Ausbildung Pflegefachfrau/-mann in Berlin 2026: Gehalt, Chancen & 171 offene Stellen
Gehalt, Top-Betriebe, Bewerbungstipps und ehrliche Einblicke – kompakt für deinen Start in die Ausbildung in Berlin.
Aktuelle Pflegefachkraft-Ausbildungsplätze in Berlin
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Du suchst eine Ausbildung als Pflegefachkraft in Berlin? Dann hast du gerade richtig gute Karten: 171 Stellen bei 71 Arbeitgebern sind aktuell offen, und der Beruf ist offiziell als Engpassberuf eingestuft. Das bedeutet: Unternehmen suchen dringend Azubis – und du kannst dir aussuchen, wo du anfängst.
In diesem Guide findest du alles, was du wissen musst: Was verdienst du? Welche Betriebe bilden in Berlin aus? Kannst du dir die Stadt als Azubi leisten? Und lohnt sich die Ausbildung überhaupt – auch langfristig?
Was ist die Ausbildung Pflegefachkraft in Berlin?
Die Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert drei Jahre und schließt mit einem generalistischen Berufsabschluss ab, der in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege eingesetzt werden kann. In Berlin lernst du in einer der größten Gesundheitsmetropolen Deutschlands: Charité, Vivantes, DRK und viele weitere Kliniken, Pflegeheime und ambulante Dienste bieten Ausbildungsplätze. Die Stadt hat einen hohen Bedarf an Pflegefachkräften – der demografische Wandel und Berlins wachsende Bevölkerung sorgen dafür, dass gut ausgebildete Pflegefachkräfte dauerhaft gefragt sind.
Berlin ist ein bundesweit bedeutender Standort für Gesundheit und Pflege. Neben Universitätskliniken wie der Charité und dem Vivantes-Verbund gibt es zahlreiche private und konfessionelle Krankenhäuser, Seniorenpflegeeinrichtungen, Hospize sowie ambulante Pflegedienste in allen Bezirken. Besonders der Bereich der ambulanten Pflege wächst stark. Durch den anhaltenden Fachkräftemangel sind Pflegefachkräfte in Berlin sehr gefragt, was dir nach der Ausbildung echte Wahlmöglichkeiten beim Arbeitgeber gibt.
📚Was erwartet dich in der Ausbildung?
In der Pflegefachkraft-Ausbildung lernst du, Menschen jeden Alters in körperlichen, psychischen und sozialen Belastungssituationen professionell zu begleiten. Du übst grundpflegerische und behandlungspflegerische Maßnahmen, lernst medizinische Dokumentation, Wundversorgung, Medikamentengabe und Umgang mit Medizintechnik. In der Berufsschule kommen Themen wie Pflegewissenschaft, Anatomie, Recht und Hygiene dazu.
- ✓Grundpflege und Körperhygiene durchführen
- ✓Vitalzeichen messen und dokumentieren
- ✓Wunden fachgerecht versorgen
- ✓Patient:innen bei Mobilisation unterstützen
- ✓Pflegepläne erstellen und evaluieren
⏰Dein Tag als Azubi
So könnte ein typischer Ausbildungstag als Pflegefachfrau/-mann aussehen:
- 06:00Dienstübergabe: Was ist in der Nacht passiert, wer braucht heute was.
- 06:30Frühpflege bei Bewohner:innen / Patient:innen – waschen, anziehen, medizinisch versorgen.
- 09:00Medikamenten-Runde. Dokumentation am Mobilgerät.
- 12:00Essen ausgeben, beim Essen helfen – wo nötig.
- 13:30Kurze Pause.
- 14:00Nachmittags-Aktivierung, Gespräche, Familien-Kontakt.
💰Was verdienst du in der Ausbildung als Pflegefachkraft in Berlin?
Im ersten Lehrjahr verdienst du als Pflegefachkraft-Azubi in Berlin im Schnitt rund 1.190 Euro brutto monatlich, im zweiten etwa 1.250 Euro und im dritten rund 1.350 Euro – je nach Träger und Tarifvertrag. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt ungefähr zwischen 3.000 und 3.600 Euro brutto, öffentliche Träger zahlen oft nach TVöD oder TV-L.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr
Grobe Richtwerte (brutto/Monat). Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarif, Branche und Region ab.
🚀Wie geht es nach der Ausbildung als Pflegefachkraft weiter?
Nach deiner Ausbildung hast du in Berlin viele Richtungen offen: Spezialisierung auf Intensivpflege, Anästhesie oder Psychiatrie ist möglich. Wer mehr Verantwortung übernehmen möchte, kann sich zur Pflegedienstleitung weiterbilden oder ein Studium draufsatteln. Der Berliner Markt bietet auch Chancen in Forschung und Lehre.
Einstieg als Pflegefachkraft
2.950 €Fachweiterbildung (z.B. Intensiv- und Anästhesiepflege)
3.400 - 4.200 €Pflegedienstleitung (PDL)
3.800 - 5.000 €Studium Pflegewissenschaft / Pflegemanagement (B.Sc.)
3.600 - 5.500 €⚖️Ausbildung oder Studium als Pflegefachkraft: Was lohnt sich?
Wer unsicher ist, ob Ausbildung oder Studium besser passt: Die Pflegefachkraft-Ausbildung bringt dich schnell in den Beruf und du verdienst von Anfang an. Ein Pflegestudium (B.Sc.) dauert länger, öffnet aber Türen zu Führungs- und Forschungsrollen. Wer gerne direkt mit Menschen arbeitet und keine langen Studienzeiten möchte, ist mit der Ausbildung gut bedient.
Ausbildung als Pflegefachkraft
- ✓Sofortiger Verdienst ab Tag 1
- ✓Schneller Berufseinstieg nach 3 Jahren
- ✓Kein NC oder Studiengebühren
Pflegewissenschaft / Pflege B.Sc.
- ✓Bessere Aufstiegschancen in Führung
- ✓Zugang zu Forschung und Lehre
- ✓Höheres Gehaltspotenzial langfristig
Ausbildung vs. Studium: Wer hat mit 25 mehr verdient?
Vereinfachte Modellrechnung (netto, gerundet) – die Ausbildung verdient ab Tag 1, ein Studium startet später.
🏢Welche Betriebe bilden als Pflegefachkraft in Berlin aus?
Vom spezialisierten Fachbetrieb bis zum großen öffentlichen Arbeitgeber: In Berlin suchen gerade viele Betriebe Azubis als Pflegefachkraft. Hier siehst du, wer ausbildet – und kommst mit einem Klick direkt zu ihren offenen Stellen.
Diese Betriebe in Berlin bilden gerade aus
Passt das zu dir?
Drei kurze Fragen, eine ehrliche Einschätzung – kein Test mit richtig oder falsch.
Deine Stärken: Belastbarkeit · Teamgeist · Hands-on
🤔Schaffe ich das – und kann ich mir das leisten?
Kurze, ehrliche Antworten auf die Fragen, die sich fast alle vor der Bewerbung stellen.
Ist die Ausbildung schwer?
Ehrlich: Am Anfang ist vieles neu, und die Zwischen- und Abschlussprüfung solltest du ernst nehmen – gerade die Technik. Aber deine Schulnoten sind weniger wichtig, als du denkst: Der Betrieb bringt dir alles Schritt für Schritt bei. Wer zuverlässig ist und mit anpackt, schafft die Ausbildung auch mit einem normalen Haupt- oder Realschulabschluss.
Was, wenn ich abgelehnt werde?
Ganz normal – bewirb dich einfach bei mehreren Betrieben gleichzeitig. Klappt es erst mal nicht, ist ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oft die Brücke in die Ausbildung. Viele Betriebe stellen sogar kurz vor oder nach dem Ausbildungsstart noch ein – aktuell gibt es mehr freie Plätze als Bewerber.
Kann ich mir Berlin als Azubi leisten?
Eng, aber machbar. So sieht ein typischer Monat im 1. Lehrjahr ungefähr aus:
- ➕ Ausbildungsgehalt: ca. 1.190 € brutto (netto etwas weniger)
- ➖ WG-Zimmer (Randbezirke günstiger): ~450–650 €
- ➖ Azubi-/Deutschland-Ticket: ~29–58 €
- ➖ Essen, Handy, Freizeit: ~250 €
- 💡 Tipp: Mit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit bekommst du je nach Situation mehrere hundert Euro extra – besonders, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.
🔄Quereinstieg & Umschulung: Ausbildung mit 25, 30 oder älter
Eine Ausbildung ist nicht nur etwas für Schulabgänger. Für eine duale Ausbildung gibt es kein Höchstalter – viele Betriebe schätzen die Reife und Zuverlässigkeit von Quereinsteigern und Umschülern sogar besonders.
- Umschulung statt klassischer Ausbildung: Mit Berufserfahrung geht es oft schneller – eine Umschulung dauert meist 2 Jahre und endet mit demselben anerkannten Kammerabschluss (IHK/HWK).
- Förderung über den Bildungsgutschein: Agentur für Arbeit oder Jobcenter können eine Umschulung komplett finanzieren – Lehrgangskosten und oft auch deinen Lebensunterhalt. Für eine reguläre Ausbildung helfen BAB, Wohngeld oder Aufstiegs-BAföG.
- Teilzeit ist möglich: Eine Ausbildung in Teilzeit ist gesetzlich erlaubt – praktisch, wenn du Familie hast oder nebenbei arbeiten musst.
- So startest du: Lass dich kostenlos von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit beraten (Ausbildung vs. Umschulung, Förderung) – und bewirb dich parallel direkt auf freie Stellen.
Wie bewirbst du dich für eine Ausbildung als Pflegefachkraft?
Für eine Ausbildung als Pflegefachkraft brauchst du ein kurzes Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und deine letzten zwei Zeugnisse. Bewirb dich am besten von September bis November für das Folgejahr, dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen. Wichtig sind Freundlichkeit und Kommunikationsstärke, ein Praktikum vorab ist ein Plus.
Wann bewerben?
Die meisten Ausbildungen starten am 1. September. Große Ketten suchen ab Herbst des Vorjahres (Sep–Nov 2025 für Start Sep 2026). Dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen.
Deine Bewerbungsunterlagen – Checkliste
Anschreiben-Vorlage: So könnte deins aussehen
Sehr geehrte Frau/Herr [Name],
ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz als Pflegefachfrau/-mann in Ihrem Haus in [Stadtteil]. Auf Ihre Stellenanzeige bin ich über [Quelle] aufmerksam geworden.
[Warum dieser Betrieb?] Ich habe mich über Ihren Betrieb informiert und schätze besonders [konkretes Detail – z.B. die Ausbildungsqualität, das Team, die moderne Ausstattung].
[Warum Pflege / Gesundheit?] Ich interessiere mich seit Längerem für Pflegefachkraft und möchte genau das lernen. Durch ein Praktikum bei [Betrieb] konnte ich bereits erste praktische Einblicke gewinnen.
[Was bringe ich mit?] Ich bin zuverlässig, teamfähig und motiviert, Neues zu lernen. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Vorstellungsgespräch: So überzeugst du
👔 Was anziehen?
- Lebensmittel/Drogerie: Saubere Jeans + Bluse/Hemd, geschlossene Schuhe
- Mode: Zeig deinen Stil – gepflegt, aber nicht übertrieben
- Technik: Smart Casual, kein Anzug nötig
- Generell: Lieber etwas über- als unterdressed
💡 Was vorbereiten?
- Besuche den Laden vorher als Kunde – merk dir Details
- Überleg dir: Was gefällt dir an dem Betrieb konkret?
- Bereite 2–3 eigene Fragen vor („Wie sieht ein typischer Tag aus?“)
- Übe mit Freunden oder Familie ein Rollenspiel
Soft Skills, die Betriebe wirklich suchen
Noten sind weniger wichtig als du denkst. Die meisten Betriebe sagen: „Wir gucken nicht aufs Zeugnis, wir gucken, ob du mit Leuten kannst.“
🕐Wie sind die Arbeitszeiten in der Ausbildung als Pflegefachkraft?
Arbeitszeiten und Bedingungen hängen vom Betrieb und der Branche ab – in der Regel sind es rund 38–40 Stunden pro Woche, oft mit frühem Start und je nach Betrieb auch mal Samstagsdienst. Achte im Ausbildungsvertrag auf geregelte Arbeitszeiten, deinen Urlaubsanspruch, die Vergütung und die Übernahmechancen nach der Ausbildung.
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Karte und aktuelle Stellenauswahl
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Formal reicht in Berlin ein mittlerer Schulabschluss (MSA). Manche Träger, besonders Universitätskliniken wie die Charité, bevorzugen Bewerber:innen mit Abitur oder Fachabitur. Entscheidend sind außerdem ein gültiges Gesundheitszeugnis und ein erweitertes Führungszeugnis.
Ja, sowohl die Charité als auch der Vivantes-Verbund gehören zu den größten Pflegeausbildern Berlins. Bewerbungen laufen über die jeweiligen Karriereportale, oft beginnt die Bewerbungsphase ein Jahr vor Ausbildungsstart im Herbst.
Die Ausbildungsvergütung liegt je nach Träger und Tarifbindung im ersten Jahr bei rund 1.190 Euro, im zweiten bei etwa 1.250 Euro und im dritten bei rund 1.350 Euro brutto. Öffentliche Träger zahlen häufig nach TVöD oder TV-L, was sich positiv auswirkt.
Das ist schwierig, aber möglich. Günstigere WG-Zimmer gibt es vor allem in Randbezirken wie Marzahn-Hellersdorf, Spandau oder Reinickendorf. Manche Klinikträger bieten auch Azubi-Wohnheime an – frag direkt beim Ausbildungsbetrieb nach.
Seit 2020 gibt es in Deutschland die generalistische Pflegefachkraft-Ausbildung, die Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zusammenführt. Du bist damit flexibler einsetzbar und dein Abschluss wird auch im EU-Ausland anerkannt.
Du wechselst zwischen verschiedenen Einsatzbereichen: Akutpflege im Krankenhaus, stationäre Langzeitpflege, ambulante Pflege und Pädiatrie sind Pflichtbestandteile. So lernst du viele Facetten des Berufs kennen und kannst später gezielt wählen.
Ja, der Fachkräftemangel ist in Berlin deutlich spürbar. Gut ausgebildete Pflegefachkräfte können sich ihren Arbeitgeber und auch Arbeitszeiten zunehmend selbst aussuchen. Besonders ambulante Pflegedienste suchen stark, aber auch Kliniken und Pflegeheime.
Ja, in Berlin gibt es an der Charité, der ASH Berlin und weiteren Hochschulen Pflegestudiengänge, die eine abgeschlossene Ausbildung anerkennen oder als Zulassungsvoraussetzung verlangen. Manchmal sind sogar Anrechnungen von Ausbildungsinhalten auf das Studium möglich.
Quellenangaben
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET & Engpassanalyse
- BIBB Datenreport zur Berufsbildung
- StudySmarter Jobbörse: aktuelle Ausbildungsstellen (laufend aktualisiert)