Ausbildung Pflegefachfrau/-mann in Hannover 2026: Gehalt, Chancen & 48 offene Stellen
Gehalt, Top-Betriebe, Bewerbungstipps und ehrliche Einblicke – kompakt für deinen Start in die Ausbildung in Hannover.
Aktuelle Pflegefachkraft-Ausbildungsplätze in Hannover
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Du suchst eine Ausbildung als Pflegefachkraft in Hannover? Dann hast du gerade richtig gute Karten: 48 Stellen bei 19 Arbeitgebern sind aktuell offen, und der Beruf ist offiziell als Engpassberuf eingestuft. Das bedeutet: Unternehmen suchen dringend Azubis – und du kannst dir aussuchen, wo du anfängst.
In diesem Guide findest du alles, was du wissen musst: Was verdienst du? Welche Betriebe bilden in Hannover aus? Kannst du dir die Stadt als Azubi leisten? Und lohnt sich die Ausbildung überhaupt – auch langfristig?
Was ist die Ausbildung Pflegefachkraft in Hannover?
Die Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert drei Jahre und schließt mit einem staatlich anerkannten Abschluss ab, der dich für die Pflege von Menschen aller Altersgruppen qualifiziert – in der Klinik, im Pflegeheim oder ambulant. Hannover ist als Landeshauptstadt Niedersachsens ein bedeutender Gesundheitsstandort mit mehreren Großkliniken, vielen Pflegeeinrichtungen und einem wachsenden Bedarf an Fachkräften. Wenn du gerne mit Menschen arbeitest und praktische Verantwortung magst, findest du hier gute Startbedingungen.
Hannover beherbergt unter anderem die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), das Klinikum Region Hannover und zahlreiche private sowie kirchliche Pflegeträger. Hinzu kommen ambulante Pflegedienste und spezialisierte Einrichtungen für Rehabilitation und Psychiatrie. Dieser breite Mix an Arbeitgebern – von Großkliniken bis zum kleinen Pflegeheim – sorgt für eine konstante Nachfrage nach ausgebildeten Pflegefachkräften in der Region.
📚Was erwartet dich in der Ausbildung?
Du lernst, Patienten und Pflegebedürftige aller Altersgruppen zu versorgen – von der Körperpflege und Wundversorgung über das Verabreichen von Medikamenten bis zur Begleitung in Krisensituationen. In der Berufsschule beschäftigst du dich mit Pflegewissenschaft, Anatomie, Pharmakologie und Kommunikation. Die generalistische Ausbildung bringt dich in Krankenhäuser, Altenheime und ambulante Dienste, damit du Pflege wirklich in der Breite kennenlernst.
- ✓Grundpflege und Körperhygiene durchführen
- ✓Vitalzeichen messen und dokumentieren
- ✓Wunden versorgen und Verbände wechseln
- ✓Pflegeplanung erstellen und anpassen
- ✓Angehörige beraten und begleiten
⏰Dein Tag als Azubi
So könnte ein typischer Ausbildungstag als Pflegefachfrau/-mann aussehen:
- 06:00Dienstübergabe: Was ist in der Nacht passiert, wer braucht heute was.
- 06:30Frühpflege bei Bewohner:innen / Patient:innen – waschen, anziehen, medizinisch versorgen.
- 09:00Medikamenten-Runde. Dokumentation am Mobilgerät.
- 12:00Essen ausgeben, beim Essen helfen – wo nötig.
- 13:30Kurze Pause.
- 14:00Nachmittags-Aktivierung, Gespräche, Familien-Kontakt.
💰Was verdienst du in der Ausbildung als Pflegefachkraft in Hannover?
Im ersten Lehrjahr verdienst du im Schnitt rund 1.190 EUR brutto monatlich, im zweiten etwa 1.250 EUR und im dritten rund 1.350 EUR – je nach Träger und Tarifvertrag (z. B. TVöD oder AVR). Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt ungefähr zwischen 3.000 und 3.600 EUR brutto, abhängig von Einrichtung, Schichtmodell und Tarifbindung.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr
Grobe Richtwerte (brutto/Monat). Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarif, Branche und Region ab.
🚀Wie geht es nach der Ausbildung als Pflegefachkraft weiter?
Mit dem Abschluss als Pflegefachkraft hast du eine der krisensichersten Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt. Du kannst dich spezialisieren, eine Fachweiterbildung anhängen oder mit Zusatzqualifikation in Führung gehen. Wer studieren möchte, kann die Ausbildung als Einstieg in ein Pflegestudium nutzen.
Einstieg als Pflegefachkraft
2.950 €Fachweiterbildung (z. B. Intensiv- und Anästhesiepflege)
3.400 - 4.200 €Pflegedienstleitung (PDL) / stationäre Leitung
3.800 - 5.000 €Studium Pflegewissenschaft / Pflegemanagement (B.Sc.)
3.600 - 5.000 €⚖️Ausbildung oder Studium als Pflegefachkraft: Was lohnt sich?
Wer direkt einsteigen und Geld verdienen will, ist mit der Ausbildung gut beraten. Ein Pflegestudium eröffnet mehr Möglichkeiten in Forschung und Führung, dauert aber länger und bringt am Anfang kein Gehalt. Wer schon nach drei Jahren praktisch arbeiten möchte, wählt die Ausbildung; wer Theorie und Karrieresprünge priorisiert, kann das Studium anschließen.
Ausbildung als Pflegefachkraft
- ✓Sofort Gehalt ab dem ersten Tag
- ✓Schneller Berufseinstieg nach 3 Jahren
- ✓Viel Praxis von Anfang an
Studium Pflegewissenschaft / Gesundheit (B.Sc.)
- ✓Bessere Chancen auf Leitungspositionen
- ✓Wissenschaftliche Vertiefung möglich
- ✓Höheres Gehaltspotenzial langfristig
Ausbildung vs. Studium: Wer hat mit 25 mehr verdient?
Vereinfachte Modellrechnung (netto, gerundet) – die Ausbildung verdient ab Tag 1, ein Studium startet später.
🏢Welche Betriebe bilden als Pflegefachkraft in Hannover aus?
Vom spezialisierten Fachbetrieb bis zum großen öffentlichen Arbeitgeber: In Hannover suchen gerade viele Betriebe Azubis als Pflegefachkraft. Hier siehst du, wer ausbildet – und kommst mit einem Klick direkt zu ihren offenen Stellen.
Diese Betriebe in Hannover bilden gerade aus
Passt das zu dir?
Drei kurze Fragen, eine ehrliche Einschätzung – kein Test mit richtig oder falsch.
Deine Stärken: Belastbarkeit · Teamgeist · Hands-on
🤔Schaffe ich das – und kann ich mir das leisten?
Kurze, ehrliche Antworten auf die Fragen, die sich fast alle vor der Bewerbung stellen.
Ist die Ausbildung schwer?
Ehrlich: Am Anfang ist vieles neu, und die Zwischen- und Abschlussprüfung solltest du ernst nehmen – gerade die Technik. Aber deine Schulnoten sind weniger wichtig, als du denkst: Der Betrieb bringt dir alles Schritt für Schritt bei. Wer zuverlässig ist und mit anpackt, schafft die Ausbildung auch mit einem normalen Haupt- oder Realschulabschluss.
Was, wenn ich abgelehnt werde?
Ganz normal – bewirb dich einfach bei mehreren Betrieben gleichzeitig. Klappt es erst mal nicht, ist ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oft die Brücke in die Ausbildung. Viele Betriebe stellen sogar kurz vor oder nach dem Ausbildungsstart noch ein – aktuell gibt es mehr freie Plätze als Bewerber.
Kann ich mir Hannover als Azubi leisten?
Eng, aber machbar. So sieht ein typischer Monat im 1. Lehrjahr ungefähr aus:
- ➕ Ausbildungsgehalt: ca. 1.190 € brutto (netto etwas weniger)
- ➖ WG-Zimmer (Randbezirke günstiger): ~450–650 €
- ➖ Azubi-/Deutschland-Ticket: ~29–58 €
- ➖ Essen, Handy, Freizeit: ~250 €
- 💡 Tipp: Mit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit bekommst du je nach Situation mehrere hundert Euro extra – besonders, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.
🔄Quereinstieg & Umschulung: Ausbildung mit 25, 30 oder älter
Eine Ausbildung ist nicht nur etwas für Schulabgänger. Für eine duale Ausbildung gibt es kein Höchstalter – viele Betriebe schätzen die Reife und Zuverlässigkeit von Quereinsteigern und Umschülern sogar besonders.
- Umschulung statt klassischer Ausbildung: Mit Berufserfahrung geht es oft schneller – eine Umschulung dauert meist 2 Jahre und endet mit demselben anerkannten Kammerabschluss (IHK/HWK).
- Förderung über den Bildungsgutschein: Agentur für Arbeit oder Jobcenter können eine Umschulung komplett finanzieren – Lehrgangskosten und oft auch deinen Lebensunterhalt. Für eine reguläre Ausbildung helfen BAB, Wohngeld oder Aufstiegs-BAföG.
- Teilzeit ist möglich: Eine Ausbildung in Teilzeit ist gesetzlich erlaubt – praktisch, wenn du Familie hast oder nebenbei arbeiten musst.
- So startest du: Lass dich kostenlos von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit beraten (Ausbildung vs. Umschulung, Förderung) – und bewirb dich parallel direkt auf freie Stellen.
Wie bewirbst du dich für eine Ausbildung als Pflegefachkraft?
Für eine Ausbildung als Pflegefachkraft brauchst du ein kurzes Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und deine letzten zwei Zeugnisse. Bewirb dich am besten von September bis November für das Folgejahr, dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen. Wichtig sind Freundlichkeit und Kommunikationsstärke, ein Praktikum vorab ist ein Plus.
Wann bewerben?
Die meisten Ausbildungen starten am 1. September. Große Ketten suchen ab Herbst des Vorjahres (Sep–Nov 2025 für Start Sep 2026). Dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen.
Deine Bewerbungsunterlagen – Checkliste
Anschreiben-Vorlage: So könnte deins aussehen
Sehr geehrte Frau/Herr [Name],
ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz als Pflegefachfrau/-mann in Ihrem Haus in [Stadtteil]. Auf Ihre Stellenanzeige bin ich über [Quelle] aufmerksam geworden.
[Warum dieser Betrieb?] Ich habe mich über Ihren Betrieb informiert und schätze besonders [konkretes Detail – z.B. die Ausbildungsqualität, das Team, die moderne Ausstattung].
[Warum Pflege / Gesundheit?] Ich interessiere mich seit Längerem für Pflegefachkraft und möchte genau das lernen. Durch ein Praktikum bei [Betrieb] konnte ich bereits erste praktische Einblicke gewinnen.
[Was bringe ich mit?] Ich bin zuverlässig, teamfähig und motiviert, Neues zu lernen. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Vorstellungsgespräch: So überzeugst du
👔 Was anziehen?
- Lebensmittel/Drogerie: Saubere Jeans + Bluse/Hemd, geschlossene Schuhe
- Mode: Zeig deinen Stil – gepflegt, aber nicht übertrieben
- Technik: Smart Casual, kein Anzug nötig
- Generell: Lieber etwas über- als unterdressed
💡 Was vorbereiten?
- Besuche den Laden vorher als Kunde – merk dir Details
- Überleg dir: Was gefällt dir an dem Betrieb konkret?
- Bereite 2–3 eigene Fragen vor („Wie sieht ein typischer Tag aus?“)
- Übe mit Freunden oder Familie ein Rollenspiel
Soft Skills, die Betriebe wirklich suchen
Noten sind weniger wichtig als du denkst. Die meisten Betriebe sagen: „Wir gucken nicht aufs Zeugnis, wir gucken, ob du mit Leuten kannst.“
🕐Wie sind die Arbeitszeiten in der Ausbildung als Pflegefachkraft?
Arbeitszeiten und Bedingungen hängen vom Betrieb und der Branche ab – in der Regel sind es rund 38–40 Stunden pro Woche, oft mit frühem Start und je nach Betrieb auch mal Samstagsdienst. Achte im Ausbildungsvertrag auf geregelte Arbeitszeiten, deinen Urlaubsanspruch, die Vergütung und die Übernahmechancen nach der Ausbildung.
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Karte und aktuelle Stellenauswahl
Hannover im Überblick
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Formal reicht in Niedersachsen ein Hauptschulabschluss, wenn du eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine Pflegehilfeausbildung mitbringst. Die meisten Träger in Hannover – etwa Kliniken oder größere Pflegeunternehmen – bevorzugen aber Bewerber:innen mit einem mittleren Schulabschluss (Realschule oder Ähnliches). Ein gutes Abiturzeugnis ist kein Muss, aber es kann die Auswahl erleichtern.
Theoretische Unterrichtsstunden finden an Pflegeschulen statt, die häufig direkt an den Ausbildungsträgern angegliedert sind – zum Beispiel an der MHH oder am Klinikum Region Hannover. Die genaue Schule hängt von deinem Ausbildungsbetrieb ab. Informiere dich beim jeweiligen Träger, welche Pflegeschule angeschlossen ist.
Ja, die generalistische Pflegeausbildung ist seit der Reform 2020 schulgeldfreitig – du zahlst also keine Lehrgangsgebühren. Außerdem bekommst du während der gesamten drei Jahre eine Ausbildungsvergütung vom Träger. Lehrmaterialien können teilweise vom Betrieb gestellt werden; frag beim Bewerbungsgespräch gezielt nach.
Seit 2020 wurden Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege zu einem gemeinsamen Berufsabschluss zusammengeführt. Du durchläufst in Hannover Einsätze in verschiedenen Einrichtungen – Krankenhaus, Pflegeheim und ambulanter Dienst. Am Ende kannst du dich auf Wunsch auf einen Bereich spezialisieren, bist aber grundsätzlich flexibel einsetzbar.
Du arbeitest im Schichtdienst, also auch frühmorgens, abends oder gelegentlich nachts. Typische Aufgaben sind Körperpflege, Essensausgabe, Vitalzeichenmessung und Dokumentation – immer unter Anleitung einer examinierten Fachkraft. Nach und nach übernimmst du mehr Eigenverantwortung. Gerade große Häuser wie die MHH bieten breite Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Fachbereichen.
Die Übernahmechancen in Hannover sind gut, weil der Fachkräftebedarf in der Pflege strukturell hoch ist. Viele Einrichtungen sichern Übernahmen vertraglich zu oder übernehmen nach bestandener Prüfung auf Anfrage. Frag schon beim Bewerbungsgespräch, wie die Übernahmequote beim jeweiligen Träger aussieht.
Ja, allerdings sind ambulante Dienste allein meist kein vollständiger Ausbildungsbetrieb. Da die generalistische Ausbildung Pflichteinsätze in stationären Einrichtungen vorsieht, kooperieren ambulante Dienste häufig mit Kliniken oder Pflegeheimen. Schau dir Verbundausbildungen an, bei denen du mehrere Einrichtungen in der Hannoveraner Region durchläufst.
Das hängt von deiner Ausgangslage ab. Hannover bietet als Großstadt viele Träger, spezialisierte Einsatzmöglichkeiten und ein gutes ÖPNV-Netz. Die Mietkosten sind moderat im Vergleich zu Hamburg oder München. Mit einer WG in einem günstigeren Stadtteil und dem Azubi-Gehalt ab 1.190 EUR kannst du die laufenden Kosten decken – gegebenenfalls mit Unterstützung durch BAB.
Quellenangaben
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET & Engpassanalyse
- BIBB Datenreport zur Berufsbildung
- StudySmarter Jobbörse: aktuelle Ausbildungsstellen (laufend aktualisiert)