Was macht ein Facharzt?
Ein Facharzt ist ein approbierter Arzt, der nach dem Medizinstudium eine mehrjährige Weiterbildung in einem anerkannten Fachgebiet abgeschlossen hat und dort eigenverantwortlich Patienten diagnostiziert, behandelt und betreut. In Deutschland verdient man im Median 105.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 84.000 €.
Mit einem Median-Jahresgehalt von 105.000 € gehört der Facharzt zu den bestbezahlten Berufen Deutschlands. Aktuell sind bundesweit rund 26.491 Stellen ausgeschrieben, vor allem in Kliniken, MVZ und Niederlassungen. Besonders gefragt sind Innere Medizin, Psychiatrie und Radiologie. Wer Karriere machen will, profitiert von klaren Aufstiegspfaden bis zur Chefarztposition.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Facharzt?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Medizinstudium und Facharztweiterbildung
6 Jahre Humanmedizin (Staatsexamen), danach 4 bis 6 Jahre Weiterbildung im Wunschfach. Dieser Weg ist für die große Mehrheit der Fachärzte verpflichtend und endet mit der Facharztprüfung bei der Landesärztekammer.
Studium im Ausland mit Anerkennung in Deutschland
Wer in der EU oder einem anerkannten Drittstaat Medizin studiert hat, kann die Approbation in Deutschland beantragen und anschließend die Facharztweiterbildung an einer deutschen Klinik absolvieren. Sprachnachweis auf C1-Niveau ist Pflicht.
Direkteinstieg nach Promotion oder Habilitation
Ein klassischer Quereinstieg existiert im ärztlichen Bereich nicht. Wer jedoch nach dem Staatsexamen eine Promotion abschließt und in der Forschung tätig war, kann mit Habilitation und klinischer Nachqualifikation in leitende Positionen einsteigen.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Approbation sichern. Melde dich nach dem Staatsexamen bei der zuständigen Landesärztekammer und beantrage deine Approbation als Arzt, ohne die keine Weiterbildung beginnen kann.
- Weiterbildungsstelle finden. Bewirb dich gezielt an Kliniken mit Weiterbildungsermächtigung in deinem Wunschfach, prüfe die Richtzahlen und sprich potenzielle Mentoren an.
- Weiterbildungslogbuch führen. Dokumentiere alle erbrachten Leistungen lückenlos im Logbuch der jeweiligen Landesärztekammer, da diese als Zulassungsvoraussetzung zur Facharztprüfung dienen.
- Facharztprüfung ablegen. Melde dich rechtzeitig bei der Landesärztekammer zur mündlichen Prüfung an, bereite dich anhand der Weiterbildungsordnung vor und erhalte nach Bestehen die Facharztanerkennung.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Facharzt?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Überdurchschnittliches Gehalt mit Median 105.000 € und klarem Aufstiegspotenzial bis zum Chefarzt
- Hohe gesellschaftliche Anerkennung und sinnstiftende Arbeit mit direktem Patientennutzen
- Exzellente Jobsicherheit: über 26.000 offene Stellen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel
- Vielfältige Karrierewege in Klinik, Niederlassung, Forschung oder Industrie
Das solltest du wissen
- Sehr langer Ausbildungsweg von mindestens 10 bis 12 Jahren bis zur Facharztanerkennung
- Hoher bürokratischer Aufwand durch Dokumentation, Kodierung und Abrechnung
- Regelmäßige Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste belasten Work-Life-Balance
- Emotionale Belastung durch schwere Diagnosen, Sterbebegleitung und Patientenverluste
Ähnliche Berufe
Aktuelle Facharzt-Stellen
16 aktuelle Stellen, direkt zur Ausschreibung verlinkt – plus die vollständige Suche im Jobboard.
16 Stellen in der Vorschau
Facharzt / Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie (m/w/d)70.000 €brutto/JahrCKFacharzt / Fachärztin (w/m/d) Orthopädie und Unfallchirurgie für unser SPZ60.000 €brutto/JahrSGFacharzt für Neurologie w|m|d60.000 €brutto/JahrMG
Facharzt (m/w/d) Für Innere Medizin Oder Allgemeinmedizin60.000 €brutto/JahrDP
Facharzt für Arbeitsmedizin in Lübeck gesucht (m/w/d)70.000 €brutto/JahrAKFacharzt für Augenheilkunde (m/w/d)60.000 €brutto/JahrIT
Facharzt für Arbeitsmedizin (w/m/div) oder Facharzt mit Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin (w/m/div)105.000 €caB
Fachärztin / Facharzt (m/w/d) für Allgemeinmedizin in Düsseldorf105.000 €caPAFacharzt/rztin Orthopdie und Unfallchirurgie60.000 €brutto/JahrDMFacharzt oder Fachärztin Kinder - und Jugendmedizin (m/w/d)60.000 €brutto/JahrIAWeiterbildung Facharzt Arbeitsmedizin (M/W/D) In Vollzeit Oder Teilzeit50.000 €brutto/JahrKFFacharzt (m/w/d) / Oberarzt (m/w/d) Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Neurologie80.000 €brutto/JahrMDFachärztin/Facharzt (m/w/d) für Arbeitsmedizin in Teilzeit45.000 €brutto/Jahr- Tagesaktuelle Stellen
- Direkt beim Arbeitgeber
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Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis ich als Facharzt arbeiten kann?
Du benötigst mindestens 10 bis 12 Jahre: 6 Jahre Medizinstudium plus 4 bis 6 Jahre Weiterbildung im gewählten Fachgebiet. Die genaue Dauer hängt von der Fachrichtung und der Weiterbildungsordnung deiner Landesärztekammer ab.
Was verdient ein Facharzt in Deutschland im Durchschnitt?
Der Median liegt bei rund 105.000 € brutto pro Jahr. Berufseinsteiger nach der Facharztanerkennung starten typischerweise bei etwa 88.000 €, während erfahrene Ober- und Chefärzte deutlich darüber liegen können.
In welchen Fachrichtungen gibt es besonders viele offene Stellen?
Aktuell werden deutschlandweit über 26.000 Facharztstellen ausgeschrieben. Besonders hoher Bedarf besteht in der Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Inneren Medizin, Radiologie und Anästhesiologie, vor allem in ländlichen Regionen.
Kann ich als Facharzt auch in Teilzeit arbeiten?
Ja, Teilzeitmodelle sind in Kliniken und Praxen möglich, aber nicht überall verbreitet. Gerade in MVZ und Gemeinschaftspraxen wächst das Angebot an Teilzeitstellen, besonders für Fachärzte in der Weiterbildungsphase oder nach der Elternzeit.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (5212 ausgewertete Live-Stellen von 26.491 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.