Was macht ein Gesundheits- und Krankenpfleger?
Ein Gesundheits- und Krankenpfleger und Krankenpfleger übernimmt die pflegerische Versorgung, Beobachtung und Betreuung von kranken und pflegebedürftigen Menschen in Krankenhäusern, Kliniken oder ambulanten Einrichtungen und arbeitet dabei eng mit Ärztinnen, Therapeuten und Angehörigen zusammen. In Deutschland verdient man im Median 42.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 33.500 €.
Der Berufsalltag ist abwechslungsreich und fordernd: Vom Intensivbereich über die Notaufnahme bis zur onkologischen Station setzen Pflegefachkräfte medizinisches Wissen direkt am Menschen ein. Wer hier arbeitet, trägt echte Verantwortung, trifft schnelle Entscheidungen und erlebt gleichzeitig direkte Dankbarkeit. Berufseinsteigerinnen starten bei rund 35.500 Euro brutto jährlich.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Gesundheits- und Krankenpfleger?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Hochschulstudium Pflegewissenschaft
Bachelor-Studiengänge wie Pflegewissenschaft oder Pflege dual verbinden akademisches Wissen mit klinischer Praxis. Absolventinnen qualifizieren sich für Leitungs- und Spezialisierungsrollen und erzielen häufig höhere Einstiegsgehälter.
Generalistische Pflegeausbildung
Die dreijährige staatlich anerkannte Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ist der häufigste Einstieg. Anschließende Fachweiterbildungen, etwa in der Intensivpflege oder Onkologie, erschließen Spezialbereiche mit besserem Gehalt.
Umschulung für Berufswechsler
Wer aus einem anderen Berufsfeld kommt, kann über geförderte Umschulungen oder verkürzte Ausbildungen einsteigen. Die Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter unterstützen mit Bildungsgutscheinen; Praxiserfahrung aus Sozial- oder Rettungsberufen wird oft angerechnet.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Voraussetzungen prüfen. Mittlerer Schulabschluss ist das Minimum für die Ausbildung; für duale Studiengänge wird die Fachhochschulreife oder das Abitur erwartet. Gesundheitliche Eignung und ein erweitertes Führungszeugnis sind ebenfalls erforderlich.
- Praktikum oder Ehrenamt absolvieren. Erste Erfahrungen in einem Krankenhaus oder Pflegeheim helfen dabei, die eigene Eignung zu testen und Bewerbungen zu stärken. Rettungsdienst oder FSJ Gesundheit sind besonders empfehlenswert.
- Ausbildungsplatz oder Studienplatz bewerben. Bewerbungen direkt an Kliniken, Pflegeschulen oder Hochschulen richten; viele Einrichtungen haben eigene Bewerbungsportale. Frühzeitig bewerben, da begehrte Plätze schnell vergeben sind.
- Ausbildung oder Studium erfolgreich abschließen und staatliche Prüfung ablegen. Nach bestandener Prüfung Berufszulassung beim zuständigen Landesbehörde beantragen und mit der Stellensuche starten, auch als Direktübernahme im Ausbildungsbetrieb möglich.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Gesundheits- und Krankenpfleger?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Sehr hohe Jobsicherheit durch bundesweit über 11.500 offene Stellen und dauerhaften Fachkräftemangel
- Sinnstiftende Tätigkeit mit direktem, spürbarem Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen
- Breite Spezialisierungsmöglichkeiten von Intensivpflege über Onkologie bis Pflegemanagement
- Gute Aufstiegschancen durch Weiterbildungen und berufsbegleitende Studienoptionen
Das solltest du wissen
- Körperlich und emotional belastende Arbeit, besonders in Langzeit- und Intensivstationen
- Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienste erschweren die Work-Life-Balance
- Vergleichsweise moderate Einstiegsgehälter von rund 35.500 Euro trotz hoher Verantwortung
- Hoher Dokumentationsaufwand durch digitale Pflegekurven und gesetzliche Nachweispflichten
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Häufige Fragen
Wie viel verdient eine Gesundheits- und Krankenpflegekraft in Deutschland?
Der Median liegt bei rund 42.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger starten bei etwa 35.500 Euro; mit Fachweiterbildung, Leitungsfunktion oder Spezialisierung auf Intensiv- oder Anästhesiepflege sind deutlich höhere Gehälter möglich. Tarifgebundene Stellen in kommunalen Kliniken oder beim DRK zahlen oft über dem Branchendurchschnitt.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Pflegefachkraft?
Die generalistische Pflegeausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Wer zusätzlich einen akademischen Abschluss anstrebt, wählt ein duales Studium mit einer Gesamtdauer von drei bis vier Jahren. Quereinsteiger mit anrechenbarer Vorausbildung können die Ausbildungszeit in bestimmten Fällen verkürzen.
Welche Spezialisierungen gibt es in der Krankenpflege?
Die Möglichkeiten sind vielfältig: Intensiv- und Anästhesiepflege, Onkologische Pflege, Psychiatrische Pflege, OP-Pflege sowie Pflegemanagement und -pädagogik sind besonders gefragt. Viele Fachweiterbildungen werden berufsbegleitend angeboten und dauern ein bis zwei Jahre.
Wie sind die Jobaussichten für Pflegefachkräfte in Deutschland?
Die Jobaussichten sind ausgesprochen gut: Aktuell gibt es über 11.500 offene Stellen bundesweit, und der demografische Wandel sorgt dafür, dass der Bedarf langfristig weiter steigt. Pflegefachkräfte können aus einer Vielzahl von Einrichtungen wählen, darunter Krankenhäuser, Reha-Kliniken, ambulante Pflegedienste und Pflegeheime.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (1260 ausgewertete Live-Stellen von 11.568 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.