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Notarfachangestellte (m/w/d): Aufgaben, Ausbildung & Gehalt

Notarfachangestellte sorgen dafür, dass Verträge, Testamente und Immobiliengeschäfte rechtssicher beurkundet werden. Mit 744 offenen Stellen in Deutschland ist der Einstieg in diesen verantwortungsvollen Rechtsberuf aktuell sehr gut möglich.
Median 32.000 € · Einstieg ~25.500 € · hohe Nachfrage

32.000 €
Median brutto / Jahr
25.500 €
Einstieg (Junior)
744
offene Stellen
Sehr gut
Zukunftsaussichten

StudySmarter Karriere-Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026 · 127 ausgewertete Live-Stellen · Modellwerte klar gekennzeichnet

Was macht ein Notarfachangestellte?

Ein Notarfachangestellte Eine Notarfachangestellte unterstützt Notarinnen und Notare bei der Vorbereitung, Beurkundung und Abwicklung von Rechtsakten wie Kaufverträgen, Erbscheinen und Gesellschaftsgründungen. In Deutschland verdient man im Median 32.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 25.500 €.

Im Notariat läuft ohne dich nichts: Du prüfst Fristen, kommunizierst mit Grundbuchämtern und Behörden, erstellst Urkunden und behältst den Überblick über teils komplexe Aktenverläufe. Der Beruf verbindet juristisches Detailwissen mit organisatorischem Geschick. Gerade bei Immobilientransaktionen oder Erbangelegenheiten trägst du direkt dazu bei, dass Menschen ihre wichtigsten Lebensentscheidungen rechtssicher gestalten können.

Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:

Vorbereitung und Nachbearbeitung von Beurkundungen
Korrespondenz mit Grundbuchämtern, Behörden und Beteiligten
Fristenüberwachung und Wiedervorlagenverwaltung
Entwurf von Urkunden, Verträgen und Bescheinigungen
Betreuung und Beratung von Mandantinnen und Mandanten im Büro
Buchführung, Kostenberechnung und Rechnungsstellung nach GNotKG
Wo deine Zeit hingehttypische Wochenaufteilung
Urkundenvorbereitung und -nachbearbeitung 30%Behörden- und Mandantenkommunikation 25%Fristenkontrolle und Aktenverwaltung 20%Kostenberechnung und Buchhaltung 15%Empfang und Terminkoordination 10%

So sieht ein typischer Arbeitstag aus

09:00
Eingehende Post sichten, Fristen im System prüfen und Wiedervorlagen setzen
10:00
Urkundenentwurf für einen Immobilienkaufvertrag ausarbeiten
11:30
Beurkundungstermin begleiten, Beteiligten die Abläufe erläutern
13:30
Grundbuchanträge einreichen und Behördenrückmeldungen einholen
15:00
Kostenrechnungen nach GNotKG erstellen und Mandanten per E-Mail informieren

Wie wirst du Notarfachangestellte?

Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:

Ausbildung zur Notarfachangestellten ~70%Notarfachwirt:in (IHK) ~20%Einstieg aus Rechts- oder Kaufmannsberufen ~10%(redaktionelle Orientierung)
Beliebtester Weg
Klassisch

Ausbildung zur Notarfachangestellten

Die dreijährige duale Ausbildung im Notariat ist der Standardweg. Du lernst Rechtspraxis direkt am Arbeitsplatz und besuchst begleitend die Berufsschule. Mittlerer Schulabschluss genügt, Abitur ist kein Muss.

3 J.~70%
Weiterbildung

Notarfachwirt:in (IHK)

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung kannst du den Notarfachwirt absolvieren. Die Prüfung bei der Landesnotarkammer qualifiziert für Führungsaufgaben im Notariat und verbessert die Gehaltsverhandlungsposition deutlich.

1–2 J. berufsbegleitend~20%
Quereinstieg

Einstieg aus Rechts- oder Kaufmannsberufen

Wer bereits als Rechtsanwaltsfachangestellte oder kaufmännische Kraft arbeitet, kann durch gezielte Weiterbildungskurse der Notarkammern ins Notariat wechseln. Einige Notariate ermöglichen Quereinsteigenden einen strukturierten Einarbeitungsplan.

6–18 Monate Einarbeitung~10%

Ausbildung & Studium im Detail

Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:

Duale Ausbildung Notarfachangestellte (IHK/Notarkammer)
Bundesweit anerkannte Berufsausbildung in Notariaten mit Berufsschulunterricht in Rechtskunde, Büroorganisation und Kosten­recht.
3 Jahre
Notarfachwirt:in (Bundesnotarkammer)
Aufstiegsfortbildung mit Schwerpunkt auf Urkundenrecht, Betriebswirtschaft und Führung, abgeschlossen mit Kammerprüfung.
1,5–2 Jahre berufsbegleitend
Zertifikatslehrgang Notarielles Berufsrecht (Notarkammern)
Praxisnahe Kurse zu aktuellen Änderungen im Grundbuchrecht, GmbH-Recht oder Erbrecht, ideal zur laufenden Spezialisierung.
2–5 Tage je Modul
Rechtspfleger-Studium (Hochschule für Rechtspflege)
Wer mehr Entscheidungskompetenz anstrebt, kann diesen dualen Bachelor-Studiengang absolvieren und so in Gerichts- oder Notariatsverwaltungen aufsteigen.
3 Jahre

Quereinstieg in 4 Schritten

Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:

  1. Grundlagen prüfen. Stelle sicher, dass du einen mittleren Schulabschluss oder Abitur mitbringst und Interesse an juristischen Texten sowie präzisem Arbeiten hast.
  2. Ausbildungsplatz suchen. Bewirb dich direkt bei Notariaten in deiner Region oder nutze die Lehrstellenbörsen der Bundesnotarkammer und der Landes­notarkammern.
  3. Ausbildung absolvieren. Durchlaufe die drei Jahre duale Ausbildung, baue Kenntnisse im Urkundenrecht und Kostenrecht auf und nutze freiwillige Fortbildungsangebote der Notarkammer.
  4. Weiterbildung planen. Sammle nach der Ausbildung Berufspraxis und entscheide dann, ob du den Notarfachwirt oder einen spezialisierten Zertifikatslehrgang anstrebst, um Gehalt und Aufgabenbreite zu steigern.

Voraussetzungen & Skills

Gefragteste Fach-Skills

Modellierte Relevanz für das Berufsprofil, kein gemessener Anzeigenanteil
Urkundenrecht und Vertragsgestaltung
85%
Grundbuch- und Registerrecht
75%
Kostenrecht nach GNotKG
70%
Fristenmanagement und Aktenführung
65%
Behördenkommunikation
60%
Textverarbeitung und Kanzleisoftware
50%
Grundlagen der Buchführung
30%

Persönliche Stärken

Absolute Verschwiegenheit und DiskretionHohe Sorgfalt und DetailgenauigkeitStrukturierte und selbstständige ArbeitsweiseEinfühlungsvermögen im Umgang mit Mandantinnen und MandantenBelastbarkeit bei hohem UrkundenaufkommenTeamfähigkeit in kleinen, eng zusammenarbeitenden Bürostrukturen

Das solltest du formal mitbringen

Mittlerer Schulabschluss (mindestens) als Voraussetzung für die Ausbildung
Abgeschlossene Ausbildung zur Notarfachangestellten oder gleichwertige Qualifikation für reguläre Stellen
Einwandfreies Führungszeugnis wegen des Umgangs mit sensiblen Rechtsdokumenten
Kenntnisse im Umgang mit Kanzleisoftware (z. B. RA-MICRO, Phantasy Notar) werden von den meisten Notariaten erwartet

Was verdient ein Notarfachangestellte?

32.000 € / Jahr (Median)
Spanne 22.000 – 45.000 € · Einstieg ab ~25.500 € · ca. 16 €/h · ca. 2.080 € netto/Mon. (St. I)
26k32k35k38k
Ø brutto · <3 J. bis 10+ J.
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Karriere & Aufstieg

Ø Bruttowerte pro Rolle, KI-Marktmodell · Richtwerte
25.500 €
Notarfachangestellte (Einsteigerin)0–2 J.
32.000 €
Notarfachangestellte mit Fachschwerpunkt2–5 J.
38.000 €
Notarfachwirt:in5–8 J.
46.500 €
Bürokoordinatorin / Teamleiterin8–12 J.
56.000 €
Notariatsverwalterin / Büroleitungab 12 J.

Vorteile & Herausforderungen

Dafür spricht

  • Krisensicherer Arbeitsmarkt: Beurkundungen sind gesetzlich vorgeschrieben und konjunkturunabhängig
  • Abwechslungsreiche Tätigkeiten durch unterschiedliche Rechtsgebiete wie Immobilien, Erbrecht und Gesellschaftsrecht
  • Klare Karrierewege über den Notarfachwirt bis zur Büroleitung
  • Vertrauensvolle Arbeit mit gesellschaftlicher Relevanz bei gleichzeitig geregelten Arbeitszeiten

Das solltest du wissen

  • Einstiegsgehalt von rund 27.000 Euro jährlich liegt unter dem Durchschnitt vergleichbarer Rechtsberufe
  • Hoher Präzisionsdruck: Fehler in Urkunden können rechtlich und finanziell erhebliche Folgen haben
  • Begrenzte Bürogröße schränkt interne Aufstiegsmöglichkeiten in kleinen Notariaten ein
  • Wenig Homeoffice-Anteil, da Beurkundungstermine Präsenz vor Ort erfordern

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Aktuelle Notarfachangestellte-Stellen

24 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist das Gehalt als Notarfachangestellte in Deutschland?

Der Median liegt bei rund 32.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten meist bei etwa 27.000 Euro. Mit Berufserfahrung und der Weiterbildung zur Notarfachwirtin sind Gehälter von 38.000 Euro und mehr erreichbar. Regionale Unterschiede spielen dabei eine Rolle: In Großstädten und wirtschaftsstarken Regionen wird in der Regel mehr bezahlt.

Welche Ausbildung brauche ich, um Notarfachangestellte zu werden?

Du brauchst mindestens einen mittleren Schulabschluss und absolvierst dann eine dreijährige duale Ausbildung in einem Notariat. Die Berufsschule vermittelt parallel Kenntnisse in Rechtskunde, Bürowirtschaft und Kostenrecht. Nach bestandener Abschlussprüfung vor der Notarkammer bist du vollständig qualifiziert.

Wie sind die Jobaussichten für Notarfachangestellte aktuell?

Die Jobaussichten sind gut: Aktuell sind deutschlandweit rund 744 Stellen offen. Da Beurkundungen gesetzlich vorgeschrieben sind und nicht digitalisiert oder ausgelagert werden können, ist der Beruf strukturell stabil. Besonders in Ballungsräumen mit reger Immobilientätigkeit ist die Nachfrage nach qualifiziertem Notariatspersonal hoch.

Kann ich als Quereinsteiger:in ins Notariat wechseln?

Ja, das ist möglich. Wer bereits als Rechtsanwaltsfachangestellte oder in einem kaufmännischen Beruf gearbeitet hat, kann durch Weiterbildungskurse der Notarkammern und eine strukturierte Einarbeitung im Notariat einsteigen. Eine komplette Ausbildung muss nicht zwingend wiederholt werden, hängt aber vom jeweiligen Arbeitgeber ab.

Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (127 ausgewertete Live-Stellen von 744 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.

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