Was macht ein Rechtsanwaltsfachangestellte?
Ein Rechtsanwaltsfachangestellte Eine Rechtsanwaltsfachangestellte organisiert den Kanzleibetrieb, bereitet Schriftsätze und Akten vor, überwacht Fristen und Kosten und ist erste Ansprechperson für Mandantinnen und Mandanten. In Deutschland verdient man im Median 36.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 29.000 €.
Der Arbeitsalltag verbindet juristische Präzision mit kaufmännischem Geschick: Du berechnest Anwaltsgebühren nach dem RVG, kommunizierst mit Gerichten und Behörden und pflegst digitale Akten. Gerade in spezialisierten Boutique-Kanzleien arbeitest du tief in einem Rechtsgebiet, während du in größeren Sozietäten ein breites Spektrum von Familienrecht bis Strafrecht betreust. Einstiegsgehälter starten bei rund 30.000 Euro und wachsen mit Erfahrung und Zusatzqualifikationen deutlich.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Rechtsanwaltsfachangestellte?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Duale Ausbildung
Die dreijährige Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten nach BBiG ist der meistgewählte Einstieg. Du lernst im Wechsel zwischen Kanzlei und Berufsschule alles von Prozessrecht bis Gebührenrecht.
Ausbildung + Aufstiegsfortbildung
Nach der Ausbildung kannst du dich zur Rechtsfachwirtin weiterbilden, eine staatlich anerkannte Aufstiegsfortbildung, die Führungsaufgaben und ein deutlich höheres Gehalt ermöglicht.
Quereinstieg aus kaufmännischen Berufen
Wer eine kaufmännische Ausbildung oder Berufserfahrung im Büro mitbringt, kann über gezielte IHK- oder BRAK-Zertifikatslehrgänge sowie Umschulungen in die Kanzleiarbeit einsteigen.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Schulabschluss sichern. Ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschule oder Abitur) ist die übliche Voraussetzung; gute Noten in Deutsch und Mathematik erleichtern den Kanzleieinstieg erheblich.
- Ausbildungsplatz bewerben. Bewerbungen direkt bei Rechtsanwaltskanzleien oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit einreichen; Praktika erhöhen die Chancen deutlich.
- Ausbildung erfolgreich abschließen. Drei Jahre duale Ausbildung mit Zwischen- und Abschlussprüfung vor der zuständigen Rechtsanwaltskammer absolvieren.
- Weiterentwicklung planen. Nach ersten Berufsjahren Aufstiegsfortbildung zur Rechtsfachwirtin oder Spezialisierung auf ein Rechtsgebiet anstreben, um Gehalt und Verantwortung zu steigern.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Rechtsanwaltsfachangestellte?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Stabile Nachfrage: Über 3.200 offene Stellen deutschlandweit zeigen einen anhaltenden Fachkräftebedarf
- Abwechslungsreiche Arbeit durch vielfältige Rechtsgebiete und unterschiedliche Mandate
- Klare Aufstiegswege über die Rechtsfachwirtin bis zur Kanzleimanagerin
- Sinnstiftende Tätigkeit: Du hilfst Menschen in rechtlich belastenden Situationen
Das solltest du wissen
- Einstiegsgehalt von rund 30.000 Euro liegt unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt
- Hohes Verantwortungsniveau: Fristversäumnisse können rechtliche und finanzielle Schäden verursachen
- Teilweise hoher Zeitdruck durch parallele Verfahren und kurzfristige Gerichtsfristen
- Arbeit ist stark bürogebunden und bietet wenig Möglichkeiten für mobiles Arbeiten
Ähnliche Berufe
Aktuelle Rechtsanwaltsfachangestellte-Stellen
24 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.
24 Stellen in der Vorschau
Rechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d)30.000 €brutto/JahrVSBüroassistenz/ Rechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) TeilzeitDA
Rechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d)30.000 €brutto/JahrAKRechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d)30.000 €brutto/JahrPARechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) - Anwaltssekretariat36.000 €caAPRechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d)30.000 €brutto/JahrOPRechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d) mit Aufstiegsmöglichkeiten38.000 €brutto/JahrRGRechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) Home Office / RemoteMKRechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) Home Office / Remote38.000 €brutto/JahrSBRechtsanwaltsfachangestellte m/w/d in Teilzeit18.000 €brutto/JahrVCRechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) Home Office / RemoteSBRechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) oder Rechtsfachwirt (m/w/d) in Teilzeit oder VollzeitAGRechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) Home Office / Remote35.000 €brutto/JahrLARechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) Home Office / Remote36.000 €brutto/JahrOWRechtsanwaltsfachangestellte / Legal Operations (m/w/d) - Fokus Mandatsmanagement38.000 €brutto/JahrTFRechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) Home Office / Remote45.000 €brutto/JahrAGRechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d)DR
Rechtsanwaltsfachangestellte r (w/m/d)38.000 €brutto/JahrBBRechtsanwaltsfachangestellte (w/m/d)36.000 €caSV
Unternehmens-Rechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d)VRechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit in MünchenMKRechtsanwaltsfachangestellte/r für Arbeitsrecht (m/w/d)38.000 €brutto/JahrCCRechtsanwaltsfachangestellte - Kanzleimanagement / RVG (m/w/d)38.000 €brutto/JahrUNPatentanwaltsfachangestellte/ r (m/w/d) oder Rechtsanwaltsfachangestellte/r (m/w/d) in Vollzeit oder38.000 €brutto/Jahr- Tagesaktuelle Stellen
- Direkt beim Arbeitgeber
- Kostenlos, ohne Anmeldung
Häufige Fragen
Wie viel verdient eine Rechtsanwaltsfachangestellte in Deutschland?
Das Medianeinkommen liegt bei rund 36.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger:innen starten häufig bei etwa 30.000 Euro, während erfahrene Fachkräfte oder Rechtsfachwirtinnen in spezialisierten Kanzleien auch 45.000 Euro und mehr erreichen können.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten?
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Sie findet abwechselnd in der Kanzlei und an der Berufsschule statt und endet mit einer Abschlussprüfung vor der zuständigen Rechtsanwaltskammer.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Mit der Fortbildungsprüfung zur Rechtsfachwirtin (BRAK) übernimmst du Leitungsaufgaben und verbesserst dein Gehalt deutlich. Darüber hinaus sind Spezialisierungen auf bestimmte Rechtsgebiete oder der Wechsel in größere Sozietäten und Unternehmensjuristiken möglich.
Kann ich als Quereinsteiger:in in den Beruf wechseln?
Ja. Wer eine kaufmännische Ausbildung oder Büroerfahrung mitbringt, kann über eine Umschulung (in der Regel 24 Monate, oft gefördert durch die Agentur für Arbeit) oder gezielte Zertifikatslehrgänge in die Kanzleiarbeit einsteigen.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (384 ausgewertete Live-Stellen von 3.227 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.