Was macht ein Pflegefachkraft?
Ein Pflegefachkraft Eine Pflegefachkraft plant, führt und dokumentiert pflegerische Maßnahmen für kranke, pflegebedürftige oder behinderte Menschen eigenverantwortlich durch und koordiniert dabei die Zusammenarbeit mit ärztlichem und therapeutischem Personal. In Deutschland verdient man im Median 40.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 32.000 €.
Ob im Krankenhaus, im ambulanten Pflegedienst oder in der stationären Langzeitpflege: Der Alltag ist abwechslungsreich und fordernd zugleich. Du setzt Behandlungspläne um, erkennst Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig und kommunizierst aktiv mit Angehörigen. Seit der Pflegereform 2020 ist die Ausbildung generalistisch, was dir maximale Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt gibt.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Pflegefachkraft?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Generalistische Pflegeausbildung
Die dreijährige staatlich anerkannte Pflegeausbildung nach Pflegeberufegesetz ist der Königsweg. Sie umfasst theoretischen Unterricht an der Pflegeschule und praktische Einsätze in verschiedenen Versorgungsbereichen. Schulgeld fällt in der Regel nicht an, stattdessen erhältst du eine Ausbildungsvergütung ab ca. 1.200 Euro monatlich.
Ausbildung + Fachweiterbildung
Nach der Grundausbildung kannst du dich in Fachbereichen wie Intensivpflege, Onkologie oder Psychiatrie weiterbilden. Diese berufsbegleitenden Weiterbildungen dauern 18 bis 24 Monate und steigern das Gehalt oft um 3.000 bis 6.000 Euro jährlich. Viele Arbeitgeber übernehmen die Kosten vollständig.
Pflegehilfe mit Aufstiegsqualifizierung
Wer schnell einsteigen möchte, absolviert zunächst eine einjährige Pflegehilfe-Ausbildung und schließt danach die vollständige Pflegefachkraft-Ausbildung an. Einige Bundesländer bieten verkürzte Wege für Personen mit medizinnahen Vorqualifikationen an. Auch Umschulungen über die Agentur für Arbeit sind förderfähig.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Voraussetzungen klären. Für die Pflegeausbildung benötigst du mindestens einen mittleren Schulabschluss (Realschule) oder einen Hauptschulabschluss plus zweijährige Berufsausbildung. Gesundheitliche Eignung und ein erweitertes Führungszeugnis sind ebenfalls notwendig.
- Ausbildungsplatz sichern. Bewirb dich bei Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder ambulanten Diensten direkt. Portale wie die Bundesagentur für Arbeit oder Pflegestellenbörsen helfen bei der Suche. Bewerbungen laufen ganzjährig, viele Einrichtungen starten im Herbst oder Frühjahr.
- Ausbildung erfolgreich abschließen. Nutze die Praxiseinsätze in verschiedenen Settings konsequent, um dein Netzwerk aufzubauen. Die staatliche Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.
- Erste Stelle und Spezialisierung planen. Nach dem Abschluss stehen dir über 23.000 offene Stellen offen. Sprich frühzeitig mit deinem Arbeitgeber über Fachweiterbildungen oder ein begleitendes Studium, um deine Karriere gezielt weiterzuentwickeln.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Pflegefachkraft?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Extrem hohe Jobsicherheit durch bundesweiten Fachkräftemangel
- Sinnstiftende Tätigkeit mit direktem Einfluss auf Lebensqualität
- Vielfältige Spezialisierungs- und Karrieremöglichkeiten
- Ausbildungsvergütung und häufig kostenfreie Weiterbildungen durch den Arbeitgeber
Das solltest du wissen
- Körperlich und psychisch anspruchsvolle Arbeit mit regelmäßigem Schichtdienst
- Verhältnismäßig niedriges Einstiegsgehalt von ca. 33.500 Euro
- Hohe Dokumentationslast durch gesetzliche Vorgaben
- Personalmangel erhöht den Druck auf einzelne Mitarbeitende spürbar
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Häufige Fragen
Wie hoch ist das Gehalt als Pflegefachkraft in Deutschland?
Der Median liegt bei rund 40.000 Euro brutto im Jahr. Beim Berufseinstieg kannst du mit etwa 33.500 Euro rechnen. Mit Fachweiterbildungen, Leitungsfunktionen oder Zuschlägen für Nacht- und Wochenenddienste steigt das Gehalt deutlich, in manchen Fachbereichen auf über 50.000 Euro jährlich.
Ist die Pflegeausbildung kostenlos?
Ja, seit der Pflegereform 2020 ist die generalistische Pflegeausbildung schulgeldfreiPflegeschulen dürfen kein Schulgeld mehr erheben. Du erhältst während der Ausbildung außerdem eine monatliche Vergütung, die je nach Träger und Ausbildungsjahr zwischen 1.200 und 1.500 Euro liegt.
Welche Spezialisierungen sind als Pflegefachkraft möglich?
Die Möglichkeiten sind breit: Intensiv- und Anästhesiepflege, Onkologie, Psychiatrie, Pädiatrie, Palliativpflege oder Wundmanagement sind besonders gefragt. Viele Spezialisierungen werden berufsbegleitend angeboten und von Arbeitgebern finanziert.
Wie sind die Jobaussichten für Pflegefachkräfte?
Sehr gut. Aktuell sind bundesweit über 23.000 Stellen offen, Tendenz steigend. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass der Bedarf in den nächsten Jahrzehnten weiter zunimmt. Pflegefachkräfte mit Weiterbildung oder Leitungserfahrung können ihren Arbeitgeber und Standort weitgehend frei wählen.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (3272 ausgewertete Live-Stellen von 23.643 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.