Ausbildung Pflegefachfrau/-mann in Kassel 2026: Gehalt, Chancen & 36 offene Stellen
Gehalt, Top-Betriebe, Bewerbungstipps und ehrliche Einblicke – kompakt für deinen Start in die Ausbildung in Kassel.
Aktuelle Pflegefachkraft-Ausbildungsplätze in Kassel
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Du suchst eine Ausbildung als Pflegefachkraft in Kassel? Dann hast du gerade richtig gute Karten: 36 Stellen bei 22 Arbeitgebern sind aktuell offen, und der Beruf ist offiziell als Engpassberuf eingestuft. Das bedeutet: Unternehmen suchen dringend Azubis – und du kannst dir aussuchen, wo du anfängst.
In diesem Guide findest du alles, was du wissen musst: Was verdienst du? Welche Betriebe bilden in Kassel aus? Kannst du dir die Stadt als Azubi leisten? Und lohnt sich die Ausbildung überhaupt – auch langfristig?
Was ist die Ausbildung Pflegefachkraft in Kassel?
Die Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert drei Jahre und verbindet generalistische Pflegeausbildung mit echten Patientenkontakten – in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Diensten. In Kassel lernst du in einer mittelgroßen Stadt mit überdurchschnittlich starker Gesundheitsinfrastruktur: Das Klinikum Kassel gehört zu den größten kommunalen Krankenhäusern Hessens, und zahlreiche Pflegeeinrichtungen rund um die nordhessische Metropole suchen regelmäßig Nachwuchs. Dein Berufsleben beginnt hier mit echtem Gewicht.
Kassel hat eine ausgeprägte Gesundheitslandschaft: Neben dem Klinikum Kassel als zentralem Maximalversorger gibt es mehrere Fachkliniken, Reha-Einrichtungen und eine wachsende Zahl stationärer und ambulanter Pflegedienste im Stadtgebiet und im Landkreis Kassel. Durch den demografischen Wandel – Nordhessen hat einen vergleichsweise hohen Anteil älterer Bevölkerung – ist die Nachfrage nach ausgebildeten Pflegefachkräften strukturell hoch und wird in den nächsten Jahren weiter steigen.
📚Was erwartet dich in der Ausbildung?
In der Ausbildung zur Pflegefachkraft lernst du, Menschen aller Altersgruppen professionell zu pflegen – von der Grundpflege bis zur Behandlungspflege. Du dokumentierst Pflegemaßnahmen, übst Wundversorgung, lernst Medikamentengabe und begleitest Menschen in belastenden Lebenssituationen. Die Berufsschule vermittelt Anatomie, Pflegewissenschaft, Kommunikation und Hygiene. Deine Praxiseinsätze finden in Kliniken, Pflegeheimen und ambulanten Diensten in und um Kassel statt.
- ✓Grundpflege und Körperhygiene eigenständig durchführen
- ✓Vitalzeichen messen, kontrollieren und dokumentieren
- ✓Wunden fachgerecht versorgen und verbinden
- ✓Pflegepläne erstellen und anpassen
- ✓Angehörige und Patient:innen beraten und begleiten
⏰Dein Tag als Azubi
So könnte ein typischer Ausbildungstag als Pflegefachfrau/-mann aussehen:
- 06:00Dienstübergabe: Was ist in der Nacht passiert, wer braucht heute was.
- 06:30Frühpflege bei Bewohner:innen / Patient:innen – waschen, anziehen, medizinisch versorgen.
- 09:00Medikamenten-Runde. Dokumentation am Mobilgerät.
- 12:00Essen ausgeben, beim Essen helfen – wo nötig.
- 13:30Kurze Pause.
- 14:00Nachmittags-Aktivierung, Gespräche, Familien-Kontakt.
💰Was verdienst du in der Ausbildung als Pflegefachkraft in Kassel?
Im ersten Lehrjahr verdienst du im Schnitt rund 1.190 Euro brutto, im zweiten etwa 1.250 Euro und im dritten Lehrjahr rund 1.350 Euro – je nach Träger und Tarifvertrag (z. B. TVöD oder AVR). Nach dem Abschluss steigst du als examinierte Pflegefachkraft in der Regel auf ungefähr 3.000 bis 3.600 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Einrichtung, Schichtmodell und Zusatzqualifikationen.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr
Grobe Richtwerte (brutto/Monat). Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarif, Branche und Region ab.
🚀Wie geht es nach der Ausbildung als Pflegefachkraft weiter?
Mit dem Examen als Pflegefachkraft hast du in Kassel und Nordhessen einen sicheren Start. Viele Träger bieten direkt nach der Ausbildung Übernahmen und Weiterbildungsförderung an. Du kannst dich spezialisieren, in Leitungsfunktionen wechseln oder ein pflegebezogenes Studium dranhängen – der Markt bleibt stabil, die Aufstiegswege sind klar.
Einstieg als Pflegefachkraft
2.950 €Fachweiterbildung (z. B. Intensiv, OP, Psychiatrie)
3.400 – 4.200 €Pflegedienstleitung (PDL)
3.800 – 4.800 €Studium Pflegemanagement oder Pflegewissenschaft (B.Sc.)
3.600 – 5.000 €⚖️Ausbildung oder Studium als Pflegefachkraft: Was lohnt sich?
Pflegefachkraft-Ausbildung oder Studium Pflegewissenschaft – was passt zu dir? Wer früh Patientenkontakt will und nicht jahrelang studieren möchte, ist mit der Ausbildung gut beraten. Wer langfristig in Forschung, Lehre oder Management will, kann das Studium direkt anschließen oder parallel zur Ausbildung starten.
Ausbildung als Pflegefachkraft
- ✓Sofort eigenes Gehalt ab Tag 1
- ✓Schneller direkter Patientenkontakt
- ✓Klarer Abschluss nach 3 Jahren
Studium Pflegewissenschaft / Pflegemanagement (B.Sc.)
- ✓Breitere Karriere in Forschung und Lehre
- ✓Höheres Einstiegsgehalt im Management
- ✓Zugang zu internationalen Positionen
Ausbildung vs. Studium: Wer hat mit 25 mehr verdient?
Vereinfachte Modellrechnung (netto, gerundet) – die Ausbildung verdient ab Tag 1, ein Studium startet später.
🏢Welche Betriebe bilden als Pflegefachkraft in Kassel aus?
Vom spezialisierten Fachbetrieb bis zum großen öffentlichen Arbeitgeber: In Kassel suchen gerade viele Betriebe Azubis als Pflegefachkraft. Hier siehst du, wer ausbildet – und kommst mit einem Klick direkt zu ihren offenen Stellen.
Diese Betriebe in Kassel bilden gerade aus
Passt das zu dir?
Drei kurze Fragen, eine ehrliche Einschätzung – kein Test mit richtig oder falsch.
Deine Stärken: Belastbarkeit · Teamgeist · Hands-on
🤔Schaffe ich das – und kann ich mir das leisten?
Kurze, ehrliche Antworten auf die Fragen, die sich fast alle vor der Bewerbung stellen.
Ist die Ausbildung schwer?
Ehrlich: Am Anfang ist vieles neu, und die Zwischen- und Abschlussprüfung solltest du ernst nehmen – gerade die Technik. Aber deine Schulnoten sind weniger wichtig, als du denkst: Der Betrieb bringt dir alles Schritt für Schritt bei. Wer zuverlässig ist und mit anpackt, schafft die Ausbildung auch mit einem normalen Haupt- oder Realschulabschluss.
Was, wenn ich abgelehnt werde?
Ganz normal – bewirb dich einfach bei mehreren Betrieben gleichzeitig. Klappt es erst mal nicht, ist ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oft die Brücke in die Ausbildung. Viele Betriebe stellen sogar kurz vor oder nach dem Ausbildungsstart noch ein – aktuell gibt es mehr freie Plätze als Bewerber.
Kann ich mir Kassel als Azubi leisten?
Eng, aber machbar. So sieht ein typischer Monat im 1. Lehrjahr ungefähr aus:
- ➕ Ausbildungsgehalt: ca. 1.190 € brutto (netto etwas weniger)
- ➖ WG-Zimmer (Randbezirke günstiger): ~450–650 €
- ➖ Azubi-/Deutschland-Ticket: ~29–58 €
- ➖ Essen, Handy, Freizeit: ~250 €
- 💡 Tipp: Mit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit bekommst du je nach Situation mehrere hundert Euro extra – besonders, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.
🔄Quereinstieg & Umschulung: Ausbildung mit 25, 30 oder älter
Eine Ausbildung ist nicht nur etwas für Schulabgänger. Für eine duale Ausbildung gibt es kein Höchstalter – viele Betriebe schätzen die Reife und Zuverlässigkeit von Quereinsteigern und Umschülern sogar besonders.
- Umschulung statt klassischer Ausbildung: Mit Berufserfahrung geht es oft schneller – eine Umschulung dauert meist 2 Jahre und endet mit demselben anerkannten Kammerabschluss (IHK/HWK).
- Förderung über den Bildungsgutschein: Agentur für Arbeit oder Jobcenter können eine Umschulung komplett finanzieren – Lehrgangskosten und oft auch deinen Lebensunterhalt. Für eine reguläre Ausbildung helfen BAB, Wohngeld oder Aufstiegs-BAföG.
- Teilzeit ist möglich: Eine Ausbildung in Teilzeit ist gesetzlich erlaubt – praktisch, wenn du Familie hast oder nebenbei arbeiten musst.
- So startest du: Lass dich kostenlos von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit beraten (Ausbildung vs. Umschulung, Förderung) – und bewirb dich parallel direkt auf freie Stellen.
Wie bewirbst du dich für eine Ausbildung als Pflegefachkraft?
Für eine Ausbildung als Pflegefachkraft brauchst du ein kurzes Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und deine letzten zwei Zeugnisse. Bewirb dich am besten von September bis November für das Folgejahr, dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen. Wichtig sind Freundlichkeit und Kommunikationsstärke, ein Praktikum vorab ist ein Plus.
Wann bewerben?
Die meisten Ausbildungen starten am 1. September. Große Ketten suchen ab Herbst des Vorjahres (Sep–Nov 2025 für Start Sep 2026). Dank Fachkräftemangel haben aber auch Spätbewerber gute Chancen.
Deine Bewerbungsunterlagen – Checkliste
Anschreiben-Vorlage: So könnte deins aussehen
Sehr geehrte Frau/Herr [Name],
ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz als Pflegefachfrau/-mann in Ihrem Haus in [Stadtteil]. Auf Ihre Stellenanzeige bin ich über [Quelle] aufmerksam geworden.
[Warum dieser Betrieb?] Ich habe mich über Ihren Betrieb informiert und schätze besonders [konkretes Detail – z.B. die Ausbildungsqualität, das Team, die moderne Ausstattung].
[Warum Pflege / Gesundheit?] Ich interessiere mich seit Längerem für Pflegefachkraft und möchte genau das lernen. Durch ein Praktikum bei [Betrieb] konnte ich bereits erste praktische Einblicke gewinnen.
[Was bringe ich mit?] Ich bin zuverlässig, teamfähig und motiviert, Neues zu lernen. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Vorstellungsgespräch: So überzeugst du
👔 Was anziehen?
- Lebensmittel/Drogerie: Saubere Jeans + Bluse/Hemd, geschlossene Schuhe
- Mode: Zeig deinen Stil – gepflegt, aber nicht übertrieben
- Technik: Smart Casual, kein Anzug nötig
- Generell: Lieber etwas über- als unterdressed
💡 Was vorbereiten?
- Besuche den Laden vorher als Kunde – merk dir Details
- Überleg dir: Was gefällt dir an dem Betrieb konkret?
- Bereite 2–3 eigene Fragen vor („Wie sieht ein typischer Tag aus?“)
- Übe mit Freunden oder Familie ein Rollenspiel
Soft Skills, die Betriebe wirklich suchen
Noten sind weniger wichtig als du denkst. Die meisten Betriebe sagen: „Wir gucken nicht aufs Zeugnis, wir gucken, ob du mit Leuten kannst.“
🕐Wie sind die Arbeitszeiten in der Ausbildung als Pflegefachkraft?
Arbeitszeiten und Bedingungen hängen vom Betrieb und der Branche ab – in der Regel sind es rund 38–40 Stunden pro Woche, oft mit frühem Start und je nach Betrieb auch mal Samstagsdienst. Achte im Ausbildungsvertrag auf geregelte Arbeitszeiten, deinen Urlaubsanspruch, die Vergütung und die Übernahmechancen nach der Ausbildung.
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Karte und aktuelle Stellenauswahl
Kassel im Überblick
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
In Hessen brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss, wenn du gleichzeitig einen Pflegehelfer-Abschluss mitbringst, oder einen mittleren Bildungsabschluss (Realschule). Viele Kasseler Träger bevorzugen einen Realschulabschluss oder das Abitur. Schau dir die Anforderungen der einzelnen Einrichtungen direkt an.
Die schulische Ausbildung findet an Berufsfachschulen für Pflege statt, etwa an der Gesundheitsakademie Kassel oder vergleichbaren Einrichtungen in der Region. Dein Ausbildungsbetrieb gibt dir in der Regel vor, welche Schule zugeordnet ist.
Du arbeitest im Schichtdienst – das bedeutet Früh-, Spät- und Nachtdienste sowie Wochenend- und Feiertagseinsätze. Das ist in der Praxis unvermeidlich und bereitet dich direkt auf den Berufsalltag vor. Kasseler Kliniken und Pflegedienste zahlen entsprechende Zuschläge für Nacht- und Feiertagsdienste.
Ja, seit der Pflegereform 2020 ist eine Teilzeitausbildung gesetzlich möglich. Das verlängert die Ausbildungsdauer, kann aber für Menschen mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen sinnvoll sein. Sprich das direkt mit dem Ausbildungsbetrieb an.
Ja, die generalistische Pflegeausbildung schreibt Pflichteinsätze in verschiedenen Versorgungsbereichen vor – darunter auch ambulante Dienste. Einige Kasseler Träger haben ihren Schwerpunkt explizit in der häuslichen Pflege und bieten dort vollständige Ausbildungen an.
Als examinierte Pflegefachkraft liegt das Einstiegsgehalt im Schnitt bei rund 3.000 bis 3.600 Euro brutto im Monat. Öffentliche Arbeitgeber wie das Klinikum Kassel zahlen nach Tarifvertrag (z. B. TVöD), was auch Jahressonderzahlungen und klare Stufenaufstiege beinhaltet.
Ehrlich gesagt: Nein. Der Fachkräftebedarf in der Pflege ist in Kassel wie in ganz Nordhessen hoch. Gute Bewerber:innen mit sozialer Kompetenz und Verlässlichkeit haben sehr gute Chancen. Frühzeitiges Bewerben – idealerweise schon ein Jahr vor dem geplanten Start – ist trotzdem empfehlenswert.
Dein Abschluss als Pflegefachkraft ist bundesweit anerkannt, du kannst also jederzeit in eine andere Stadt oder sogar ins Ausland wechseln. In Kassel selbst gibt es nach dem Examen aber genug Stellen – viele Träger übernehmen ihre Azubis direkt nach dem Abschluss.
Quellenangaben
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET & Engpassanalyse
- BIBB Datenreport zur Berufsbildung
- StudySmarter Jobbörse: aktuelle Ausbildungsstellen (laufend aktualisiert)