Was macht ein Verwaltungsfachangestellte?
Ein Verwaltungsfachangestellte ist eine Fachkraft im öffentlichen Dienst, die in Behörden, Kommunen oder Körperschaften administrative Aufgaben rechtssicher bearbeitet, Bürger berät und interne Verwaltungsprozesse steuert. In Deutschland verdient man im Median 37.000 € brutto pro Jahr, beim Einstieg rund 29.500 €.
Wer in der Verwaltung arbeitet, bewegt sich täglich an der Schnittstelle zwischen Recht, Bürgerservice und Organisation. Du wendest Gesetze und Verordnungen direkt an, erstellst Bescheide und kommunizierst mit Menschen in oft schwierigen Lebenslagen. Das erfordert Genauigkeit und Einfühlungsvermögen zugleich. Digitalisierungsprojekte wie E-Government verändern das Berufsbild spürbar und eröffnen neue Aufgabenfelder.
Typische Verantwortungsbereiche im Überblick:
So sieht ein typischer Arbeitstag aus
Wie wirst du Verwaltungsfachangestellte?
Es gibt nicht den einen Weg. Diese Routen führen in den Beruf:
Duales Studium Öffentliche Verwaltung
Ein duales Studium an einer Verwaltungshochschule oder Fachhochschule verbindet Theorie und Praxis von Beginn an. Abschlüsse wie Bachelor of Arts (Public Management) qualifizieren direkt für den gehobenen Dienst.
Berufsausbildung und Verwaltungslehrgang
Die dreijährige duale Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten ist der häufigste Einstiegsweg. Anschließend ermöglicht der Verwaltungslehrgang II (VL II) den Aufstieg in den gehobenen Dienst ohne Studium.
Seiteneinstieg mit Verwaltungszertifikat
Fachkräfte aus verwandten Bereichen wie Rechts- oder Sozialwesen können über Anpassungsqualifizierungen und behördeninterne Fortbildungen in die Verwaltung wechseln. Viele Kommunen suchen gezielt Quereinsteiger.
Ausbildung & Studium im Detail
Diese Programme führen am häufigsten in den Beruf:
Quereinstieg in 4 Schritten
Rund jede/r fünfte kommt aus einem anderen Beruf. So gelingt der Wechsel:
- Grundvoraussetzungen klären. Prüfe, ob du einen mittleren Bildungsabschluss (Realschule) oder Abitur mitbringst. Für das duale Studium ist Fachhochschulreife oder Abitur nötig, für die Ausbildung reicht ein guter mittlerer Abschluss.
- Behörde oder Studiengang auswählen. Bewirb dich direkt bei Kommunen, Landes- oder Bundesbehörden für die Ausbildung oder bei einer Verwaltungshochschule für das duale Studium. Bewerbungsfristen liegen meist zwischen Oktober und Januar.
- Ausbildung oder Studium absolvieren. Durchlaufe die dreijährige Ausbildung oder das duale Studium, belege Pflichtmodule in Verwaltungsrecht, Finanzwesen und Kommunikation und schließe mit der Abschluss- oder Bachelorprüfung ab.
- Weiterbildung strategisch planen. Entscheide nach dem Einstieg, ob du den Verwaltungslehrgang II, ein berufsbegleitendes Masterstudium oder Spezialzertifikate (z. B. Vergaberecht, E-Government) anstrebst, um in den gehobenen oder höheren Dienst aufzusteigen.
Voraussetzungen & Skills
Gefragteste Fach-Skills
Persönliche Stärken
Das solltest du formal mitbringen
Was verdient ein Verwaltungsfachangestellte?
Karriere & Aufstieg
Vorteile & Herausforderungen
Dafür spricht
- Sicherer Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst mit tariflicher oder beamtenrechtlicher Absicherung
- Klare Aufstiegswege durch Verwaltungslehrgänge und Beförderungsstufen
- Geregelte Arbeitszeiten und gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Sinnstiftende Arbeit mit direktem Nutzen für die Gesellschaft
Das solltest du wissen
- Einstiegsgehalt von rund 31.000 Euro liegt unter dem Durchschnitt vergleichbarer Berufe in der Privatwirtschaft
- Bürokratische Strukturen können Innovationen und schnelle Veränderungen verlangsamen
- Umgang mit unzufriedenen oder belasteten Bürgerinnen und Bürgern erfordert viel Nervenstarke
- Beförderungen sind oft an Dienstalter und freie Planstellen gebunden, nicht allein an Leistung
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Aktuelle Verwaltungsfachangestellte-Stellen
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Häufige Fragen
Wie hoch ist das Gehalt als Verwaltungsfachangestellte/r?
Der Median liegt bei rund 37.000 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger verdienen etwa 31.000 Euro, erfahrene Fachkräfte im gehobenen Dienst können 45.000 Euro und mehr erreichen. Verbeamtete werden nach den Besoldungsgruppen A6 bis A9 eingestuft.
Kann ich als Verwaltungsfachangestellte/r verbeamtet werden?
Ja, in vielen Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden ist eine Verbeamtung möglich. Voraussetzungen sind unter anderem die deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit, ein einwandfreies Führungszeugnis, gesundheitliche Eignung und die Verfassungstreue. Angestelltenverhältnisse nach TVöD sind ebenfalls verbreitet.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in der Verwaltung?
Nach dem Einstieg im mittleren Dienst kannst du über den Verwaltungslehrgang II oder ein berufsbegleitendes Studium in den gehobenen Dienst aufsteigen. Mit einem Masterabschluss oder nach entsprechender Prüfung ist auch der höhere Dienst erreichbar. Führungspositionen wie Abteilungs- oder Amtsleitung werden meist ab acht Jahren Berufserfahrung zugänglich.
Wie unterscheidet sich die Ausbildung bei Bund, Land und Kommunen?
Der Ausbildungsrahmenplan ist bundesweit ähnlich, die Schwerpunkte variieren jedoch: Kommunen vermitteln mehr Bürgerservice und Sozialrecht, Landesbehörden setzen Akzente bei Ordnungsrecht und Steuerverwaltung, Bundesbehörden fokussieren oft auf Fachgebiete wie Zoll oder Bundesagentur für Arbeit. Das wirkt sich auf spätere Einsatzmöglichkeiten aus.
Erstellt von der StudySmarter Karriere-Redaktion · Stand Juli 2026. Quellen: StudySmarter Jobbörse (70 ausgewertete Live-Stellen von 338 offenen) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Gehalts-Aufschlüsselung als gekennzeichnetes Marktmodell. Richtwerte.