeit sind rund 4.163 Stellen ausgeschrieben. Der Bedarf ist besonders hoch in der Automobilzulieferung, im Onlinehandel und in der Lebensmittellogistik.
Welche Weiterbildung lohnt sich am meisten für Lageristen?
Der Geprüfte Logistikmeister (IHK) ist der klassische Aufstiegsweg und öffnet die Tür zur Lagerleitung. Wer ins Kaufmännische möchte, kann den Fachwirt für Güterverkehr und Logistik anschließen. Beide Fortbildungen sind berufsbegleitend möglich.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (666 ausgewertete Live-Stellen von 4.163 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.